Sei authentisch!… Aber wie geht das?

Posted by on Februar 28, 2009 at 6:45 pm.

Vor allem die Kommunikation in sozialen Netzwerken offenbart eine eklatante Schwäche der Unternehmenskommunikation: Sie wird zunehmend als unauthentisch angesehen. So erreichen Unternehmen ihre Öffentlichkeiten immer weniger. Aber wie kommuniziert ein Unternehmen “authentisch”? Die These: Authentizität entsteht dann, wenn die Kommunikation eines Unternehmens zutreffenden Sachinformationen enthält und dabei offenlegt, wofür sie steht, was sie von dem Gesprächspartner hält, und was sie bezweckt. Daraus lassen sich umsetzbare und überprüfbare Regeln ableiten. Insbesondere bezieht sich die so oft geforderte Offenheit nicht auf die Sachinformationen, sondern auf das Vorhandensein der weiteren drei Faktoren.

“Authentizität” könnte für die PR eines der wichtigsten Themen des Jahres 2009 werden. Die Vertrauenswerte von Unternehmen sind “im freien Fall“, Täuschungsmanöver werden immer aggressiver gegeißelt, Persönlichkeit zu zeigen gilt als Muss vor allem in den sozialen Netzwerken, und die PR-Branche leidet immer stärker unter dem Vorwurf, sie wolle ohnehin nur Botschaften aufdrängen oder unterschieben (siehe auch Brand Eins). Vor diesem Hintergrund ist in den vergangenen Monaten eine Diskussion um Wahrhaftigkeit entbrannt. Abwechselnd wird dafür geworben, das Täuschen durch die PR zu legitimieren (Prof. Merten), oder es wird auf die Ethik der Kommunikation gepocht: Du darfst nicht lügen! (Deutscher Rat für Public Relations). Das hat zu einem heftigen Streit geführt, der sogar die Leitmedien wie den Spiegel erreicht hat.

Kaum konkrete Leitlinien für die praktische Umsetzung

Die Diskussion zeigt, wie schwierig es bereits ist, “wahrhaftig zu sein”, also nicht zu lügen. Merten sagt sinngemäß, dass die PR doch wenigstens authentisch sein soll, wenn sie schon nicht wahrhaftig sein kann. Die Branchenverbände widersprechen heftig, pochen dabei vehement auf die Grundsätze der Ethik, gehen aber leider in keiner Weise inhaltlich auf die von Merten vorgebrachten Thesen sein. Dabei sind diese zumindest stringent: Wenn Unternehmen aufgrund einer für sie ungünstigen Faktenlage schon nicht die Wahrheit sagen können, sollen sie wenigstens authentisch sein: also dazu stehen, dass sie täuschen. Merten versucht das dadurch zu legitimieren, dass Täuschen ja eine soziale Funktion hat.

Merten ist PR-Ausbilder. Er zeigt durch seine These aus meiner Sicht leider eine totale Inkompetenz in moderner Kommunikation. Seine Forderung nach Authentizität ist richtig, aber Merten verkennt völlig Zeichen der Zeit: Die Aufgabe professioneller PR ist nicht, die Täuschung möglichst perfekt zu inszenieren. Die Aufgabe professioneller PR ist, Alternativen zum Täuschen zu entwickeln. Das ist die Mindestvoraussetzung, um den Kontakt zu den Dialoggruppen nicht total zu verlieren.

Und: Die Diskussion im Kontext der der sozialen Netzwerke zeigt, dass wahrhaftige Kommunikation alleine nicht ausreicht. Die (subjektive) Wahrheit zu sagen, macht noch nicht glaubwürdig und schafft kein Vertrauen. Hinzu kommen müssen Transparenz und Authentizität. Aber auch bei der Transparenz besteht keine klares Bild darüber, wie weit diese gehen muss. Selbst der wahrscheinlich stärkste Verfechter von Ethik und Moral in der PR, Horst Avenarius, vertritt die Ansicht, dass auch “die halbe Wahrheit keine Lüge sein muss“. Zum Thema Transparenz hat Klenk-Hoursch 10 sehr interessante Thesen zusammengestellt, die allerdings auch wenig konkrete Hilfestellung geben, wie im Einzelfall zu verfahren ist.

Wie kommuniziert man authentisch?

Sowohl bei der Wahrhaftigkeit als auch bei der Transparenz gibt es also wenig praktikable Leitlinien. Noch schlimmer sieht das bei der Authentizität aus. „Kommuniziere authentisch!” ist ungefähr so leicht umsetzbar wie: „Spiele  das Violinkonzert Nr. 4 in D-Dur von Mozart.” Die wenigsten dürften eine konkrete Vorstellung haben, wie das geht. Wie kommuniziert man authentisch? Wo lernt man Authentizität? Und was für eine Person schon schwierig genug ist, erscheint umso komplizierter für ein Unternehmen: Kann überhaupt „ein Unternehmen” authentisch sein? Und wie managed man Authentizität in einer organisierten Unternehmens-Kommunikation?

Auf Wikipedia gibt es eine ganze Menge Definitionen über Authentizität. Die einfachste ist, dass die Dinge das sind, was sie vorgeben zu sein. Das klingt nach Wahrhaftigkeit, und das mag bei Gemälden recht einfach sein. Aber bei Personen oder gar Unternehmen? Heißt Authentizität schlicht, zu meinen, was man sagt und immer zu sagen, was man meint? Das wäre wohl Transparenz. Sehr schön in diesem Zusammenhang ist die Unterscheidung von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach zwischen Authentizität und Unmittelbarkeit am Beispiel von Kindern. Kinder seien zwar unmittelbar (und damit total transparent), aber das reiche nicht für Authentizität.

Ganz ohne Frage kann Authentizität auf keinen Fall „unbedingte Transparenz” bedeuten. Das wäre in vielen Fällen nicht nur selbstzerstörerisch, unmittelbare Offenheit ist auch gesellschaftlich kontraproduktiv – sowohl privat noch als kommerziell. Es hilft niemandem, wenn man immer sagt, was man meint.

