Vodafones Social Media Engagement: Vodafone hat alles richtig gemacht. Aber wer hat sie beraten?

Posted by mirkolange on Juli 8, 2009 at 8:41 pm.

Vodafone ist meines Wissens nach der erste große Consumer-Konzern in Deutschland, der sich auf die neuen Welt der Social Media ernsthaft einlässt. Vodafone spricht die Web-Community direkt an und fordert deren Feedback: Über Twitter, über Facebook, über ihr Blog, und ein Myspace-Engagement ist geplant. Dafür verdient Vodafone sehr viel Respekt und Anerkennung. Und heute hat Vodafone eine “Pressekonferenz” veranstaltet, bei der jeder live dabeisein konnte. Da haben sich auch die Vodafone-Bosse den Menschen gestellt. Die Pressekonferenz wurde über soziale Medien angekündigt, und Vodafone hat zugelassen, dass die Menschen das tun, was sie eben in sozialen Medien tun: offen ihre Meinung sagen. Diese Meinung war dann allerdings überwiegend vernichtend. Und das ist gut so.

Social Media is the willingness to fail.Vodafone will das Richtige: Vodafone will menschlicher, offener, direkter werden, will Gesicht zeigen und authentisch sein.Vodafone hat die Zeichen erkannt; sie machen die richtigen Schritte, sie trauen sich. Ich glaube, man kann das nicht oft genug anerkennen. Und ja, Vodafone macht beim So-viel-richtig-machen auch gleich ganz viel verkehrt. Das Schöne dabei ist: Wenn Vodafone schlau ist, wird Vodafone ganz viel aus der Kritik lernen. Und: Auch Dritte können von Vodafone viel lernen. Allerdings: Vieles hätte man vorher wissen und ohne großen Aufwand besser machen können. Dabei hätte man nur das Wichtigste Gebot des “sozialen Dialogs” beachten müssen: Nämlich die Dinge aus der Sicht des Anderen zu sehen – aus der Sicht des Menschen gegenüber.

Das beginnt bei dem Format der “Pressekonferenz”. Das ist widersinnig. Eine PRESSEkonferenz, die sich direkt an die Menschen, an die potenziellen Leser der Presse wendet, ist keine Pressekonferenz. Die “Presse” lebt davon, ihren Lesern neue Informationen zur Verfügung zu stellen. Wenn man sie parallel selbst den potenziellen Lesern zur Verfügung stellt, verliert die “Presse” einen großen Teil ihrer (Daseins-)Berechtigung. Damit missachtet man deren Interessen. Aber anstatt dann konsequent ein neues Format zu wählen (“Public Konferenz” kann man auch mit “PK” abkürzen), bleibt man verhaftet in den alten Strukturen, die für die neuen Zuschauer gleich mal gar nicht geeignet sind. Nicht umsonst haben sich einige in den Kommentaren gefragt, ob denn Journalisten immer so etwas ertragen müssten. Vodafone will vieles richtig machen, es fehlt aber auch hier an der letzten Konsequenz.

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Bitte auf das Bild klicken, um Aufzeichnung der Pressekonferenz zu sehen

Dass die Social Media Bemühungen noch viel zu sehr aus dem alten Denken heraus geplant und umgesetzt sind, zeigen die Protagonisten der Pressekonferenz. Da reden Menschen über ein Thema, das sie sichtbar nicht verinnerlicht haben. Sie sprechen von “Teilnahme” und “Social Media”, aber ihre Sprache, Ihr Diktus drückt das genaue Gegenteil aus. Ich finde es geradezu verblüffend, mit welcher Zielsicherheit die Protagonisten genau die Fehler machen, die das Cluetrain-Manifest den Unternehmen vor zehn Jahren vorgeworfen hat. Journalisten haben das (offensichtlich) jahrelang geduldet. Die Web-Community wird das (langfristig) nicht tun.

Gregor Gründgens, laut Ankündigung “Director Brand & Marketing Communications Vodafone Deutschland GmbH” (schon dieser Titel!) versteht nicht, dass er in dem aktuellen Format mit Menschen spricht, mit mir als Zuseher und Zuhörer. Stattdessen spricht er die ganze Zeit über mich, und zwar als “Zielgruppe” und nicht als Mensch. Ich empfinde es als etwas Beleidigendes zu sehen, wie ich für jemanden nur als Zahl oder als Umsatzpotenzial lebe. Und Gründgens spricht rein egozentrisch von Vodafone und der Kampagne, ohne dabei zu berücksichtigen, was denn eigentlich meine Interessen, die Interessen der Zuhörer sind. Ganz zu schweigen von den hunderten von Kunstworten, die er verwendet, und die ihn meilenweit entfernen. Das ist keine menschliche Stimme. Das hinterlässt einen schalen Geschmack. So hätte er in einer Pressekonferenz mit Marketing-Medien sprechen können, aber so spricht man nicht mit Menschen.

