Vodafones Social Media Engagement: Vodafone hat alles richtig gemacht. Aber wer hat sie beraten?

Posted by on Juli 8, 2009 at 8:41 pm.

Vodafone ist meines Wissens nach der erste große Consumer-Konzern in Deutschland, der sich auf die neuen Welt der Social Media ernsthaft einlässt. Vodafone spricht die Web-Community direkt an und fordert deren Feedback: Über Twitter, über Facebook, über ihr Blog, und ein Myspace-Engagement ist geplant. Dafür verdient Vodafone sehr viel Respekt und Anerkennung. Und heute hat Vodafone eine “Pressekonferenz” veranstaltet, bei der jeder live dabeisein konnte. Da haben sich auch die Vodafone-Bosse den Menschen gestellt. Die Pressekonferenz wurde über soziale Medien angekündigt, und Vodafone hat zugelassen, dass die Menschen das tun, was sie eben in sozialen Medien tun: offen ihre Meinung sagen. Diese Meinung war dann allerdings überwiegend vernichtend. Und das ist gut so.

Social Media is the willingness to fail.Vodafone will das Richtige: Vodafone will menschlicher, offener, direkter werden, will Gesicht zeigen und authentisch sein.Vodafone hat die Zeichen erkannt; sie machen die richtigen Schritte, sie trauen sich. Ich glaube, man kann das nicht oft genug anerkennen. Und ja, Vodafone macht beim So-viel-richtig-machen auch gleich ganz viel verkehrt. Das Schöne dabei ist: Wenn Vodafone schlau ist, wird Vodafone ganz viel aus der Kritik lernen. Und: Auch Dritte können von Vodafone viel lernen. Allerdings: Vieles hätte man vorher wissen und ohne großen Aufwand besser machen können. Dabei hätte man nur das Wichtigste Gebot des “sozialen Dialogs” beachten müssen: Nämlich die Dinge aus der Sicht des Anderen zu sehen – aus der Sicht des Menschen gegenüber.

Das beginnt bei dem Format der “Pressekonferenz”. Das ist widersinnig. Eine PRESSEkonferenz, die sich direkt an die Menschen, an die potenziellen Leser der Presse wendet, ist keine Pressekonferenz. Die “Presse” lebt davon, ihren Lesern neue Informationen zur Verfügung zu stellen. Wenn man sie parallel selbst den potenziellen Lesern zur Verfügung stellt, verliert die “Presse” einen großen Teil ihrer (Daseins-)Berechtigung. Damit missachtet man deren Interessen. Aber anstatt dann konsequent ein neues Format zu wählen (“Public Konferenz” kann man auch mit “PK” abkürzen), bleibt man verhaftet in den alten Strukturen, die für die neuen Zuschauer gleich mal gar nicht geeignet sind. Nicht umsonst haben sich einige in den Kommentaren gefragt, ob denn Journalisten immer so etwas ertragen müssten. Vodafone will vieles richtig machen, es fehlt aber auch hier an der letzten Konsequenz.

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Bitte auf das Bild klicken, um Aufzeichnung der Pressekonferenz zu sehen

Dass die Social Media Bemühungen noch viel zu sehr aus dem alten Denken heraus geplant und umgesetzt sind, zeigen die Protagonisten der Pressekonferenz. Da reden Menschen über ein Thema, das sie sichtbar nicht verinnerlicht haben. Sie sprechen von “Teilnahme” und “Social Media”, aber ihre Sprache, Ihr Diktus drückt das genaue Gegenteil aus. Ich finde es geradezu verblüffend, mit welcher Zielsicherheit die Protagonisten genau die Fehler machen, die das Cluetrain-Manifest den Unternehmen vor zehn Jahren vorgeworfen hat. Journalisten haben das (offensichtlich) jahrelang geduldet. Die Web-Community wird das (langfristig) nicht tun.

Gregor Gründgens, laut Ankündigung “Director Brand & Marketing Communications Vodafone Deutschland GmbH” (schon dieser Titel!) versteht nicht, dass er in dem aktuellen Format mit Menschen spricht, mit mir als Zuseher und Zuhörer. Stattdessen spricht er die ganze Zeit über mich, und zwar als “Zielgruppe” und nicht als Mensch. Ich empfinde es als etwas Beleidigendes zu sehen, wie ich für jemanden nur als Zahl oder als Umsatzpotenzial lebe. Und Gründgens spricht rein egozentrisch von Vodafone und der Kampagne, ohne dabei zu berücksichtigen, was denn eigentlich meine Interessen, die Interessen der Zuhörer sind. Ganz zu schweigen von den hunderten von Kunstworten, die er verwendet, und die ihn meilenweit entfernen. Das ist keine menschliche Stimme. Das hinterlässt einen schalen Geschmack. So hätte er in einer Pressekonferenz mit Marketing-Medien sprechen können, aber so spricht man nicht mit Menschen.