Der Ansatz des Schulz-von-Thun-Modells

Mir ist kürzlich das Modell der „Vier Ebenen der Kommunikation” wieder eingefallen, und ich meine, dass es sehr gut geeignet ist, die Mechanismen authentischer Kommunikation zu verstehen und konkrete Regeln abzuleiten. Nach dem so genannten Schulz-von-Thun-Modell enthält jede Form der Kommunikation vier Botschaften:

  • eine Sachinformation (worüber ich informiere)
  • eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe)
  • einen Beziehungshinweis (was ich von meine Gesprächspartner halte und wie ich zu ihm stehe)
  • einen Appell (was ich bei meinem Gesprächspartner erreichen möchte)

ampel1

Das Entscheidende ist, dass nicht nur jede Botschaft alle Elemente enthält, der Gesprächspartner hört auch alle vier Botschaften. Er sucht geradezu nach Ihnen. Und wenn er eine der Botschaften nicht klar versteht, hat er ein komisches Gefühl. Die Sachebene spielt sogar in vielen Fällen eine eher untergeordnete Rolle. Tatsächlich reagieren nur wenige Menschen beispielsweise auf die Bemerkung ihres beifahrenden Ehepartners „die Ampel ist grün” (Sachinformation) mit einem „Oh danke, habe ich nicht gesehen”. Deutlich häufiger dürften Reaktionen kommen wie „Ja, Du Klugscheißer” (Reaktion auf die vermeintliche Selbstkundgabe), „Dann fahr doch Du” (Reaktion auf den vermeintlichen Beziehungshinweis) oder – wahrscheinlich am häufigsten – ein „Ich fahre ja schon” als Reaktion auf den impliziten Appell.

Stellt man diese Modell in Zusammenhang mit dem Watzlawick’schen “Man kann nicht nicht kommunizieren”, ergibt sich ein gefährliches Bild: Wer es versäumt, klar zu erkennen zu geben, wer er ist, was er von seinem Gegenüber hält und was er von ihm will, sagt im Zweifel dass er jemand ist, der sich nicht zu erkennen geben will, der nichts von seinem Gegenüber hält und der im Dunkeln lassen will, was er bezweckt. So betrachtet ist es kaum verwunderlich, wenn Menschen professioneller Kommunikation immer skeptischer gegenüber stehen.

Die These

Authentizität entsteht dann, wenn in der Kommunikation eines Unternehmens alle vier expliziten oder immanenten Elemente von Botschaften (Sachinformation, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell) klar erkennbar, verständlich und zutreffend sind. “Offenheit” bezieht sich nicht auf die Sachebene, sondern auf das Vorhandensein der anderen Elemente.

Ebene 1: Die Sachinformation

Auf der Sachebene geht es um Daten, Fakten und Sachverhalte. Eine Sachinformation ist dann authentisch, wenn sie wahr, relevant und hinreichend ist. Der Bereich ist einerseits banal (wer lügt, ist ohnehin nicht authentisch), gleichwohl ist er die Basis für die Kommunikation. Und es lohnt sich, genauer hinzusehen.

mikro1

Klar ist: Das, was ein Unternehmen sagt, muss wahr sein. Unter keinen Umständen darf ein Unternehmen aktiv lügen. Das würde sofort jede Glaubwürdigkeit zerstören. Und hier gilt frei nach Wittgenstein: Worüber man nicht reden kann, darüber sollte man schweigen. Dazu später mehr. Ein kluger Kommunikator muss aber auch in Betracht ziehen, dass sich das Unternehmen irren kann, und muss deswegen darauf achten, präzise den Sachverhalt zu kommunizieren. Ein simples Beispiel: Eine Aussage „Es gibt in Deutschland 80.000 Twitterer” wäre demnach unklug, weil sie eine hohe Gefahr einer falschen Sachinformation birgt – diese Zahl ist nicht belegt.  Die Information „Nach unserer Ansicht gibt es in Deutschland 80.000 Twitterer” oder „Nach den Ergebnissen unserer Untersuchung gibt es in Deutschland 80.000 Twitterer” sind jedoch immer wahr – jedenfalls soweit man tatsächlich die Meinung hat oder die Untersuchungen das Ergebnis tatsächlich ergeben haben.

Auch der zweite Aspekt, der der Relevanz und Verständlichkeit, ist letztendlich eine Frage von kommunikativer Professionalität. Je eindeutiger eine Botschaft ist, desto leichter verständlicher sie ist, desto stärker wird die Authentizität. Dazu gehört auch, dass man die Botschaft nicht durch irrelevante Zusatzinformationen verwässert.

Problematisch ist der dritte Aspekt, der der Vollständigkeit. Eindeutig unauthentisch ist, Dinge zu sagen, die nicht wahr sind. Fraglich ist, ob es ebenso unauthentisch ist, Dinge die wahr sind, nicht zu sagen. Dass es hier einer Grenzziehung bedarf ist selbstverständlich, totale Transparenz ist kein Wert. Die Regel ist jedoch einfach: Ein Unternehmen hat immer dann die Pflicht zur Information, wenn es selbst eine falsche Vorstellung, also einen Irrtum, erzeugt hat, der bei Kenntnis des nicht bekannten Umstandes nicht vorliegen würde. Wie weit das im Einzelfall geht, ist ein sehr schwieriger Punkt. Es dürfte aber festzuhalten sein, dass ein Unternehmen umso authentischer ist, je vollständiger es die relevanten Informationen kommuniziert.

Unter dem Strich ist es die Aufgabe eine guten Kommunikators, diese (drei) Vorgaben auf der Sachebene unter allen Umständen umzusetzen – auch wenn die tatsächlichen Daten, Fakten und Sachverhalte überhaupt nicht so sind, wie es das Unternehmen gerne hätte. Wichtig scheint mir aber zu betonen, dass das keine ethische Frage ist. Das Unternehmen muss letztendlich abwägen, welche Werte höher einzuschätzen sind: Unangenehme Fakten zuzugeben, kann zu einem Schaden führen. Wer aber meint, dass “lügen” zu keinen Schaden führt, der irrt gewaltig.

Regeln für authentische Kommunkation, Teil 1:

Mache Dir klar, was die relevanten Daten, Fakten und Sachverhalte sind. Formuliere sie so, dass Du nie etwas sagt, was dem nicht entspricht.

Formuliere so, dass der Empfänger die Daten, Fakten und Sachverhalte klar und einfach versteht. Vermeide eine Verwässerung oder Verwirrung durch irrelevante Zusatzinformationen.

Gib möglichst alle relevanten Informationen, verschweige aber auf keinen Fall  Informationen, die einen von dir erzeugten Irrtum verhindern würden.

Merke: Auch Meinungen sind Fakten.

Ebene 2: Die Selbstkundgabe

„Wenn jemand etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich” sagt Schulz von Thun. Jede Botschaft enthält auch die Information, wie der Sender zu einem Thema steht, was seine Motivation ist und welche Rolle er einnimmt. Das kann explizit durch eine Ich-Botschaft geschehen („Ich vertrete die Interessen von …”) oder genauso implizit bzw. konkludent durch das Verhalten des Sprechenden. Analog dazu will der Empfänger eine klare Botschaft empfangen. Er will wissen, was die Sachinformation dem anderen bedeutet, wie der Sender dazu steht, wer das eigentlich ist, wer das sagt.

karte

Wenn Aussagen so weit feingeschliffen werden, dass diese Selbstkundgabe nicht mehr erkennbar ist, bekommt der Empfänger automatisch „ein schlechtes Gefühl”. Dieses schlechte Gefühl wirkt unmittelbar auf das Erleben von Authentizität. Für eine authentische Kommunikation ist es also erforderlich, dass sich der Sender der Botschaft klar zu erkennen gibt.