Vielleicht war es kein Zufall, dass Sascha Lobo in der Pressekonferenz als “unser Testimonial” vorgestellt wurde. Nicht als “Mensch”. Oder als “Blogger”. Oder als “Social Media Experte”. Ich würde mir verbitten, als “Testimonial” vorgestellt zu werden. Aber vielleicht ist Sascha Lobo tatsächlich nicht mehr als ein Testimonial. War er auch beraterisch tätig? Es wirkt nicht so; er sah jedenfalls nicht so aus, als ob er sich in der Veranstaltung wohlgefühlt hat. Er ist ja auch kaum zu Wort gekommen. Und auch Scholz & Friends hat sich nicht als guter Berater hervorgetan. Aus meiner Sicht hätte man dringend diese Vorstellung proben müssen, und Herrn Gründgens zumindest “trainieren”. So gut wie der Mann auch sein mag – ich unterstelle das – seine “Performance” war für das Format schlichtweg ungeeignet. Aber das ist nicht sein Versäumnis. Er ist “Director Brand & Marketing Communications Vodafone Deutschland GmbH” und kein Social Media Kommunikator.

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Trotzdem hat Vodafone im Prinzip alles richtig gemacht. Vodafone hat sich geöffnet. Vodafone hat Gesicht gezeigt. Das ist gut und das ist richtig. Und man hat dabei gesehen, dass Vodafone noch nicht wirklich reif ist für Social Media. Und auch das ist okay. Indem sich Vodafone offen stellt, hat es eine Entwicklung in Gang gesetzt, an deren Ende irgendwann Social-Media-Reife steht – oder ein Desaster. Ich glaube, es wird gelingen. Aber aus professioneller Sicht muss ich sagen: Vodafone hätte nicht unbedingt den “harten Weg” wählen müssen und ihren aktuellen Status so deutlich zeigen. Wenigstens hätte man ein Bemühen zeigen können, dem Thema “Social Media” nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich gerecht zu werden. Das sehe ich als Fehler der Berater. Vodafone kann das selbst so wenig leisten, wie sich Münchhausen nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen konnte.

Eines habe ich bei der Vodafone Veranstaltung gelernt. Es wird schwierig, Social Media zu “instrumentalisieren”. Wer Social Media macht, ist eigentlich immer authentisch. Oder wird “authentisch gemacht”. Durch die Transparenz, die durch Social Media entsteht, wird einfach immer offenbar, wo ein Unternehmen steht. “Corporate Social Media” wird aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn die dafür richtige Kultur im Unternehmen besteht.

Ich habe in den letzten Wochen sehr viel mit Unternehmen über das Thema Social Media gesprochen. Und mich hat eines erstaunt: Die meisten begreifen sehr schnell, dass “Social Media” viel mehr ist, als ein neuer Kommunikationskanal, über den sich auf neue Art und Weise Marketing, PR und Verkaufsförderung betreiben lässt. Man muss sich auf die Menschen einlassen. Das ist die eigentliche Botschaft. Man muss ihnen zuhören, sie (an)erkennen, sie ernst nehmen. Das bedeutet aber auch, dass dann etwas passieren muss. Aber darauf sind Unternehmen noch nicht eingerichtet. Und auch wenn die Beteiligten großen Respekt vor dem Aufwand und dem Ärger haben, hatte ich doch den Eindruck, dass sie verstehen, dass das kommen wird. Ich habe sogar den Eindruck, dass die Mitarbeiter eine Sehnsucht danach haben: Echt zu sein, anzuerkennen und anerkannt zu werden.

Eine zeitlang werden Unternehmen noch auf die Art und Weise “Social Media” machen können, wie es Vodafone jetzt begonnen hat. Vodafone ist in Deutschland (als Konzern) ein Pionier. Das Medium ist noch jung. Und die Menschen verzeihen (noch) vieles. Natürlich gibt es schon heute – wie bei Vodafone – auch viel Häme. Das gehört bei Social Media dazu: jeder mag sich ja auch profilieren. Aber bei vielen erkennt man auch die Anerkennung für das “Gutgemeinte”. Deswegen ist es jetzt eine gute Gelegenheit, in Social Media einzusteigen. Man kann noch viel ausprobieren.

