Der olympische Gedanke in der Kommunikation: Gesellschaftliche Akzeptanz in Zeiten von Social Media


Ich habe die Ehre und Freude gehabt für ein im FAZ-Verlag erscheinendes Buch einen Beitrag zu schreiben. Das Buch erscheint im Rahmen der Wiesbadener Gespräche zur Sozialpolitik, und es geht um das “Arbeitsleben 3.0 – Erfolg in einer veränderten Welt”. Ich habe das als Anlass genommen zu fragen, welche Bedeutung in der heutigen “veränderten Welt” gesellschaftliche Akzeptanz hat. 

Strategie

Und ich konnte dem Verlag abringen, dass ich einen Teil davon bereits vorab veröffentlichen darf. Es geht um die Frage der “Gesellschaftlichen Akzeptanz” in Zeiten von Social Media

Das tl;dr gleich am Anfang: Bei einer pragmatischen Sichtweise reduziert sich das Thema „Gesellschaftliche Akzeptanz in Zeiten des Social Web“ auf die Frage, wie ein Unternehmen mit kritischen Themen sichtbar umgeht. Je mehr sich ein Unternehmen mit den kritischen Stimmen öffentlich auseinandersetzt, desto mehr wird gegenseitiges Verständnis geschaffen: Das Unternehmen wird sich verändern und die Gesellschaft wird das honorieren. Nicht sofort und nicht komplett. Aber Schritt für Schritt. Und das ist angesichts der komplexen Interessenlage ein sehr gutes Ergebnis.

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Das Missverständnis “PR”?

Sascha Lobo hat im “Pressesprecher” ein bemerkenswertes Interview über die Rolle der PR, “Social Media” und Online-Kommunikation sowie über die Bedeutung von Shitstorms, Aufmerksamkeit und Dialog gegeben. Er ist zwar nicht ganz trennscharf bei der Abgrenzung zwischen “PR” und “Werbung”, diese Trennung ist in der Praxis allerdings ohnehin nicht immer gegeben. Aber Sascha Lobo sagt wie so oft einige gute und nachdenkenswerte Dinge, sodass es sich für jeden PR’ler lohnen sollte, dieses Interview zu lesen – wie auch für alle anderen Kommunikatoren. Es ist ein schöner Anlass, sein eigenes Verständnis von PR – und Kommunikation – zu überdenken. Interessant übrigens auch die Fragen, die der “Pressesprecher” stellt…

 

Sascha Lobo im Pressesprecher

Bildquelle: Pressesprecher (für Link zum Artikel auf das Bild klicken)

 

Mich hat dieses Interview dazu inspiriert, selbst noch einmal über den Begriff und die Bedeutung der PR zu sinnieren und über die Frage, ob “PR” entweder schon immer ein Euphemismus war, oder ob sich diese Kommunikationsdisziplin einfach in den letzten Jahren von ihrem Kern entfernt hat. Kann (und muss) man “PR” in Zeiten von Social Media” vielleicht wieder neu entdecken?

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Mirko Lange wird Strategic Advisor Social Media bei Havas

Mirko Lange wird Strategic Advisor Social Media von Havas Worldwide Germany. Als solcher wird er als freier Berater alle Social Media Projekte von Havas in Deutschland strategisch begleiten. Mirko Lange konzentriert sich künftig ausschließlich auf die strategische Beratung rund um die Themen „strategischer Einsatz von Social Media“ und „Digital Relations“ – sowohl für Havas als auch für eigene Kunden, die er als Einzelberater und einem Expertennetzwerk weiter betreuen wird. Die talkabout communications gmbh wird in der aktuellen Form nicht weitergeführt.