Regeln für authentische Kommunkation, Teil 2:

Mache Dir bewusst, wer der Absender ist, wie er zu dem Sachverhalt stehst, welche Rolle er einnimmt, und was seine Motivation ist.

Wenn der Absender und dessen Standpunkt, seine Rolle und seine Motivation nicht aus dem Zusammenhang heraus eindeutig klar erkennbar sind, nenne sie explizit oder mache sie implizit bzw. konkludent deutlich.

Täusche weder aktiv noch passiv einen Standpunkt, eine Rolle oder eine Motivation vor, die nicht tatsächlich besteht.

Merke: Auch „kein Standpunkt” ist ein Standpunkt.

Ebene 3: Der Beziehungshinweis

Eine der kritischsten Botschaften in der Kommunikation ist der Beziehungshinweis. Man gibt immer durch die Formulierung, den Tonfall, die Begleitmimik oder durch den Zusammenhang zu erkennen, wie man zum Anderen steht und was man von ihm hält – jedenfalls bezogen auf den aktuellen Gesprächsgegenstand. Menschen reagieren oft sehr sensibel auf diese Ebene der Kommunikation („Wer glaubst Du eigentlich, wer ich bin?!”).

respekt

Was immer Du auch tust oder sagst: Zeige zumindest Respekt! Respekt bedeutet: Kenne die Interessen des Gesprächspartners, und verletze sie nicht, soweit es die Wahrnehmung der eigenen Interessen irgendwie zulässt. Ich kenne keinen Grund, diese Regel zu verletzten. Jeder verdient Respekt. Und selbst wenn man “authentisch” meint, der andere verdiene keinen Respekt, wird man durch respektloses Verhalten niemals Authentizität erzeugen.

Die gesteigerte Form des Respekts ist die Anerkennung. Sie ist gegeben, wenn die Interessen oder Werte des anderen explizit mit den eigenen in Übereinstimmung gebracht werden, und das klar kommuniziert wird. Die Regel hier ist so einfach wie überzeugend: Wer Anerkennung will, muss anerkennen. Und wenn die Interessen wirklich kongruent sind, dann ist Anerkennung eine großer Verstärker der Authentizität.

Regeln für authentische Kommunkation, Teil 3

Kenne die Interessen des Gesprächspartners. Höre zu!

Was immer Du auch tust oder sagst: Zeige Respekt! Nimm die Interessen des Gesprächspartners ernst!

Wann immer möglich, anerkenne den Gesprächspartner.

Ebene 4: Der Appell

Es ist sozial gelernt, dass jeder, der das Wort ergreift und es an jemanden richtet, mit dem, was er sagt etwas bewirken will. Offen oder verdeckt geht es auf dieser Ebene um Wünsche, Appelle, Ratschläge, Handlungsanweisungen, Effekte etc. Der Empfänger fragt sich also implizit oder explizit ständig: „Und was will er mir damit sagen?” und oder „Und was soll ich jetzt tun”.

Ich sehe diesen Punkt übrigens als Grund dafür, dass die ungleich manipulativere Werbung ein deutlich besseres Image hat als die PR. Werbung findet offen statt. Sie schreit geradezu heraus, was Sie von dem Empfänger will.

Regeln für authentische Kommunkation, Teil 4

Sei Dir klar darüber, was Du bewirken willst.

Wenn der Appell nicht aus dem Zusammenhang heraus eindeutig klar erkennbar ist, nenne ihn explizit oder mache sie implizit bzw. konkludent deutlich.

Zusammenfassung: Regeln für authentische Unternehmenskommunikation

Die insgesamt elf Regeln haben bestimmt keinen Charakter eines moralischen Imperativs. Seine Bedeutung ist ganz simpel: Je mehr man sie befolgt, desto authentischer wird die Kommunikation.

Regel 1: Gib verständliche, zutreffende und hinreichende Informationen.

  • Mache Dir klar, was die relevanten Daten, Fakten und Sachverhalte sind. Formuliere sie so, dass Du nie etwas sagt, was dem nicht entspricht. (Merke: Auch Meinungen sind Fakten)
  • Formuliere einfach, klar und verständlich. Vermeide eine Verwässerung oder Verwirrung durch irrelevante Zusatzinformationen.
  • Gib möglichst alle relevanten Informationen. Verschweige auf keinen Fall  Informationen, die einen von dir erzeugten Irrtum verhindern würden.

Regel 2: Gebe klar zu erkennen, wer Du bist und wie Du zu dem Sachverhalt stehst.

  • Mache Dir bewusst, wie Du zu dem Sachverhalt stehst, welche Rolle Du einnimmst, und was Deine Motivation ist.
  • Wenn der Standpunkt, die Rolle und die Motivation nicht aus dem Zusammenhang heraus eindeutig klar erkennbar sind, nenne sie explizit oder mache sie implizit bzw. konkludent deutlich.
  • Täusche weder aktiv noch passiv einen Standpunkt, eine Rolle oder eine Motivation vor, die nicht tatsächlich besteht.

Regel 3: Gebe klar zu erkennen, wie Du zu dem Gesprächspartner stehst.

  • Kenne die Interessen des Gesprächspartners.
  • Was immer Du auch tust oder sagst: Zeige zumindest Respekt!
  • Wann immer möglich, anerkenne den Gesprächspartner explizit.

Regel 4: Gebe klar zu erkennen, was Du bezweckst.

  • Sei Dir klar darüber, was Du mit der Botschaft bewirken willst.
  • Wenn der Appell nicht aus dem Zusammenhang heraus eindeutig klar erkennbar ist, nenne ihn explizit oder mache sie implizit bzw. konkludent deutlich.

Ich habe eine ganze Menge Sachverhalte geprüft, und wann immer eine Kommunikation mir unauthentisch vorkam, lag mindestens einer der oberen Punkte nicht vor. Ich kann nicht den Beweis antreten, dass ein Unternehmen dann authentisch wirkt, wenn es die oberen Regeln beachtet. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es sehr schwierig ist authentisch zu wirken, wenn man diese Regeln nicht beachtet.

In diesem Sinne: Ich freue mich über Kommentare und eine Diskussion.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 10.0/10 (1 vote cast)
Sei authentisch!... Aber wie geht das?, 10.0 out of 10 based on 1 rating
  • Pingback: Natascha Ljubic

  • http://www.dailymotion.com/nacktefrauen nackte frauen

    Stefan Raab war schon immer ein kranker Raabe

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Von Relevanz, Glaubwürdigkeit und Authentizität | marxkapital

  • Pingback: Siglinde Gerstner

  • Pingback: Stefan/Petra Raab

  • Pingback: Murat Cakmakci

  • Pingback: Mirko Lange

  • Pingback: Mirko Lange

  • Pingback: bwl zwei null · Social. Media. Beratung.