Aber es wird nicht mehr lange dauern, bis solche halbherzigen Versuche gnadenslos entlarvt und genüsslich ausgeweidet werden. Dann werden nur gut gemeinte Versuche kontraproduktiv. Social Media ist auch die Chance für Unternehmen, lebendiger, echter und wahrhaftiger zu werden. Das wird vielen gut tun. Den Kunden. Den Mitarbeitern. Und den Unternehmen.

Update: Vodafone hat sich im Blog zu dem Thema geäußert – und genau das richtige getan: Gerlernt. http://blog.vodafone.de/2009/07/09/reaktionen-auf-die-livepk/

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  • Der gesamte Artikel sollte jedoch unter dem Titel "Sozial Media is the willingness to fail" stehen, da dieses Zitat am besten den Inhalt des Ganzen repräsentiert.
  • Meiner meinung nach eine gute Strategie von Vodafone.
    Das Unternehmen setzt auf Medien, dessen Bedeutung in Zukunft steigen wird und sichert sich somit eine gute Stellung im sozial media.
    Auch die Pressekonferenz war ein mutiger Schritt in die richtige Richtung. Ob die Umsetzung letztendlich optimal verlaufen ist, bleibt fraglich.
  • johannes s
    Der selbstbewusste MArkenauftritt der zielsicheren Vodafone-Kampagne ist genial. Da waren Top Kreative am Werk, die eine innovative und starke partnerschaftliche Marke wie Vodafone neu und spannend inszeniert und damit den Kunden die Produktvorteile nahebringt. Die starke internationale Marke Vodafone trumpht hier mit Topstars der Szene auf und spricht genau die Sprache der Kunden. Vodafone spricht damit auf Augenhöhe der Kunden und ist ein starker und trendsicherer Partner rund um die digitale Kommunikation von heute und von morgen. Vodafone bedient die komplette Klaviatur der digitalen Welt. Web 3.0. Ein Top-Treffer für die Kreativen von Scholz und Friends. Die hohe Resonanz spricht klar für sich. Natürlich hat so ein starker interdisziplinärer Auftritt Neider. beste grüße aus dem norden
  • johannes s
    Ich finde die tolle Vodafone-Kampagne genial. Da waren Top Kreative am Werk, die eine innovative und starke partnerschaftliche Marke wie Vodafone neu und spannend inszeniert und damit den Kunden die Produktvorteile nahebringt. Die starke internationale Marke Vodafone trumpht hier mit Topstars der Szene auf und spricht genau die Sprache der Kunden. Vodafone spricht damit auf Augenhöhe der Kunden und ist ein starker und trendsicherer Partner rund um die digitale Kommunikation von heute und von morgen. Vodafone bedient die komplette Klaviatur der digitalen Welt. Web 3.0. Ein Top-Treffer für die Kreativen von Scholz und Friends. Die hohe Resonanz spricht klar für sich. Natürlich hat so ein starker interdisziplinärer Auftritt Neider.
  • Ich würde wortfront da absoult zustimmen. Ich glaube auch, dass die Unternehmen durchaus lernen werden, besser mit den neuen Möglichkeiten umzugehen, aber das muss sie wirklich nicht dazu zwingen, auf einmal auch intern andere Strukturen einzuführen. Man darf sehr gespannt sein, wie sich das ganze noch entwickeln wird und inwiefern Vodafone sich nochmal an das Thema rantraut.
  • 8mt
    Tolle Debatte!

    Wenn die Baronesse sich wirklich sich öffnen will für jedermann, dann sollte sie sich darauf einstellen, ein paar derbe Gesellen bei Hofe zu dulden! Nicht umsonst steht die Frisur von Herrn Lobo metaphorisch für die Hinwendung zum Provokativen und zum buchstäblich Unhöflichen.

    Ich bin überzeugt, authentische PR wird in Zukunft AUCH bedeuten, einen deutlich schärferen Ton ertragen zu können als heute und die Unhöflichen trotz derber Worte als diejenigen zu akzeptieren, von denen es zu lernen gibt.
  • bo
    Sehr präzise und fair beobachtet. Guter Beitrag, weiter so!
  • Ich kann hier eigentlich keinen Spirit erkennen. Es ist sicher löblich, sich vom Rest der Meute absetzen zu wollen. Aber es ist dochh offenbar, dass zwischen Wollen und Können mehr liegt als herausragende Diplome, vielfache Auszeichnungen und eine große Anzahl an Referenzkunden. Es hat fast den Anschein, als wolle man gar nicht können, um zu beweisen, dass es total falsch ist Social Media/Web 2.0 einzusetzen.