 

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Mirko Lange

„Wir haben bei talkabout in den vergangenen gut drei Jahren enorm viel Zeit, Geld und Engagement in das neue Geschäftsfeld strategische Social Media investiert, und inzwischen tragen diese Investitionen gut Früchte“, sagt Mirko Lange. „Der Wechsel von der klassischen PR-Agentur hin zu einer Agentur eines neuen Typs, wie ich mir das vorgestellt habe, hat allerdings nicht so schnell funktioniert wie geplant. Wir konnten so die Defizite, die wir in den ersten Jahren des Umbaus aufgebaut haben, nicht schnell genug abbauen. Jetzt ziehen wir die Konsequenzen.“ Havas biete optimale Möglichkeiten, um in Zukunft weiterhin innovative Konzepte für Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. „Gleichzeitig haben unsere aktuellen Mitarbeiter und Kunden die Option, mit zu Havas zu gehen. Havas baut den Münchner Standort derzeit aus und steht einer künftigen Zusammenarbeit sehr offen gegenüber“, so Lange.

 

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Lars Cords, CEO Havas PR Deutschland

“Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit Mirko Lange eine der Autoritäten im Bereich Social Media für Havas gewinnen konnten”, sagt Lars Cords, CEO bei Havas PR Deutschland. „Mirko Lange hat in den letzten Jahren wie kein zweiter die Entwicklung von Social Media Strategien für die Unternehmenskommunikation vorangetrieben. Er steht für eine analytische Konzeptionsstärke gepaart mit kreativen Umsetzungsideen, die unserem eigenen Beratungsansatz genau entsprechen und ihn optimal ergänzen. Ich kenne Mirko Lange schon viele Jahre und bin mir sicher, dass wir in der zukünftigen Zusammenarbeit auf gemeinsamen Kunden sehr viel Spaß haben werden.“

 

Heute würde Social Media noch überwiegend als Annex zu anderen Disziplinen gesehen, oder unter dem Radar ohne relevanten strategischen Input betrieben, so Lange. Der Markt stünde jetzt aber an einem Scheideweg: „Social Media ist zwingend zumindest als Querschnittsdisziplin in den Unternehmen zu sehen. Mittelfristig werde ‚Social Media‘ fester Teil jeder Kommunikationsdisziplin sein, so Lange. Je integrierter man also bei der Beratung einsteige, desto besser sei es. „Und hier bietet Havas mit seine 360°-Aufstellung in Werbung, Digital, PR, CRM, Design und Media einfach die besten Voraussetzungen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit; bereits nach wenigen Wochen arbeiten wir bereits an einigen sehr spannenden Projekten“.

 

Die 5 P des Content Marketing

Content Marketing! Wieder ein neuer Begriff. Ein Buzzword? Hat das eine Relevanz? Eigentlich muss man den Begriff nur auf Deutsch übersetzen und dann wörtlich nehmen. Ist ja klar. Wenn “Marketing” die Disziplin ist, wie man “Waren und Dienstleistungen vermarktet”, bedeutet das “Content” davor, dass es darum geht “Inhalte” an den Mann zu bringen. Es geht also darum, “Inhalte zu vermarkten”.

Content

Aber warum muss man denn Inhalte “vermarkten”? Und wie macht man das? Die Erkenntnis hinter der Idee von “Content Marketing” ist so einfach wie bestechend. Und es sind zwei: 1. Es gibt einen “Markt” für Content (also das Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage von und nach Informationen). Und 2.: Dieser Markt verändert sich aktuell. Man könnte sagen: dramatisch. Denn wir sind in einem Wandel, den jeder Markt irgendwann einmal durchmacht, nämlich den Wechsel vom Anbieter- zum Nachfragemarkt. Das bedeutet nichts weiter, als dass es früher (okay: ganz früher) eine größere Nachfrage gab als ein Angebot und sich das gedreht hat: Das Angebot an Informationen ist heute um ein Vielfaches größer als die Nachfrage. Und das verstärkt sich dramatisch: Jeden Tag werden durch „Social Media“ Millionen und Abermillionen „Inhalte“ ins Internet gestellt. Kurz gesagt: Die Konkurrenz ist groß. Riesengroß!