  • Pingback: Hendrik Neumann

  • Pingback: Authentizität und PR – ein (noch) zwiegespaltenes Verhältnis | talkabout

  • Pingback: MacDaffy

  • Pingback: Mirko Lange

  • Pingback: Tutorin Dörte Giebel

  • Pingback: Mirko Lange

  • Pingback: Ibrahim Evsan

  • http://mirkolange mirkolange

    Hallo Holger,

    in manchen Punkten liegst Du wohl gar nicht so verkehrt. Ich bin jedenfalls froh, nicht bei EON Pressesprecher zu sein, denn das würde ich bestimmt nicht schönreden wollen. Und ich würde mir den Arsch dafür aufreißen, eine vermittelnde Rolle einzunehmen — wenn ich die Fakten kenne.

    Du wirst Dich nicht wundern, wenn ich sage, dass ich ansonsten eine etwas differenzierte Sicht auf die Dinge habe. Mir fällt es schwer, von einigen auf alle zu schließen. Ich würde mich freuen, wenn Du auch einen Moment die weiteren Aspekte betrachtest. Ja, in Unternehmen wird einges sehr schlecht gemacht. Lass es 5.000 sein, dass Dir die Beispiele nicht ausgehen. Und in einigen Fällen soll das auch die PR gerade biegen. Punkt. Absatz.

    Und dann gibt es 1,495 Millionen weitere Unternehmen, die machen einen sehr engagierten Job. Ich kenne einige davon, die sich engagieren, und die das nicht tun, um Leute zu täuschen. Auch die müssen mit ihren Leuten reden. Ich strenge mich dafür an, dass die davon, mit denen ich zu tun habe, dass jeden Tag ein klein wenig besser tun.

    VN:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VN:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Holger

    Ach nee der EON Mann müsste sagen: “Verdammt da ist uns eine dumme Sache passiert! Panik gekriegt weil die Strompreise fallen- und zack – Strom künstlich verknappt. Was hättet ihr denn gemacht? Ha? Mille haben oder nicht haben…gelle? Sach ich jetzt mal ganz authentisch. Was wieso …soll ich meinen Schreibtisch räumen…Hallo..Haaalt!” :-)

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Holger

    Hi Mirko! Der EON Konzern hat grad eine Klage am Hals weil er über einen langen Zeitraum weniger Strom produziert hat als angegeben um den Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Und zwar in Milliardenhöhe.

    Wie hättest DU als EON PR- Mann diesen Coup erklärt?

    Weil Korruption und Profit machen um jeden Preis in unserer Gesellschaft längst als “normal” durchgewunken werden, wenn man sie nur lange und oft genug mit gut klingenden Ausdrücken und Argumentationen (neuerdings “authentisch” :-) verkauft, hätte ich als Unternehmenssprecher folgende Linie gefahren:

    “JA! Der EON- Konzern nimmt seine Verantwortung gegenüber der Umwelt wahr und produziert weniger Strom um natürliche Ressourcen für unsere KINDER zu schonen und zu sparen. Wir geben unseren Kunden damit die Möglichkeit mit uns GEMEINSAM einen echten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten! STROM ist TEUER- denn die UMWELT ist uns TEUER! Unsere Bescheidenheit hat es uns nicht gestattet dieses bahnbrechende Konzept rechtzeitig transparent zu machen. Wir sind eben Menschen. Wie SIE.”

    (Gut so? Krieg ich den Job? :-) Ach so…das die gemachte Mille nicht etwa in die Forschung nach alternativen Energielösungen ging sondern wahrscheinlich an die quengeligen Aktionäre ausgeschüttet werden sollte…mhm, da müsste man sich noch einen authentischen Dreh einfallen lassen. Aber ist ja eben zum Glück nicht mein Job, sondern der von PR Leuten…:-)

    Deine Sehnsucht nach und dein Glaube an “verantwortungsvoll” handelnde Unternehmen in allen Ehren: aber das genau die 40 Millionen Menschen (die jeden Tag in ihren Firmen daran arbeiten einen Lebensstandard zu erhalten der längst nur noch eine selbstmörderische Traumblase ist) glaubenkeine andere WAHL haben: DAS ist der Punkt!

    Und IHR PR Leute arbeitet leider daran mit das es so ist. Tag für Tag. Mit immer (scheinbar) neuen Strategien die immer nach dem gleichen Schema funktionieren.

    Ich hatte die Vision von einer Unternehmenszeitung mit ganz neuen authentischen Rubriken: “PSYCHOTRICK-ECKE-REINGELEGT: Wie wir ihnen einreden das sie alle 3 Jahre ein neues Auto brauchen”, oder: “LEIDER LEIDER! Die frechsten Steuerhinterzieher aus unserer Chefetage”, oder “ANGESCHMIERT DER WOCHE: Warum es uns imagemäßig mehr nützt mit viel Tamtam einen Brunnen für die Neger zu bauen als ihnen zu erlauben ihre Tomaten auch bei uns zu verkaufen.”

    Waren das genug dufte Ideen für “Authentische Unternehmens PR”? Darfste alle benutzen wenn dein Konzept einschlägt. ;-)

    Mirko – du weißt genau wie ich das soziales, kulturelles oder umweltpolitisches Engagement bei Firmen immer nur so weit geht wie es ihnen auch NÜTZT! Die Ressourcen und Konsumenten mit denen sie umgehen müssen logischerweise bewahrt werden. Man sägt ja als kluger Unternehmer nicht an dem Ast auf dem man sitzt.

    Wen wundert es denn das sich Haribo mit Kinderhilfswerken schmückt, Bierhersteller und IKEA mit Umweltschutz, die verlogene Liste ist endlos. Glaubst du ernsthaft das ein PR- Stratege der keinen an der Klatsche hat diese Doppelbödigkeit ans Volk vermittelt? Lässt sich schlecht in einem 20sek Spot oder einem “Event” transportieren und verwirrt die Leute am Ende noch so sehr das ihnen das Gummibärchen im Hals steckenbleibt.

    Ich möchte dich gern mit einer authentischen Textilarbeiterin in Bangladesh konfrontieren der du ganz authentisch klar machst das es ok für sie ist für nicht mal einen Euro Stundenlohn Hosen zu nähen die bei uns für…na ja den Rest kennst Du ja. Ich bin nicht so naiv die Unternehmer als die Bösen hinzustellen. Die Bösen sind wir alle. Keine Angst: Authentizität vermittelt sich ganz automatisch durch unser Tun und Lassen. Und indem man böse nennt was eben böse ist. Und nicht versucht es auf welche Art auch immer zu VERMITTELN.