    Ich habe den Eindruck, dass es strategisches Kalkül war, den Kunden vodafone so ins Messer laufen zu lassen. Oder es war mal wieder Marketing 0.2: Awareness ist besser als neue Kunden, weil es den Brand aufwertet. Und darum geht es ja beim Verkauf einer Firma, oder?
  • Christian, prinzipiell ist es sehr zu begrüßen, dass Vodafone sich auf Social Media einlässt. In der Handhabung der Instrumente sind Carmen und Co. auch sehr gut.
    Ich sehe das Problem eher darin, dass der Nutzen nicht kulturell verankert ist. Sprich, die Kommunikationsabteilung hat eine Idee, wie die Generation Upload erreicht werden soll und setzt das als Kampagne um.
    Das hat mit der Unternehmenskultur jedoch nichts zu tun. Da bleibt alles beim Alten und der Kunde eine Nummer. Inhaltlich wird viel heiße Luft in den Wind geblasen.
    Als O2 ankündigte, die Sprachroboter ihrer Hotlines durch echte Call-Center-Agents zu ersetzen, war ich wesentlich stärker beeindruckt. Hier wurde glaubhaft vermittelt, dass die Kundenzufriedenheit im Zentrum der Überlegungen stand.
    Ich bin überzeugt: Die Entdeckung des Menschen wird zukünftig über Erfolg und Misserfolg von Unternehmen entscheiden.
  • Toller Artikel, der vielleicht noch etwas stärker auf den Faktor Authentizität eingehen könnte. Es sind ganz kleine Dinge, die etwas "etwas" falsch wirken lassen. Nehmen wir nur Sascha Lobo, der ist bekannt für den "loboesken" Umgang mit dem iPhone. Hier muss er auf einmal mit einem unattraktiven Handy so tun, als tue er damit das, was er sonst mit seinem iPhone tut. Es ist nur ein kleines Detail, aber genau diese Details entscheiden am Ende über den Erfolg einer Kampagne - auch, wenn Vodafone leider keine iPhone im Angebot hat.

    Spannend ist es zudem, ob Vodafone es tatsächlich schafft, diesen vermittelten Spirit zu verinnerlichen. Oder ob es am Ende alles das gleiche bleibt, nur eben mit einer neuen Werbekampagne.
  • Christian Kuhna
    Ganz hervorragende Analyse der Vodaphone PK, aber ich finde auch trotz allem den Mut und die Experimentierfreude von Vodaphone sehr gut und möchte V ermutigen, auf jeden Fall hier weiter zu machen. Aus den (nicht allzu gravierenden) Fehlern kann man lernen und diese dann schnell korrigieren. Trotzdem bleibt V ein Vorreiter auf dem Gebiet und Vorbild für andere Unternehmen was Social Media betrifft. Weitermachen!
  • Der Schein trügt ;-)
  • mirkolange
    Hallo Sascha, würde gerne antworten, wenn wir eine gemeinsame Basis hätten. Dem scheint nicht so. ;-)
  • Hallo Mirko,

    ich nehme Vodafone sehr ernst. Schon seit 1995. Seitdem machen sie, dass ich telefonieren kann. Ob sie sich kulturell ändern wollen, ist mir egal, es sei denn, sie machen, dass auch ich bald ein iPhone haben kann. Das fände ich super.

    Und was ist eigentlich meine These?
    Dass Vodafone Klamauk macht, damit noch mehr Menschen mit ihrer Hilfe telefonieren? Das finde ich super.

    Dass Journalisten nicht in der Lage sind, kluge Fragen zu formulieren? Das finde ich mistig.

    Dass hier und an anderer Stelle nur wenige selbsternannte und tatsächliche Kommunikationsprofis Klamauk Klamauk nennen (also Vodafone an seine Taten messen)? Das finde ich nachdenkenswert.