Vielleicht war es kein Zufall, dass Sascha Lobo in der Pressekonferenz als “unser Testimonial” vorgestellt wurde. Nicht als “Mensch”. Oder als “Blogger”. Oder als “Social Media Experte”. Ich würde mir verbitten, als “Testimonial” vorgestellt zu werden. Aber vielleicht ist Sascha Lobo tatsächlich nicht mehr als ein Testimonial. War er auch beraterisch tätig? Es wirkt nicht so; er sah jedenfalls nicht so aus, als ob er sich in der Veranstaltung wohlgefühlt hat. Er ist ja auch kaum zu Wort gekommen. Und auch Scholz & Friends hat sich nicht als guter Berater hervorgetan. Aus meiner Sicht hätte man dringend diese Vorstellung proben müssen, und Herrn Gründgens zumindest “trainieren”. So gut wie der Mann auch sein mag – ich unterstelle das – seine “Performance” war für das Format schlichtweg ungeeignet. Aber das ist nicht sein Versäumnis. Er ist “Director Brand & Marketing Communications Vodafone Deutschland GmbH” und kein Social Media Kommunikator.

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Trotzdem hat Vodafone im Prinzip alles richtig gemacht. Vodafone hat sich geöffnet. Vodafone hat Gesicht gezeigt. Das ist gut und das ist richtig. Und man hat dabei gesehen, dass Vodafone noch nicht wirklich reif ist für Social Media. Und auch das ist okay. Indem sich Vodafone offen stellt, hat es eine Entwicklung in Gang gesetzt, an deren Ende irgendwann Social-Media-Reife steht – oder ein Desaster. Ich glaube, es wird gelingen. Aber aus professioneller Sicht muss ich sagen: Vodafone hätte nicht unbedingt den “harten Weg” wählen müssen und ihren aktuellen Status so deutlich zeigen. Wenigstens hätte man ein Bemühen zeigen können, dem Thema “Social Media” nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich gerecht zu werden. Das sehe ich als Fehler der Berater. Vodafone kann das selbst so wenig leisten, wie sich Münchhausen nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen konnte.

Eines habe ich bei der Vodafone Veranstaltung gelernt. Es wird schwierig, Social Media zu “instrumentalisieren”. Wer Social Media macht, ist eigentlich immer authentisch. Oder wird “authentisch gemacht”. Durch die Transparenz, die durch Social Media entsteht, wird einfach immer offenbar, wo ein Unternehmen steht. “Corporate Social Media” wird aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn die dafür richtige Kultur im Unternehmen besteht.

Ich habe in den letzten Wochen sehr viel mit Unternehmen über das Thema Social Media gesprochen. Und mich hat eines erstaunt: Die meisten begreifen sehr schnell, dass “Social Media” viel mehr ist, als ein neuer Kommunikationskanal, über den sich auf neue Art und Weise Marketing, PR und Verkaufsförderung betreiben lässt. Man muss sich auf die Menschen einlassen. Das ist die eigentliche Botschaft. Man muss ihnen zuhören, sie (an)erkennen, sie ernst nehmen. Das bedeutet aber auch, dass dann etwas passieren muss. Aber darauf sind Unternehmen noch nicht eingerichtet. Und auch wenn die Beteiligten großen Respekt vor dem Aufwand und dem Ärger haben, hatte ich doch den Eindruck, dass sie verstehen, dass das kommen wird. Ich habe sogar den Eindruck, dass die Mitarbeiter eine Sehnsucht danach haben: Echt zu sein, anzuerkennen und anerkannt zu werden.

Eine zeitlang werden Unternehmen noch auf die Art und Weise “Social Media” machen können, wie es Vodafone jetzt begonnen hat. Vodafone ist in Deutschland (als Konzern) ein Pionier. Das Medium ist noch jung. Und die Menschen verzeihen (noch) vieles. Natürlich gibt es schon heute – wie bei Vodafone – auch viel Häme. Das gehört bei Social Media dazu: jeder mag sich ja auch profilieren. Aber bei vielen erkennt man auch die Anerkennung für das “Gutgemeinte”. Deswegen ist es jetzt eine gute Gelegenheit, in Social Media einzusteigen. Man kann noch viel ausprobieren.

Aber es wird nicht mehr lange dauern, bis solche halbherzigen Versuche gnadenslos entlarvt und genüsslich ausgeweidet werden. Dann werden nur gut gemeinte Versuche kontraproduktiv. Social Media ist auch die Chance für Unternehmen, lebendiger, echter und wahrhaftiger zu werden. Das wird vielen gut tun. Den Kunden. Den Mitarbeitern. Und den Unternehmen.

Update: Vodafone hat sich im Blog zu dem Thema geäußert – und genau das richtige getan: Gerlernt. http://blog.vodafone.de/2009/07/09/reaktionen-auf-die-livepk/

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  • http://www.network-relations.de Roland Panter

    Toller Artikel, der vielleicht noch etwas stärker auf den Faktor Authentizität eingehen könnte. Es sind ganz kleine Dinge, die etwas “etwas” falsch wirken lassen. Nehmen wir nur Sascha Lobo, der ist bekannt für den “loboesken” Umgang mit dem iPhone. Hier muss er auf einmal mit einem unattraktiven Handy so tun, als tue er damit das, was er sonst mit seinem iPhone tut. Es ist nur ein kleines Detail, aber genau diese Details entscheiden am Ende über den Erfolg einer Kampagne – auch, wenn Vodafone leider keine iPhone im Angebot hat.