    Aber die wirklich bösen sind diejenigen denen es am Ende des Tages zu mühsam ist darüber nachzudenken WAS sie getan haben WARUM und für WEN.
    Ich habe allerdings die Hoffnung (und grad auch das Gefühl) das du das tust.

    Beste Grüße!

    Holger

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Mirko Lange

  • Holger

    Sachinformation: (Zitat) “Authentisch war schon Hitler” (Kettcar)

    Selbstkundgabe: Will provozieren, und denkt lieber 3x nach. Hat keinen Bock drauf AUTHENTISCH zu sein sondern gönnt sich den Luxus des “ungefähren” in einer Welt wo jeder Werbefuzzi sein Produkt als das ECHTE und WAHRE anpreist. Was ist bitte das “REAL THING” bei einer Cola? Sein Verdacht: Das Leben ist anders. Und Unternehmenskommunikation, welchen Thesen und Maßstäben auch immer sie modemäßig grad folgt, steht immer im Dienste EINER SACHE: Profit. Und das hat Folgen. Das ist ja nichts schlimmes. Man muss es halt nur WISSEN.

    Beziehungshinweis: Zeigt Respekt dafür das jemand lang und breit darüber nachdenkt wie man im Auftrag von Unternehmen Menschen effektiv und unwiderstehlich manipulieren kann. Als wären seine Thesen was neues oder überraschendes. (Siehe Adolf Hitler) Hat den Verdacht das in den Presseabteilungen der Unternehmen die nächste Generation von gewissenlosen und korrupten Strategen heranwächst die alles tut den Leuten (wie immer) überflüssigen Kram zu verkaufen und vom Denken abzuhalten. Jetzt eben nur mit ihren Erfahrungen aus SOCIAL NETWORKS die sie zielsicher als LOBBYARBEIT im Sinne ihrer Vorgesetzten verstehen.

    Appell: Wenn man Eure Maßstäbe und Thesen anlegt- dann hat Hitler alles richtig gemacht. Und das macht mich WIRKLICH nachdenklich.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://mirkolange mirkolange

      Cooler Beitrag, Danke dafür :-)

      Ich find’s klasse: Indem Du schreibst, dass Du keinen Bock auf Authentizität hast, bist Du voll authentisch. Und das erkennen ich hoch an.

      Und natürlich ist Authenzität nicht hinreichend. Ich habe mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht, ob Hitler wirklich authentisch war. Will ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber selbst wenn er authentisch war, hat er damit bestimmt nicht “alles” richtig gemacht. Authentizität ist bestimmt nicht “alles”.

      Und ja, über Deine These habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Was, wenn die PR anfängt, Authentizität nur zu simulieren? Ich glaube aber, wir PR-Leute sind manchmal viel klüger (weiser?) als Du denkst. Wir wissen nämlich, dass wir uns mit Authentizität angreifbar machen. Authentizität bedeutet auch immer mehr Offenheit und Transparenz. Und damit können wir viel leichter “überführt” werden. Auf der Sachebene zu Lügen ist ja schon schlimm genug. Aber auch noch auf den anderen Ebenen zu täuschen zerstört Vertrauen vollkommen – und das nachhaltig. Das wäre der Tod des Unternehmens.

      Wenn Du Unternehmens-Kommunikation mit Coca Cola (also das Getränk) gleichsetzt, dann springst Du MÄCHTIG zu kurz. Ich würde mal meinen, Unternehmen spielen eine deutlich größere Rolle, als nur ihre Produkte verkaufen zu wollen. In Deutschland haben wir im weiteren Sinne 1,5 Millionen Unternehmen. Und die sorgen dafür, dass etwa 70 Millionen Menschen etwas zu essen haben, in ihnen arbeiten jeden Tag auch rund 40 Millionen Menschen. Zudem produzieren sie die Waren, die wir täglich konsumieren und die uns täglich Freude bereiten.

      Unternehmen sind mitnichten die Bösen, die immer nur allen mit Ihrer Werbung und Manipulation auf den Wecker gehen und sie hinters Licht führen wollen. Sie sind ein irrsinnig wichtiger Teil der Gesellschaft. Ich meine, sie tun gut daran, sich wo irgend möglich auch so benehmen. Dazu gehört Authentitzität genauso wie “Corporate Social Responsibility”. Ja, manchmal wird das missbraucht. Aber in der überwiegenden Zahl der Fälle sind das keine PR Gags, sondern eine (richtig) verstandenen Verantwortung der Gesellschaft, ihren Mitarbeitern und ihren “Stakeholdern” gegenüber.

      Unternehmen bestehen aus Menschen, sie haben Interessen, sie haben Bedürfnisse, sie brauchen Hilfe. Sie sind mal schwach, sie sind mal stark. Und sie müssen eigentlich niemandem etwas vormachen. Oder anders gesagt: Sie würden ernster genommen werden, wenn sie eben den Leuten NICHTS mehr vormachen.

      DESWEGEN plädiere ich für Authentizität. Nicht, weil ich denke, dass wir “Werbefuzzis” deswegen besser maniupulieren könnnen. Sondern weil ich denke, dass es RICHTIG ist. Und besser für alle Beteiligten.

      Und deswegen mache ich mir Gedanken darüber, wie dass denn ein Unternehmen macht: “authentisch sein”.

      Beste Grüße!

      Mirko

      VN:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VN:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
      • Simone

        Hi Mirko und alle anderen ;-)

        zu diesem Thema möchte ich mal einige Fragen in den Raum werfen, die jeder mal versuchen kann, sich offen und ehrlich selbst zu beantworten.

        1. Ist Konsumieren prinzipiell zu verurteilen? Und wenn ja, bist Du
        selbst bereit Dinge, die du nicht unbedingt zum Überleben brauchst
        (z.B. neues Handy, Klamotten, etc.) nicht mehr konsumieren?

        2. Ist der Wunsch nach Geld/Vorteilsstreben zu verurteilen?
        Und würdest Du, wenn es darauf ankommt, selbst auf Deinen
        persönlichen Vorteil/Geld verzichten, um Deine Überzeugung
        zu leben (auch wenn es z.B. einen Kariereknick/Entlassung bedeutet)?

        3. Würdest Du in der Not (wie immer Du Not für dich selbst definierst)
        andere so behandeln, wie Du selbst nicht behandelt werden willst?

        4. Wie weit bist Du bereit, Dich und Deine inneren Werte selbst zu
        verraten für ein schickes Auto, ein Haus, Geld, Macht, Karriere
        und sogenanntes gesellschaftliches Ansehen?

        5. Kann ich wirklich autentisch sein, wenn ich Angst davor habe,
        gesellschaftlichen Status, Geld und Macht zu verlieren oder es
        eines meiner wichtigsten Ziele ist, diese Dinge zu bekommen?