    Warum das respektlos ist, verstehe ich nicht. Warum man sich durch Worte wie "Lächerlichkeit" und "Geschwätz" angegriffen fühlen kann, verstehe ich, bin aber auch sehr offen und hoffnungsvoll, dass man auch mir sagt, wenn ich dummes Zeug rede.
  • Wenn wir alle mal weniger aufgeregt wären, könnten wir doch folgende Dinge konstatieren:

    1. Vodafone hat eine PK für Journalisten abgehalten - Deren Fragen gegen Ende waren weder besonders zahlreich, noch besonders erkenntnisbringend. (Ich hörte, es wurde gar geklatscht.)

    2. Eine PK für Journalisten mit einer unmoderierten Kommentarspalte versehen ins Netz zu stellen, ist nicht "social".

    3. Vodafone hat einen "Markenrefresh" verkündet, dessen Ziel es ist, möglichst vielen Leuten Mobilfunkverträge zu verkaufen. Ob wir "Netzmenschen" uns da angesprochen fühlen weil man die Zielgruppe jetzt "Generation Upload" nennt, können wir uns überlegen. Mich persönlich sprechen transparente und faire Produkte mehr an.

    4. Ein Markenrefresh macht ein Unternehmen nicht grundlegend "social", solange es nicht auch die Produkte, Prozesse und Dienstleistungen so auf die Menschen einstellt, dass diese aus Begeisterung kaufen.

    5. Nur weil ein Konzern 40Mio in Online steckt (wohl einiges davon in Social Network-Präsenzen), ist seine Kommunikation noch lange nicht von Social Media bestimmt. 160 Mio gehen nämlich in normale Werbung!

    6. Fehler sind toll, solange man draus lernt.

    Amen. :-)
  • mirkolange
    Hallo Sascha,

    ich finde so eine These respektlos. Ehrlich. Mir gebietet es mein Kodex, Vodafone ernst zu nehmen und ihnen zu glauben, dass sie auch kulturell etwas ändern wollen. Es ist enorm schwierig das umzusetzen, und nicht gleich geht ales. Das ist ein Change-Prozess.
  • mirkolange
    Absolut d'accord. :D
  • mirkolange
    @Christoph: Ja, ja, ja und noch mal JA! Das ist ein Schritt nach vorn. Und jeder der ernsthaft daran interessiert ist, dass wir eine andere Kultur bekommen in der Unternehmenskommunikation, der sollte das Engagement von Vodafone anerkennen!

    Ich frage mich schon den ganzen Tag, was heute bei Vodafone los ist. Werden die Initiatoren zur Sau gemacht? Oder sitzt man zusammen und macht ein konstruktives Mission Debriefing.

    Bin ja mal gespannt, wann (und ob) Vodafone in dem Blog Stellung nimmt. Zeit wär's eigentlich. Sei es auch nur ein "Wir sind dran".
  • Ich hab ja gar kein Problem damit, dass jemand bekannt wird oder gar damit Geld verdient.

    Es ist aber ein riesen Unterschied, ob er authentisch ist, mit dem Geld verdient, was er gut kann und gerne macht, oder ob er seine Gluabwürdigkeit verkauft. Niemand schreit, weil Lobo Bücher geschrieben hat und damit Geld verdient. Niemand schreit, wenn er einen guten Job findet, indem er macht was er kann.

    Was er aber getan hat, ist seine Glaubwürdigkeit zu verkaufen. Er hält nur sein Gesicht in die Kamera. Für ein Produkt, dass er privat nicht nutzt. Ohne eigene Leistung, ohne dahinter zu stehen.

    Er hat seine Glaubwürdigkeit verkauft, jetzt darf er nicht weinen, weil ihm seine Glaubwürdigkeit fehlt. Das war das Geschäft.

    Und eigentlich ist es nicht mal diese Diskussion wert, denn genau so läuft es, egal wer hier "zu ihm hält". Genau so wird es wahrgenommen werden. Glaubwürdikeit verkauft -> Glaubwürdigkeit weg. Dafür Geld auf seinem Konto. Da gibt es nicht viel zu diskutieren ob das richtig oder gut ist. Aber es ist genau so wie es ist.


    "Let me say this, just once so we can set it in stone. Anyone who advertises a product on TV should be struck off the artistic register for ever. I don't care if you are shitting Mona Lisa's in your sleep, you have made your fucking choice. You are sucking satan's cock. You can't be trusted anymore."

    -Bill Hicks
  • Ich hab die Facebook-Diskussion verfolgt und da kamen durchaus sachliche Fragen von Leuten, die sich auskennen. Und was ist daran lächerlich, einen Dialog einzufordern von einen Unternehmen, das genau diesen ankündigte?
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