    Spannend ist es zudem, ob Vodafone es tatsächlich schafft, diesen vermittelten Spirit zu verinnerlichen. Oder ob es am Ende alles das gleiche bleibt, nur eben mit einer neuen Werbekampagne.

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    • http://www.digitalpublic.de Wittkewitz

      Ich kann hier eigentlich keinen Spirit erkennen. Es ist sicher löblich, sich vom Rest der Meute absetzen zu wollen. Aber es ist dochh offenbar, dass zwischen Wollen und Können mehr liegt als herausragende Diplome, vielfache Auszeichnungen und eine große Anzahl an Referenzkunden. Es hat fast den Anschein, als wolle man gar nicht können, um zu beweisen, dass es total falsch ist Social Media/Web 2.0 einzusetzen.

      Ich habe den Eindruck, dass es strategisches Kalkül war, den Kunden vodafone so ins Messer laufen zu lassen. Oder es war mal wieder Marketing 0.2: Awareness ist besser als neue Kunden, weil es den Brand aufwertet. Und darum geht es ja beim Verkauf einer Firma, oder?

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  • Christian Kuhna

    Ganz hervorragende Analyse der Vodaphone PK, aber ich finde auch trotz allem den Mut und die Experimentierfreude von Vodaphone sehr gut und möchte V ermutigen, auf jeden Fall hier weiter zu machen. Aus den (nicht allzu gravierenden) Fehlern kann man lernen und diese dann schnell korrigieren. Trotzdem bleibt V ein Vorreiter auf dem Gebiet und Vorbild für andere Unternehmen was Social Media betrifft. Weitermachen!

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    • http://cluetrainpr.de Thilo Specht

      Christian, prinzipiell ist es sehr zu begrüßen, dass Vodafone sich auf Social Media einlässt. In der Handhabung der Instrumente sind Carmen und Co. auch sehr gut.
      Ich sehe das Problem eher darin, dass der Nutzen nicht kulturell verankert ist. Sprich, die Kommunikationsabteilung hat eine Idee, wie die Generation Upload erreicht werden soll und setzt das als Kampagne um.
      Das hat mit der Unternehmenskultur jedoch nichts zu tun. Da bleibt alles beim Alten und der Kunde eine Nummer. Inhaltlich wird viel heiße Luft in den Wind geblasen.
      Als O2 ankündigte, die Sprachroboter ihrer Hotlines durch echte Call-Center-Agents zu ersetzen, war ich wesentlich stärker beeindruckt. Hier wurde glaubhaft vermittelt, dass die Kundenzufriedenheit im Zentrum der Überlegungen stand.
      Ich bin überzeugt: Die Entdeckung des Menschen wird zukünftig über Erfolg und Misserfolg von Unternehmen entscheiden.

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  • Pingback: Vodafone lernt sprechen | Cluetrain PR

  • http://www.bendler-blog.de Sascha Stoltenow

    Der Schein trügt ;-)

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  • http://www.bendler-blog.de Sascha Stoltenow

    Hallo Mirko,

    ich nehme Vodafone sehr ernst. Schon seit 1995. Seitdem machen sie, dass ich telefonieren kann. Ob sie sich kulturell ändern wollen, ist mir egal, es sei denn, sie machen, dass auch ich bald ein iPhone haben kann. Das fände ich super.

    Und was ist eigentlich meine These?
    Dass Vodafone Klamauk macht, damit noch mehr Menschen mit ihrer Hilfe telefonieren? Das finde ich super.

    Dass Journalisten nicht in der Lage sind, kluge Fragen zu formulieren? Das finde ich mistig.

    Dass hier und an anderer Stelle nur wenige selbsternannte und tatsächliche Kommunikationsprofis Klamauk Klamauk nennen (also Vodafone an seine Taten messen)? Das finde ich nachdenkenswert.

    Warum das respektlos ist, verstehe ich nicht. Warum man sich durch Worte wie “Lächerlichkeit” und “Geschwätz” angegriffen fühlen kann, verstehe ich, bin aber auch sehr offen und hoffnungsvoll, dass man auch mir sagt, wenn ich dummes Zeug rede.

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    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo Sascha, würde gerne antworten, wenn wir eine gemeinsame Basis hätten. Dem scheint nicht so. ;-)

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  • http://www.opensourcepr.de Tapio Liller

    Wenn wir alle mal weniger aufgeregt wären, könnten wir doch folgende Dinge konstatieren:

    1. Vodafone hat eine PK für Journalisten abgehalten – Deren Fragen gegen Ende waren weder besonders zahlreich, noch besonders erkenntnisbringend. (Ich hörte, es wurde gar geklatscht.)