        Noch als Anmerkung: Ich verurteile weder das Konsumieren von schönes (unnützen) Dingen, noch gesellschaftliches Ansehen, Karriere, Macht oder den Besitz von viel Geld. Aber das, was fast jeder (und damit meine ich alle, vom Arbeitslosen über den kleinen Angestellte bis zum “berüchtigten” Konzernmanager) bereit ist, dafür auf Kosten anderer zu tun, kann mit Sicherheit (“global betrachtet”) nie zu etwas Gutem führen – von “Authenzität” ganz zu schweigen…

        Für mich beginnt wahre Authenzität z.B. auch mit der Geisteshaltung, mir selbst/meinen Werten auch auf Kosten eines scheinbaren Nachteils treu zu bleiben. Und das hat erst einmal wenig mit Kommunikationsstrategien zu tun. Die gehören aber natürlich dazu und kommen, wie ich meine, von alleine, wenn ich bereit bin Authenzität zu leben. Welches Unternehmen/welcher Mitarbeiter ist wirklich dazu bereit?

        VA:F [1.9.22_1171]
        Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
        VA:F [1.9.22_1171]
        Rating: 0 (from 0 votes)
        • http://mirkolange mirkolange

          Hallo Simone,

          ich verstehe den Beitrag nicht ganz. Klar, wenn jedes Unternehmen und jeder Mitarbeiter immer und ständig nur seinen Vorteil und Geld verdienen im Kopf hat, dann würde ich diesem Unternehmen dringend von “Social Medai” abraten.

          Das ist aber eine ziemlich theoretische Frage. Denn Unternehmen und Mitarbeiter haben auch noch andere Interessen – und sei es auch nur solche, die mittelbar zu mehr Erfolg führen.

          Und egal was man macht, wenn man dabei ethische Regeln beachtet, werden es einem die anderen danken.

          VN:F [1.9.22_1171]
          Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
          VN:F [1.9.22_1171]
          Rating: 0 (from 0 votes)
          • Simone

            Hallo Mirko,

            jaja, die lieben Worte… ;-)

            Das verstehe ich jetzt widerum nicht, was Du daran nicht verstehst, denn Authenzität hat doch auch etwas mit “Wahrhaftigkeit” zu tun und damit mit “Wahrheit”, was wieder jeden betrifft. Wenn ich mir diese Fragen offen und ehrlich stelle und versuche wahrheitsgemäß zu beantworten, dann fallen mir persönlich zwangsläufig eine ganze Menge Situationen ein, in denen es es für mich ganz klar von Vorteil schien, andere über meine wahre Motivation oder die ganz Wahrheit im unklaren zu lassen, also zumindest teilweise zu belügen oder unangenehme Details wegzulassen. Eine Frage der persönlichen Abwägung, ob ich das Risiko eingehen will, auf etwas, das ich gerne hätte, zu verzichten, weil mir klar ist, dass ich es nicht bekomme (oder sogar verliere), wenn ich jetzt absolut ehrlich (oder authentisch?) bin. Und bei mir wie bei den meisten “kleinen” Leuten geht es dabei nicht um Millionen. Es geht einfach ganz oft auch im Kleinen um die Frage, wie ich mich entscheide: Eine Maske aufzusetzen, um das jeweilige Ziel/den momentanen Vorteil besser zu erreichen oder ehrlich, “echt”, authentisch zu sein und damit aus dem Rennen.
            Wirklich authentisch sein ist gar nicht so einfach, und das sollten meine Fragen klarmachen. Es ist natürlich auch eine philosophische Frage, wann und wo Authenzität anfängt und aufhört – man kann natürlich auch wie Jack Sparrow (den ich für ziemlich authentisch halte) ganz klar und offen sagen, dass man eben unehrlich bin – dann braucht sich später niemand zu beschweren.
            In Deinem Folgeartikel vom März beschreibst Du ganz klar genau die Situationen und Interessensfelder, die Unternehmen und auch PR-Leute im Umgang mit der Öffentlichkeit und “böswilligen Bloggern” gegeneinander abwägen müssen. Natürlich gibt es hier viele, viele Abstufungen, was Sinn macht und was nicht. Aber wenn Du schreibst (sehe ich übrigens genauso), dass PR-Leute natürlich die Interessen des Unternehmens nach außen schützen müssen und gleichzeitig beim Kunden einen Konsumbedarf wecken sollen und man dann auch noch den Faktor Geld/Abhängigkeitsbeziehung nicht vergißt, dann ist Authenzität doch nur noch eine Frage des Preises oder anders herum: Wieviel Wahrhaftigkeit/Authenzität kann ich mir als Unternehmen, Anwalt, PR-Mensch, Werber, Dienstleister oder Angestellter eigentlich leisten, damit ich auch noch meine unternehmerisch Zielsetzung erfüllen kann? Und da beißt ich die Katze doch schon wieder in den Schwanz. Wenn ich (auch nach Feierabend) nicht wirklich authentisch lebe, sondern eher die Neigung habe, meine Meinungen und Handlungen immer zielgerichtet und ganz flexibel dem jeweiligen Zweck unterzuordnen, aber natürlich trotzdem glaubhaft erscheinen will, habe ich schnell ein Problem. Ich muß anfangen zu verschleiern, schönzufärben, zu lügen oder mit immer ausgeklügelteren “Kommunikationsmethoden” ein Bild (Image) nach außen zu generieren, dem ich ich gar nicht wirklich entspreche – weil ich das SELBST so gar nicht in aller Konsequenz leben will! Und wenn mir einer mit der Wahrheit droht, fahre ich natürlich die üblichen Gegenstrategien oder muß mit dem Skandal leben. Unternehmen sind hier natürlich besonders prädistiniert. Das Problem ist eben nicht nur die Kommunikationstrategie, sondern in erster Linie das in unserer Gesellschaft so verbreitete “Nicht-drin-was-draufsteht-Syndrom”, von Unternehmern auch CI-Strategie genannt. Pech ist doch nur, dass das, was früher nur von wenigen mühsam aufgedeckt werden konnte, jetzt jeder Hins und Kuns (sogar ich) ganz einfach jederzeit ins Internet setzen kann. Kein Feierabend mehr…

            Ich denke, die Frage, die sich erfolgreiche Unternehmer und Menschen in Zukunft stellen sollten, ist nur in zweiter Linie: Wie KOMMUNIZIERE ich authentisch?
            An erster Stelle sollte wohl eher stehen: Wie WERDE/HANDLE ich authentisch?