Hierzu gibt es am 15.03. bei “Immer Freitags” ein Webinar, zu dem man sich auch jetzt schon anmelden kann.

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Das “Facebook Desaster” der Staatskanzlei Rheinland Pfalz – ein Plädoyer für mehr Verstand und Verständnis von “Social Media”

»Nation ist täglicher Aufregungsdienst« sagte der Philosoph Peter Sloterdijk im März vergangenen Jahres in einem überaus lesenswerten Interview im Focus (im Ernst, Leute, das ist ein echter Lesebefehl). Wie richtig er damit liegt, zeigt aktuell die Aufregung über die Facebook Fanpage des Landes Rheinland-Pfalz. Wieder einmal steht “Aufregung” vor gesundem Menschenverstand. Und heute, mit einem Tag Abstand, weiß ich nicht, ob ich nicht zu hart war, als ich vielen Kritikern “Arroganz” vorwarf, weil durch den “Hohn und Spott“, ein Haltung zum Ausdruck kommt, welche den “Wert und Rang oder Fähigkeiten der eigenen Person besonders hoch veranschlagt”, sprich: Die rheinland-pfälzische Landesregierung als “zu blöd” darstellt. Aber es belegt zumindest Sloterdijks These. Ich möchte das für ein Plädoyer nutzen: Ein Plädoyer einerseits für gesunden Menschenverstand und andererseits ein Plädoyer für eine differenzierte Einstellung zu diesem “Social Media”-Dingens.

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Was ist passiert? Zum Amtsantritt der neuen Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die rheinland-pfälzische Landesregierung einen eigenen Facebook-Auftritt online geschaltet. So weit, so gut. Dem war aber offensichtlich ein lange Debatte voraus gegangen. Denn der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, war bisher immer strikt gegen einen Facebook-Auftritt von Behörden, hat aber die Komplett-Verweigerung aufgegeben – allerdings mit einer Einschränkung: Es gibt ein „Rückkanalverbot“, das zwar ein schönes Wort ist, aber gesetzeskonform. Denn: Nach allem was wir wissen, verstößt jeder, der eine Fanpage betreibt, gegen deutsches Datenschutzrecht. Das ist sicher ein Grund für eine Debatte über das Datenschutzrecht, aber die Ansicht, dass das ein Behörde [sic!] nicht tun darf, ist nachvollziehbar und plausibel.

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Einladung zum Crowdsourcing: Der “Downside” einer Facebook-centric Strategie

Ich habe mich in den letzten Wochen bei drei großen Projekten sehr konkret und sehr intensiv mit der “optimalen Social Media Architektur” beschäftigt – die tatsächlich immer eine “Kommunikations-Architektur” ist: also alles andere neben Social Media mit berücksichtigt. Eine der größten Hürden in der Praxis ist oft, dem Unternehmen verständlich zu machen, dass “Facebook” (alternativ: “Social Networks”) und “Social Media” nicht synonym sind. Dabei wird eines klar: Strategien, die auf Facebook als Hauptmedium/-kanal setzen, müssen mit ein paar ganz erheblichen “Downsides” umgehen.

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Was ich jetzt hier machen will, ist sicherlich nur ein Aspekt des Themas “Online-Ökosystem” oder “Online-Architektur”, aber eines der wichtig(st)en: Nämlich die Frage, welche Nachteile eine “Facebook-centric” Strategie hat. Was ich damit meine: Was droht, wenn ich “meinen” (also: owned) Content nur auf Facebook (oder ein anderes Social Network) stelle aber nicht (auch) in ein “Owned Medium”, also in eine Medium, wo ich die Inhalte, Mechaniken und Regeln selbst bestimme. Denn Facebook entwickelt sich immer mehr vom “Owned/Earned Medium” zum “Paid Medium”: Ich kann zwar Inhalte in das Medium einstellen – aber Wirkung erzielt es vielfach nur, wenn ich für die “Vermittlung” (“Medium” bedeutet ja “Vermittler”) bezahle.