    2. Eine PK für Journalisten mit einer unmoderierten Kommentarspalte versehen ins Netz zu stellen, ist nicht “social”.

    3. Vodafone hat einen “Markenrefresh” verkündet, dessen Ziel es ist, möglichst vielen Leuten Mobilfunkverträge zu verkaufen. Ob wir “Netzmenschen” uns da angesprochen fühlen weil man die Zielgruppe jetzt “Generation Upload” nennt, können wir uns überlegen. Mich persönlich sprechen transparente und faire Produkte mehr an.

    4. Ein Markenrefresh macht ein Unternehmen nicht grundlegend “social”, solange es nicht auch die Produkte, Prozesse und Dienstleistungen so auf die Menschen einstellt, dass diese aus Begeisterung kaufen.

    5. Nur weil ein Konzern 40Mio in Online steckt (wohl einiges davon in Social Network-Präsenzen), ist seine Kommunikation noch lange nicht von Social Media bestimmt. 160 Mio gehen nämlich in normale Werbung!

    6. Fehler sind toll, solange man draus lernt.

    Amen. :-)

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  • http://www.amendedestages.com Christian

    @Mirko:
    Ok, dann einigen wir uns statt “alte” und “neue” PR (statt Denken) auf “gute” und “schlechte” PR :-)

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    • http://mirkolange mirkolange

      Absolut d’accord. :D

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  • http://www.bendler-blog.de Sascha Stoltenow

    Ein bisschen befremdlich ist es schon, dass kaum einer darüber spricht, was das Ganze soll: Aufmerksamkeit erregen, um Mobilfunkverträge zu verkaufen. Stattdessen viele große Worte, die vor allem Gründe dafür liefern, dass “wir” nicht von Vodafone angeheuert wurden.

    Die Klagen darüber, dass auf vermeintlich kritische Fragen nicht eingegangen wurde, sind hart an der Grenze zur Lächerlichkeit, denn substantielle Kritik setzt voraus, sich mit ihrem Gegenstand intensiv zu befassen. Ich behaupte mal, dass die Masse der kritischen Fragesteller, das nicht getan hat. Damit ist es Geschwätz. Gut, auch das kann dazu führen, dass Konsumenten sich verweigern, aber darum geht es hier ja nicht.

    Womit wir bei meinem Lieblingsthema wären: Qualität. Dafür sollten die stehen, die sich mit Themen auskennen, Journalisten zum Beispiel. Wenn aber auch die nicht in der Lage sind, kritische Fragen zu stellen, wird es zu dem, was es jetzt ist: Klamauk.

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    • http://twitter.com/larsbas lars

      Ich hab die Facebook-Diskussion verfolgt und da kamen durchaus sachliche Fragen von Leuten, die sich auskennen. Und was ist daran lächerlich, einen Dialog einzufordern von einen Unternehmen, das genau diesen ankündigte?

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    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo Sascha,

      ich finde so eine These respektlos. Ehrlich. Mir gebietet es mein Kodex, Vodafone ernst zu nehmen und ihnen zu glauben, dass sie auch kulturell etwas ändern wollen. Es ist enorm schwierig das umzusetzen, und nicht gleich geht ales. Das ist ein Change-Prozess.

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  • Pingback: Sascha Lobo hält die Twelt in Atem! | feynschliff Blog

  • http://mynameise.com/ChristophBauer Christoph Bauer

    Es wurden schon die wichtigsten Dinge gesagt, eventuell noch ein Statement was es auf dem Punkt bringt:
    Wenn ein großer Player wie Vodafone sich so öffnet, sollte das als ein großes Zeichen gesehen werden. Kann sich jemand vorstellen wie schwer es intern gewesen sein muss, dieses Format + Testimonials durchzusetzen? Da hat jemand ganze Überzeugungsarbeit geleistet, dafür sollten wir auf Agenturseite auf jeden Fall dankbar sein.
    Auch wenn man die typischen Züge der alten Corporate-Festung noch spüren konnte, es wehte ein frischer Wind im Hause Vodafone. Und darauf kommts an. Nicht auf ein paar Leute die das Verhalten eines Social Media affinen Startups mit dem eines Global Players vergleichen und dem entsprechend Ohrfeigen austeilen.
    Danke Vodafone, für den Schritt nach vorn.

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    • http://mirkolange mirkolange

      @Christoph: Ja, ja, ja und noch mal JA! Das ist ein Schritt nach vorn. Und jeder der ernsthaft daran interessiert ist, dass wir eine andere Kultur bekommen in der Unternehmenskommunikation, der sollte das Engagement von Vodafone anerkennen!

      Ich frage mich schon den ganzen Tag, was heute bei Vodafone los ist. Werden die Initiatoren zur Sau gemacht? Oder sitzt man zusammen und macht ein konstruktives Mission Debriefing.

      Bin ja mal gespannt, wann (und ob) Vodafone in dem Blog Stellung nimmt. Zeit wär’s eigentlich. Sei es auch nur ein “Wir sind dran”.