            Auch wenn ich den Bogen hier viellicht etwas weiter spanne und damit den Rahmen der Diskussion um authentische Unternehmenskomminukation sprenge: Ich denke, der Kern ist, authentisch zu SEIN, und das verlangt eben unter Umständen auch eine ECHTE Änderung der Geisteshaltung und des Verhaltens in Bezug auf die Wahrung meiner eigenen Interessen und denen meines Gegenübers. “Was Du nicht willst, was man dir tut, das…”. Oder auch: “Verkaufe niemandem etwas, das Du nicht selbst gerne zu diesem Preis kaufen würdest.” Oder, wenn man das nicht will, auch offen zugeben, dass man z.B. schlechtere Produkte zu teuer anbietet, sich ehrlich um Besserung bemühen oder diese ganz einfach gar nicht erst anbieten (weniger Müll im Briefkasten).
            Vielleicht gibt es ja dafür auch mal Trainer und Strategen – ich würde es mir wünschen.

            PS: Sorry für Wurmsätze oder Rechtschreibfehler – zu heiß draußen…

            VA:F [1.9.22_1171]
            Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
            VA:F [1.9.22_1171]
            Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.kokedera.de Johannes

      Hallo, Mirko,

      über einer Stellungnahme zu Deinen Thesen brüte ich jetzt schon einige Zeit. Zum Glück, denn “Holger” hat mir viel Arbeit abgenommen ;-), viele seiner Aussagen stütze ich.

      Wir sind uns ja einig, dass Kommunikation immer einen Zweck verfolgt, sei es privat oder im Business. Und, vielleicht simplifiziert ausgedrückt: dieser Zweck soll immer sein, dass es den “Empfängern” einen Nutzen bringt, meine Kommunikation zu empfangen. Sonst würden sie mir nicht mehr zuhören und ich wäre furchtbar einsam (als Privatmensch) – oder ich würde meine Produkte/Leistungen nicht verkaufen können (als Unternehmen). Und das widerspricht meinem Daseinszweck.

      Wie authentisch kann ein Unternehmen überhaupt sein, ohne diesem Zweck (Produkte verkaufen = Geld verdienen) zu schaden? Deine These ist: je authentischer, desto besser (oder habe ich das falsch verstanden?). Das mag stimmen, wenn Du Dich an einen Kreis genau bekannter und bestimmbarer Empfänger wendest. Das tut ein Unternehmen imho aber NIE! Es wendet sich immer an einen potenziellen Kundenkreis (oder “Empfänger=-Kreis) mit einer extrem heterogenen Zusammensetzung.

      Wenn ich jetzt als Authentizität definiere, mein Unternehmen, seine Vision, Ziel und Philosophie möglichst offen und transparent zu kommunizieren, kann dies bereits kontraproduktiv zum Unternehmensziel “Verkäufe steigern” sein.

      Warum? Vielleicht ein konstruiertes Beispiel, aber imho passend, die Problematik darzustellen, die ich meine: Ein Unternehmen kommuniziert, dass es sich den christlich ethischen Grundsätzen verpflichtet fühlt, die Unternehmenseigentümer gehen sonntäglich in die Kirche und unterstützen die Caritas. Eigentlich ja eine gute Sache, kann man grundsätzlich nicht böse sein, es wird soziale Verantwortung gezeigt. Ist auch authentisch, dies zu kommunizieren.

      Trotzdem läuft das Unternehmen damit Gefahr, mögliche Kunden, die dem Islam angehören, zu verlieren resp. nicht zu gewinnen. Verliert man jetzt Authentizität, wenn man die regelmäßigen Kirchgänge der Unternehmer verschweigt? Oder wenn die Unternehmer, um auch nichtchristliche Kunden zu gewinnen, zukünftig auf diese Kirchgänge verzichten?

      Ein anderes, denkbares Beispiel: Ein Chemiekonzern produziert Pestizide, die in Europa verboten sind, in der Dritten Welt jedoch die Erträge steigern. Oder Saatgut oder Dünger o.ä.

      Dies in Europa zu kommunizieren, kann erhebliche Umsatzprobleme bereiten. Es in der Dritten Welt NICHT zu tun, ebenfalls. Hier kann der Konzern gar nicht authentisch sein. Er kann in Zeiten der vernetzten Welt auch nicht unterschiedlich kommunizieren – was ja auch unauthentisch wäre.

      Ich komme ja nicht aus der “klassischen” Kommunikationsbranche, sehe dieses Thema daher vielleicht mit einer anderen Brille. Trotzdem stellt sich auch mir bei meiner Beratungstätigkeit auch immer wieder die Frage: wie authentisch (=offen und transparent) kommuniziere ich für meine Kunden mit deren Bank? Eine für mich jedes Mal neu zu lösende Frage. Neu deswegen, weil es – für mich – keine pauschale Antwort gibt.

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
      • http://mirkolange mirkolange

        Hallo Johannes,

        sehr klug gedacht. Da fallen mir eine ganze Menge Dinge zu ein, die (hoffentlich) von anderen auch als klug empfunden werden. Und damit die auch genug gewürdtigt werden, würde ich gerne einen ganzen Blogeintrag dazu machen.

        Schöne Debatte!

        VN:F [1.9.22_1171]
        Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
        VN:F [1.9.22_1171]
        Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://vortrag-halten.blogspot.com Petra

    Die einfachste Art und Weise, wie man lernen kann wahrhaftig zu sein ist die, kein einziges Fremdwort zu benutzen. Das verändert unser Sprechverhalten von Grund auf. Keiner kann sich verstecken. Versucht es mal! Es ist nicht einfach, da uns die muttersprachlichen Worte schon gar nicht mehr einfallen.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Favoriten

  • Pingback: c_lizard

  • Pingback: Jochen F. Uebel

  • Pingback: Jochen F. Uebel

  • http://www.text-raum.de Sabria David // meta_blum

    Lieber Mirko, lieber Helge,
    der tatsächliche Mehrwert, den es ja in unserem Gewerbe zu identifizieren gilt, ist ein scheues Reh. Viele Unternehmen leben zwar intuitiv eine bestimmte Haltung und Firmen-Philosophie. Ihr Verhalten ist durch inuitive Handlungs- und Entscheidungsmuster geprägt, die es einzigartig machen. Aber bewusst ist ihnen das oft selbst nicht. Wir können ihnen helfen, diese Potentiale zu identifizieren und klar zu formulieren. Dann kann man sie nämlich erst sinnvoll nutzen (identitätsstiftende Wirkung nach innen, klares Profil nach außen). Es gibt aber, denke ich, auch die anderen Unternehmen, für die ein tatsächlicher Mehrwert nicht relevant ist, weil sie z.B. rasante Produktzyklen haben (Ziel: viele Produkte schnell an ohnehin nicht wiederkommende Kunden verkaufen). Dann ist natürlich Kundenzufriedenheit egal. Und Kommunikation brauchen diese Unternehmen auch nicht, weil sie ja gar nicht kommunizieren (also zuhören und sprechen) wollen.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://www.strategie.com HorstDeckert

    Sehr gut, sehr interessant und zutreffend.