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Kundendienst über Social Networks – was können wir von den Großen lernen?

Das Thema „Kundendienst im Social Web“ eignet sich wie kaum ein anderes Thema, um sowohl den Status als auch den Nutzen von „Social Media“ beim Einsatz in Unternehmen zu illustrieren – und das gilt für kleine Unternehmen ebenso wie für mittelgroße Firmen und Konzerne. Unter anderem deswegen, weil die „Betreuung“ von Kunden ein Thema ist, für das Social Networks perfekt geschaffen ist: Hier ist Dialog möglich, Unternehmen können direkt angesprochen werden, es lassen sich multimediale Informationen einbinden und die Kunden bzw. Interessenten können sich einfach untereinander austauschen. Zudem stehen die Netzwerke, also Facebook, Google+, Twitter usw. kostenlos zur Verfügung, und der Implementierungsaufwand ist extrem gering. Die Frage ist: Macht es für Unternehmen Sinn, explizit Services im Social Web anzubieten? Also nicht, dass man nebenher Fragen auf seiner womöglich bereits bestehenden Fanpage beantwortet, sondern dass man das Thema gezielt und strukturiert und „strategisch“ angeht? Hierbei geht es aber in diesem Artikel explizit nicht um “Kundenservice über Social Media”, sondern wirklich nur um den “Kundenservice über Social Networks”, also insbesondere über Facebook und Twitter.

Die letzten zwei Wochen standen für mich ganz im Zeichen eben dieses “Kundenservice im Social Web”. Die Lead-Agentur der Bahn, Ray Sono, und ich sind dabei, Konzepte für den Ausbau der Kanäle weiter auszubauen. Am 12. November habe ich auf den Social Media Economy Days zusammen mit Andreas Bock, dem Leiter Social Media Vertrieb und Service Internet der Telekom, einen Vortrag zum Thema gehalten und Anfang der Woche ist in der neuen t3n ein großer Artikel von mir dazu erschienen. Dieser Text hier ist nun die Langfassung des Artikels in der t3n.

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Google+ Circles in der Kommunikation und das große Versäumnis von Google?

Anlässlich eine G+-Konzeptes für ein größeres Unternehmen überprüfe ich gerade gedanklich die Sinnhaftigkeit von Circles. Google hebt bei den Circles ja vor allem hervor, dass man damit einzelne Zielgruppen besser adressieren könne. Das mag für Privatleute Sinn machen. Unter Umständen auch, wenn man Google+ als “Social Intranet” einsetzt. Wenn es um Unternehmenskommunikation geht, macht uns Google offensichtlich etwas vor – wohl auch deswegen, weil sie bisher einfach ein wesentliches Element vergessen haben?

Quelle: Google (http://www.google.com/intl/de/+/learnmore/sharing/)

Google schreibt selbst auf der Seite “Google+ für Unternehmen”: “Mithilfe von Kreisen können Sie Nutzer je nach Bedarf einordnen, beispielsweise nach Standort oder Interessen. So können Sie sicherstellen, dass Sie die richtigen Beiträge mit den richtigen Personen teilen.” Auch die Headline der Seite ist irreführend: “Kommunizieren Sie gezielt mit den richtigen Personen”. Wie soll das denn gehen? Das ist doch leider komplett wirklichkeitsfremd. Wie soll ein Unternehmen denn sinnvoll Circles erstellen? Soll ein Unternehmen wirklich händisch den Standort eines Followers ermitteln? Und woher soll es wissen, welche Interessen der Follower hat? Das ist doch – man kann es kaum anders sagen – absurd! Dazu kommt, dass es ja gar nichts bringt, wenn ich einen Menschen zu einem Circle hinzufüge. Damit kann man ihn ja genau nicht “ansprechen”. Das macht nur Sinn, wenn dieser Mensch zuerst dem Unternehmen folgt – dann kann man den in ein Circle packen. Aber soll ein Unternehmen wirklich ständig alle neu hinzugekommenen Follower kontrollieren?