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  • http://haltungsturnen.de Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach

    Ich bin bei der ganzen Sache weiterhin hin und her gerissen. Ich sehe ja schon, wo es hingehen soll, bin aber ein bisschen ärgerlich, dass eine so gute Vorlage geliefert wurde für die, die immer schon gewusst haben, dass man mit Social Media nichts machen kann.

    Die spannende Frage auch für mich ist, ob das Zuhören ernst gemeint ist oder ob social media nur wieder ein “Kanal” ist, also eben alte Denke widerspiegelt. Das ist jetzt noch nicht abzusehen. Die ein bisschen ulkige Art, wie angebliche Fragen “der Web Community, die sich eingeloggt hat” in die PK getragen wurden, lässt mich nicht beliebig optimistisch sein.

    Denn die Grundidee, eine Generation zu definieren, sie einzubeziehen und zu erklären, warum sie meine Produkte braucht, ist ja gut. Wenn es denn die Produkte sind (wären?), die sie braucht und will.

    Dass es unflätige Kritik geben wird, dürfte ja niemanden überraschen – mich überrascht eher, dass ich nicht sehen kann, dass jemand darauf vorbreitet war und wie damit umgegangen wird (wobei auch Aussitzen eine Option ist, ganz klar, meistens nicht mal die schlechteste).

    Die erste Welle der Berichterstattung zeigt jedenfalls, dass Vodafone und seine Berater recht richtig lagen ;)

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    • http://twitter.com/larsbas lars

      Natürlich ist Aussitzen von überzogener oder schlicht dummer Kritik die richtige Wahl, man muss nicht auf alles reagieren, was im Internet so verbreitet wird.

      Aber noch mal: Auf die berechtigte Kritik und, noch viel wichtiger, auf die sachlichen Fragen hätte man früher reagieren müssen genauso wie man die Facebook-Konversation hätte moderieren müssen. Einfach nur eine Plattform für Kommentare hinstellen ist Blödsinn. Vor allem, wenn man drüber schreibt, “Wir freuen uns auf Fragen. Sie werden beantwortet” oder so ähnlich.

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      • http://haltungsturnen.de Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach

        Ja, das ist es ja auch, was ich meine :)
        Wobei meine Anfrage auch strategisch noch mal an die Auswahl der “Testimonials” ginge und daran, wie wirklich mit der postulierten “Generation Upload” geredet (und zugehört) werden kann.

        Platt gesagt: Bisher ist das, was ich sehe, ein Schaufenster, aber noch keine Beizehung. Ich erkenne, dass eine Beziehung gewollt ist. Aber um eine Beziehung zu beginnen, muss ich erstmal etwas geben (so ist das im richtigen Leben zumindest) und achtsam sein. Und, wie du richtig sagst – genau diese Achtsamkeit gab es beim Facebook-Feedback nicht. Oder sie ging im Lärm unter.

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  • Stefan

    Wie auch immer: Die Worte aus dem Hause V. haben wir nun gehört, auf die Taten darf man gespannt sein.

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  • http://www.demos-monitor.de somed

    Vodafones PK war eine Werbeveranstaltung alter Schule & die ganze social media tapete nur draufgepappt. Unternehmen wollen Ihre Produkte verkaufen und in der Öffentlichkeit gut dastehen. Das ist ok. Konsumenten möchten möglichst gute Produkte zu guten Preisen und zutreffende oder besser „wahre“ Informationen. Das ist doch eine gute Ausgangsbasis für Gespräche und Verhandlungen. Genau das hat aber nicht stattgefunden und damit hat vodafone die Chance verpasst, die eigentliche stärke der social media zu nutzen. Warum sollten wir uns darüber freuen, dass ein Unternehmen einen Dialog simuliert? Persönlich würde ich dieser Camouflage gut gemachte und unterhaltende Werbung vorziehen.

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    • jens

      Genau so sehe ich das auch. Als online Maketing Insider einer großen Foods companie kann ich auch nur den “alten” Ansatz sehen. Niemand will wirklich neue Wege gehen.

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      • http://www.demos-monitor.de somed

        Es gibt sie ja, die guten Beispiele. Man denke nur an Dell’s Hell (http://tinyurl.com/qlghww). Anscheinend muss dem aber erst ein große Krise vorausgehen, damit das Potenzial eines wirklichen Dialoges mit den Kunden gesehen und verstanden wird.

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  • http://mirkolange mirkolange

    Hallo Christian, wir sagen 100%ig das Gleiche. Nur ist es nicht “ganz einfach” die Verfehlung der Zielgruppe. Das ist der Kern. Natürlich geht es in der PR schon immer (theoretisch) um den Aufbau von Beziehungen. Und natürlich gelingt das nur wenn man an das Gegenüber denkt.