    Bei meinen Untersuchungen seit 1980, was erfolgreiche Unternehmen konkret von weniger erfolgreichen oder erfolglosen unterscheidet, wurde in unzähligen Fällen die These von mirkolange bestätigt:

    JEDER Mensch und JEDES Unternehmen kann einen “tatsächlichen Mehrwert” bieten.

    Das Problem, genau herauszufinden, was das ist, für wen das interessant ist – und diejenigen Menschen magnetisch anzuziehen, ist gelöst. Hierzu ist eine relativ einfache Methode entstanden, deren Anwendung innerhalb von 3 Monaten zu messbar höheren Erträgen führt.

    Je mehr sich ein Unternehmen auf seine “Idealkunden” spezialisiert, umso erfolgreicher ist es. Und je höher der “Kunden-Profit”, umso höher sind seine Erträge.

    Der “Kunden-Profit” (Erfolge, Erlebnisse, Erträge, “Gewinne”, etc.) ist der auf den “Idealkunden” maßgeschneiderte “Mehrwert”, den der Kunde bereits ist, zu honorieren.

    Die Höhe des “Kunden-Profits” ist, vor allem im Verdrängungswettbewerb, das einzig messbare oder spürbare Alleinstellungsmerkmal. Und damit die einzige nicht austauschbare Komponente, die aus Kundensicht den Unterschied zur Konkurrenz ausmacht.

    “Kunden-Profit” ist das Ergebnis aus Kundensicht, das vermarktet werden kann. Dies authentisch zu kommunizieren fällt nicht schwer.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://offene-trainings.typepad.com/neues_aus_der_agentur/ Helge Thomas

    Hi Mirko, schöner hätte man es nicht schreiben können. Aus meiner Sicht bist du kein Träumer sondern ein Visionär, der die Zeichen der Zeit nicht nur erkannt hat, sondern sie im Voraus erahnt. Genau das, was du beschreibst wird die große Lernaufgabe der nächsten Jahre. Die Suche nach den wahren Leidenschaften, Talenten und Einzigartigkeiten. Sowohl bei Menschen wie auch bei Marken respektive Unternehmen. Ich habe das große Glück, meinen Schreibtisch (als Gast) in einer Agentur für nachhaltige Unternehmenskommunikation stehen zu haben. Das ist aus meiner Sicht die Zukunft im Vertrieb, im Marketing und in der PR. Keine Effekthascherei, sondern der langfristiger Aufbau einer Identität wie auch eines Spirits, an den die Unternehmer wie auch die Mitarbeiter glauben. Dann kommt die Authentizität von ganz alleine…

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://mirkolange mirkolange

    Hallo Sabria, hallo Helge,

    vielleicht bin ich ein Träumer, aber ich gehe davon aus, dass JEDES Unternehmen einen “tatsächlichen Mehrwert” bieten kann. Genauso, wie auch JEDER Mensch wertvoll ist.

    Die Kunst ist, genau herauszufinden, was das ist, für wen das interesssant ist, und dann auch konsequent dabei zu bleiben.

    Ich verstehe so auch (gute) “PR”. Wir sind wie Trüffelschweine auf der Suche nach der Identität und der Besonderheit eines Unternehmens.

    Themen oder Stories zu kreieren bringt zwar AUfmerksamkeit, aber eine guter PR-Berater wird nur solche Storues kreieren, die auch (langfristig) zu dem Kunden passen.

    VN:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VN:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://www.text-raum.de Sabria David

    Das spricht mir aus der Seele. Auch ich bin entschiedener Vertreter von Authentizität in der Unternehmenskommunikation: http://tinyurl.com/cdzgaf Authentizität ist die logische Folge kompetenter werdender Märkte, in denen die Informationsflüsse nicht mehr der Deutungshoheit einzelner unterliegen. Authentisch zu kommunizieren können sich allerdings nur Unternehmen leisten, die den Märkten und Menschen auch einen tatsächlichen Mehrwert bieten können. Das ist bedauerlich für diejenigen, die diesem Anspruch nicht gerecht werden. Und ein Marktvorteil für die, die es tun.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://offene-trainings.typepad.com/neues_aus_der_agentur/ Helge Thomas

      Hallo Sabria! Unternehmen, die den Märkten und Menschen keinen tatsächlichen Mehrwert bieten, haben sowieso verloren. Da hilft auch keine Authentizität. Es ist genau, wie du schreibst. Die Menschen sind (vor allem durch das Netz) heute aufgeklärter und kundiger (daher stammt ja auch das Wort “Kunde” – althochdeutsch für “der Eingeweihte”), wodurch die Märkte insgesamt kompetenter werden. Jetzt trennt sich endlich die Spreu vom Weizen. In der Folge merken die “Elfenbein-Turm-Manager” gerade, dass das, was sie im Studium gelernt haben (fast) nichts mit der Realität zu tun hat. An ihrer Tür sollte Folgendes in großen Buchstaben stehen: “It’s a buyer’s market! Unfortunately we rarely think that way!”. Wie schrieb das cluetrain-manifesto so schön: “Zu lernen mit einer menschlichen Stimme zu reden ist kein billiger Trick. Es kann nicht auf irgendeiner hippen Konferenz aufgeschnappt werden. Um mit einer menschlichen Stimme zu sprechen, müssen die Unternehmen die Interessen mit denen ihrer “Community” teilen. Zunächst aber müssen sie Mitglied einer “Community” sein…

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://www.annaberger-internet.de René Goldschadt

    Hallo Mirko, danke für den sehr interessanten Artikel. Habe Dinge wieder gelesen, die mir so nicht vordergründig im Kopf waren, jetzt aber angepingt wurden. Heute erhielt ich ein öffentliches Lob in einem Blog eines unserer Kunden. Diese Firma blogt erst seit einer Woche, beschäftigt sich aber schon geraume Zeit mit dem Thema. So kann also unsere Arbeit als Firma und meine als Kommunikator zu den Kunden hin nicht die schlechteste Arbeit und damit eine authentische Arbeit sein. Überhaupt geben wir uns wie wir sind. Und ich habe den Verdacht, wenn ein Unternehmen wie wir mit unter 10 MA, aber einen großen Kundenstamm, nicht immer per Telefon oder in digitaler Form in den Herzen der Unternehmer/innen präsent ist, dann leidet schon da die Authentität. Diese kann für mein Dafürhalten nur hochgehalten werden, wenn sie regelgelmäßig gepflegt und im Kopf der Empfänger erhalten wird.
    Ich wünsche eine schöne Zeit. Deinen Blog lese ich seit kurzem und finde reichlich Denkstoff, Danke!

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo René, vielen Dank für die netten Worte. Und viel Erfolg!

      VN:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VN:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)