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Das talkabout 7c-Modell. So entwickeln wir Social Media Strategien

Seit fast drei Jahren arbeiten wir nach dem 7c-Modell, wenn wir Strategien erstellen, und ebenso lange ist das Modell Teil meiner Vorlesungen an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing, an der mhmk Hochschule für Medien und Kommunikation und an der Social Media Akdademie. Man kann sagen: Sie hat sich bewährt. Und das Modell wird fast monatlich “besser”, weil ich kontinuierlich dran arbeite. Man könnte sagen, dass Modell ist inzwischen in der 48. Auflage erschienen.

Natürlich ist das nur eine “Methode”, ein “Modell”. Man darf nicht sklavisch an ihr hängen, man kann (und sollte vielleicht sogar) in der Ausarbeitung die “Cs” durch deutsche Begriffe ersetzen (“Contribution” = “Ziele” oder “Wertbeitrag”) und man muss im Einzelfall den einen oder anderen Aspekt ergänzen. Aber die Methode ordnet die Gedanken, und wenn man alle Aspekte der 7c berücksichtigt, dann ist die Gefahr gering, dass man etwas vergisst. Und natürlich ersetzt das 7c-Modell nicht “Kreativität”. Jede Strategie braucht Kreativität. Aber meine Erfahrung ist, dass so ein Modell erst (strategische) Kreativität ermöglicht. Denn es schafft einen Rahmen, in dem man ich bewegen kann, um nicht beliebig zu werden, und es zwingt einen auch, wichtige Elemente miteinander zu verknüpfen.

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Chapeau Facebook! Haben wir bald und endlich aussagekräftige Kennzahlen?

Die Zeiten, in denen man den Erfolg einer Fanpage nur nach der Anzahl der Fans oder einer wenig aussagekräftigen Interaktionsrate beurteilen konnte, scheinen zu Ende. Es zeichnet sich ab, dass Unternehmen bald Zahlen haben werden, die auch auf kommunikative Wertschöpfung hindeuten. Facebook hat nämlich begonnen, einen neue Funktion für Fanpages auszurollen. “Richtige Fans” einer Fanpage können sich jetzt über neue Postings benachrichtigen lassen (in der kleinen Weltkugel in der Menüleiste). Zusätzlich berichtet Inside Facebook, dass Facebook nun auch einen “Subscribe-Button” testet, über den man die Postings einer Fanpage abonnieren kann, auch ohne “Gefällt mir” zu klicken. Wer das tut, zeigt ganz deutliches Interesse an den Inhalten einer Fanpage und damit auch nachhaltiges Interesse an einer (kommunikativen) Beziehung zum Unternehmen.

Wer als Seitenbetreiber bisher nur auf Fans oder Interaktionen aus war, hat sich leicht dazu verleiten lassen, vor allem Maßnahmen zu entwickeln, die eben “Fans” und “likes” produzieren. Und das waren sehr häufig recht “generische” Inhalte, die wenig oder gar nichts mit der Marke oder dem Unternehmen zu tun hatten: iPad-Verlosungen, Quatsch-Umfragen, Nonsens-Content, Katzen-Bilder und vieles mehr. Das hat dazu geführt, dass viele Menschen die Fanpage “geliked” oder mit der Marke interagiert hatten, ohne auch nur das geringste Interesse zu haben. Von wem ich ein iPad gewinne, kann mir ja egal sein. So haben sich die Unternehmen ziemlich in die Tasche gelogen (und tun es ja immer noch). Nun mag nicht ausgeschlossen sein, dass es auch Menschen gibt, die explizit auf solchen generischen Content hingewiesen werden wollen, es ist aber unwahrscheinlich.

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