    Aber die Zielgruppe zu verfehlen ist ja wohl der krasseste Ausdruck für “nicht an sein Gegenüber denken”. “Altes Denken” bedeutet, auf sich zu schauen, die Welt aus seiner Perspektive zu sehen. Und das ist noch gaaaaaanz weit verbreitet. “Neues Denken” bedeutet, die Welt aus der Persepektive des Gegenüber zu sehen. Und das ist soziale Kompetenz.

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  • http://www.achtung.de Bastian Scherbeck

    @christian schön formuliert und mir weitere Arbeit erspart ;-). Ich stimme Dir voll und ganz zu! Dankeschön!

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  • http://www.achtung.de Bastian Scherbeck

    Hallo Mirko,

    zuerst einmal: Vielen Dank für Deinen Artikel, der einiges auf den Punkt bringt. Folgendes möchte ich noch anmerken:

    “Und auch Scholz & Friends hat sich nicht als guter Berater hervorgetan.”

    Wir wissen alle nicht, wie tief Scholz & Friends als Berater involviert war. Inwiefern und ob Sascha Lobo seinen Teil dazu beigetragen hat. Oder sonstwer.

    Und: Wir wissen alle nicht wie weit Vodafone wirklich bereit war und ist, sich tatsächlich auf die Social Media einzulassen: Das Hype-Thema Social Media lässt im Moment das ein oder andere Unternehmen halbherzig auf einen Zug aufspringen, der für Sie noch viel zu schnell ist. Alter Wein in neuen Schläuchen: “Ja wir machen Social Media” heisst es dann und alles auf was sich das Unternehmen einlässt sind dann höchstens “Social Technologies”. Doch bei Social Media geht es eben nicht um Technologie, sondern um Menschen und Ihren Dialog. Und das lernt das ein oder andere Unternehmen eben erst, wenn Sie die Technologie gemeistert haben und trotzdem mit Ihr gescheitert sind. Weil die Bereitschaft zum Dialog dahinter fehlt.
    Will sagen: Ich merke im Moment eine immer stärker werdende Tendenz, dass Unternehmen Social Media hauptsächlich als Social Technology verstehen wollen – und dann einfach loslegen und scheitern. Da kann man als Berater sagen was man will. Wenn der Kunde will, dann macht er ;-) Das Gute ist: Vodafone wird jetzt entweder schnell lernen oder schnell scheitern. Denn: Der Zug lässt sich nicht aufhalten ;-)

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    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo Bastian,

      Ja, wir wissen “alle nicht, wie tief Scholz & Friends als Berater involviert war. Inwiefern und ob Sascha Lobo seinen Teil dazu beigetragen hat. Oder sonstwer.”

      Eben. Deswegen hat sich auch niemand als Berater *hervorgetan*. Die (potenziellen) Berater haben sich entweder vornehm zurückgehalten oder sie haben das Poblem vorher nicht gesehen. Aber sie waren auf jeden Fall beteiligt! Sie waren sogar *persönlich* dabei. Live und in Farbe.

      Ich werfe das niemandem vor. Ich lerne vielmehr daraus, dass ich mich als Berater (noch mehr als sonst) in solche Dinge einmischen werde. Wer sonst als Sascha Lobo oder Scholz & Friends hätte Gelegenheit gehabt, zu prüfen, ob Vodafone es mit dem Dialog ernst meint? Wenn nein, hätten sie sich nicht vor den Karren spannen lassen müssen. Wenn ja, hätten Sie Einfluss nehmen können.

      Und was das Thema “Social Media Technology” angeht. Klar, es gibt sone und solche. Für mich persönlich ist die Arbeit mit Unternehmen, die sich für Dialog öffnen, ein Geschenk. Das ist die Art von PR, die ich schon immer im Kopf hatte. Und es liegt an uns, unsere Kunden dafür zu sensibilisieren und sie zu führen.

      Ich persönlich sehe mich als mehr als jemand, der macht, was der Kunde eben will. Aber – und das meine ich in keiner Weise persönlich – ich bin auch in eienr anderen Position. Ich bin der Chef von talkabout, habe es also selbst zu verantworten, wenn wir dadurch einen Kunden verlieren oder nicht gewinnen. Betriebswirtschaftlich ist das nicht klug. Aber da bin ich wohl zu sehr Idealist :-)

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  • http://www.amendedestages.com Christian

    Ich stimme Dir bei vielem – insbesondere beim Lob für Vodafone – zu. Die Kritik hingegen sehe ich in einem Punkt kritisch. Ich glaube eben nicht an “neues Denken” (s. einer der Kommentare) und ähnliches. PR ist und bleibt der Aufbau von Beziehungen und da ging es immer schon darum, die Sache aus der Sicht des Gegenübers zu beurteilen.

    Wenn man von einem Fehler sprechen kann, dann von dem, dass zu einer Veranstaltung für ein Fachpublikum (Wirtschafts-/Marketingpresse) offensiv “normale Leute” eingeladen wurden. Denn auf einer Fachveranstaltung redet man in einer Fachsprache – in diesem Falle der des Marketings. Aus dieser stammen die Begriffe “Testimonial” und auch die Jobbezeichnung von Herrn Gründgens. Diese Fachsprachen bieten Kritikern jede Menge Chancen zur Häme, aber sie sind notwenig. Sie sind nicht menschlich, weil sie sachlich sind – die medizinische Fachsprache ist auch sachlich, obwohl es da um viel menschlicheres geht.

    Deshalb lässt sich die Kritik auch mit “altem Denken” begründen. Es geht hier nämlich ganz einfach um eine Verfehlung der Zielgruppe. Mit der Web 2.0-Community – die zwar heterogen ist, aber durchaus einige verbindende Elemente aufweist – muss so über Werbung reden, dass sie es versteht. Denn selbst wenn sich viele für Experten halten – es gibt in der Blogosphäre nur sehr sehr wenige Leute, die eine Vorstellung davon haben, was Marketing für einen Konzern wie Vodafone bedeutet.

    Vodafone hätte alles richtig gemacht, wenn man das Thema zielgruppenaffin angegangen wäre. Anscheinend (das haben die Diskussionen bei Facebook gezeigt) interessierten sich viele der Zuschauer für die Kreation. Also hätte man mehr über Kreation sprechen können. Jemand von S&F hätte erklären können, ob man authentische Werbung machen kann und wenn ja wie – der Versuch wurde ja augenscheinlich unternommen. Man hätte auch eine spannende Podiumsdiskussion über die “Generation Upload” führen können. Das alles hätte kein bisschen mehr Öffnung des Unternehmens erfordert. Und auch kein neues Denken.

    Ich finde, Du hast in Deinem Beitrag sehr schön erklärt, wie man Kommunikation mit der Web 2.0-Community (den Geeks) kommuniziert. Ein allgemeingültiger Ansatz für Marketing ist dies aber m.E. nicht.

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  • http://www.community-manager.info Sascha

    “Man muss ihnen zuhören, sie (an)erkennen, sie ernst nehmen.”

    So sehe ich das auch und leider passiert dies in meinem Fall keineswegs:
    http://www.community-manager.info/vodafone-wie-man-kunden-vergrault

    Ich bin ja auch Beführworter, dass Unternehmen sich dem Web 2.0 öffnen wollen, aber es hilft einfach nichts, wenn dies nur in den Köpfen der Marketingabteilung verankert ist, sondern besonders diejenigen, die mit dem Kunden Kontakt haben, also die Mitarbeiter in den Fillialen und im Telefon/Emailsupport, müssen dies verinnerlichen und auch akzeptieren.

    So jedenfalls ist dies mehr Schein als Sein.

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  • http://twitter.com/larsbas lars

    Und ach ja: Einen ganz konkreten Fehler hätte man so was von einfach verhindern können: Einfach so bald wie möglich die vorhandenen Fragen beantworten, die zum Beispiel immer noch unbeantwortet in den Blogkommentaren zu sehen sind und sich gestern in den Facebook-Chat sofort einschalten und damit wirkich das einhalten, was groß und fett auf der Seite oben drüber steht. Niemand verlangt ja, dass Vodafone öffentlich innerhalb von paar Minuten ihr gesamten Vertragsmodell über den Haufen wirft. Aber Beteiligung und Eingehen auf die Fragen hätte schon gereicht.

    Wer einen Blog eröffnet oder eine PK über Facebook zeigt, der verspricht, sich zu beteiligen. Das ist nicht passiert und da reicht es absolut nicht, sich irgendwann für das gesammelte Feedback zu bedanken. Dass sie das nicht gemacht haben/haben, begreife ich nicht.

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  • Stefan

    Ich möchte die Überschrift aufgreifen: Ja wer hat Vodafone denn nun beraten? Offensichtlich eine Werbeagentur. Warum eine Werbeagentur? Weil grad nichts besseres da war? Weil es um Werbung geht. Ein bisschen anders verpackt und auf zeitgemässe Räder gestellt, aber: Werbung. Ich glaube sogar: gute Werbung. Weil die Adressaten dort angesprochen werden, wo sie erreichbar sind. Mit Produkten, die eine Relevanz haben. Mit einem Testimonial, das zieht. Undsoweiter. Alles gut. Aber was das mit “social media” zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel. Heutige Unternehmen sind m.E. aufgrund Ihrers genetisch bedingten Ziels (Wachstum) und der resultierenden Mechanik (Verkaufen) überhaupt nicht in der Lage, Bestandteil von “social media” zu sein. Sie müssten Ihren zentralen Scheinwerfer von Innen (Börsenwert, Kontostand) nach Aussen (Menschen) richten. Vielleicht erleben wir das ja noch. Bei Vodafone ist davon – zumindest an meinem Horizont – noch kein Lichtstreifen erkennbar.

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    • http://mirkolange mirkolange

      Scholz & Friends ist schon lange keine “Werbe”-Agentur, sondern eine Kommunikationsagentur auf allerhöchstem Niveau. Die sind wirklich gut. Und die sind grundsätzlich erste Wahl. Aber eine Frage ist richtig: Welche Qualitäten und Kompetenz braucht es für “Social Media”? Ich meine: Nicht Größe ist wichtig. Oder Awards. Oder Diplome. Sondern vor allem soziale Kompetenz. Und die genaue Kenntnis der Bedürfnisse und Gefühle der Menschen, mit denen man spricht.

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      • http://twitter.com/larsbas lars

        Sehe ich auch so. Allerdings aller Menschen, also sowohl des Unternehmens als auch der jeweiligen relevanten Teilöffentlichkeit. Ob Social Media wirklich zur Strategie passen, fragen sich meiner Meinung nach viel zu wenige.

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  • http://twitter.com/larsbas lars

    Vielleicht bringt es auch einfach nichts, klassische PR / Media Relations mit Social Media Relations (oder wie auch immer man es nennen mag) zu verbinden. Einfach die Journalisten, wie bisher, über die Neuigkeiten informieren (da hätte auch eine Pressemeldung gereicht) und eine anders geartete Veranstaltung für die “Öffentlichkeit” machen; vielleicht so, wie der zweite Teil eigentlich angekündigt wurde, also eine wirkliche Diskussionsrunde mit echter (externer) Moderation und zusätzlicher moderierter Einbeziehung von Fragen übers Internet. Dann gehen die beteiligten Sprecher auch ganz anders an die Sache ran als gestern zu sehen.

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    • http://mirkolange mirkolange

      Rischtiiiisch! ;-)

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  • http://www.broy.de Alexander Broy

    Danke für diese schöne Aufbereitung.
    Wie du es von Vodafone erwartet hättest – nämlich, dass sie aus deinen Augen auf sich sehen – betrachtest du die Sache aus der Sicht Vodafones.
    Auch ich habe Respekt vor ihrem Social Media Trial & Error Schritt. Wen ich aber überhaupt nicht entschuldigen kann, sind die beteiligten Berater, die es sicher alle besser wussten, sich aber nicht durchsetzen konnten.

    Man muss, wenn man ein Unternehmen auf einen neuen Weg führen will, als Berater auch mal hart und streng sein. Man kann nicht in guter deutscher Dienstleister Manier – “Wer zahlt schafft an” – seinen Kunden solche Fehler machen lassen!

    Auch ein Bergführer oder Skipper erwartet von seiner Seilschaft/Crew Respekt und Gehorsam und genau das sollten wir Social-Media Berater sein – keine Dienstleisterschluffis. Auf lange Sicht werden sie es einem Danken.

    Wenn ich mir vorstelle ich hätte all die Sachen im Internet so umgesetzt, wie meine Kunden es von mir wollten …
    Sie sind immer noch meine Kunden weil ich es so umsetze, wie ich es für richtig halte.

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    • http://mirkolange mirkolange

      Ssssss…. ja. Und Nein. Ich kann mir kein Urteil erlauben, woran es gescheitert ist, Vodafone besser vorzubereiten. Gab es keine(n) Berater/in? Hat man ihm (oder ihr) nicht richtig zugehört? Konnte er (oder sie) sich nicht durchsetzen? Man weiß es nicht.

      Wenn ich mir die Präsentation anschaue, kann ich mir einfach nicht vorstellen, das die vorher einmal von einem kritisch angeschaut wurde, der das Thema “Social Media” verinnerlicht hat.

      Aber wie gesagt, letztendlich ist das egal. Es war auf seine Weise gut, wie es war.

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  • http://themenriff.de PickiHH

    Ich finde, Scholz&Friends hat einen super Job gemacht. Ich finde es wahnsinnig schwierig in einer Kampagne und PK zum einen, die paar Social Media Hansel die wir im Vergleich zur Gesamtbevölkerung immer noch sind, gleichermassen zu bedienen wie die weniger Vernetzen (ich mag sie jetzt nicht Offliner nennen). Klar kann man Auftritte proben, aber dann sind sie vll weniger authentisch. Ich fand die PK, jenseits des Buzzword Bingo, sehr sympatisch. Man kann von einem Unternehmen keine 100% Wende verlangen und eine Agentur wäre dämlich diese zu raten. Insofern: alles prima. Der Weg ist richtig.

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  • http://klauseck.typepad.com/prblogger/ Klaus Eck

    Ansonsten gefällt mir Dein Artikel sehr gut: am besten sind die Bezeichnungen “Social Media Reife” und “Public Konferenz”, die ergänzen doch wunderbar den Kommunikationswortschatz. Danke dafür!

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  • http://www.liechtenecker.at/ Susanne

    ich gebe dir zwar grundsätzlich recht, finde aber, das momentan soviele immer gleich daher kommen und sagen was falsch gemacht wurde. momentan ist der ganze corporate social media bereich so wenig beschritten, dass noch kaum jemand von völlig richtig oder völlig falsch sprechen kann. es gibt meiner meinung nach auch keine experten auf dem gebiet, sondern nur berater, die vielleicht etwas mehr erfahrung haben. ich finde jeden schritt, den unternehmen in richtung social media machen erfreulich, auch wenn manche davon nicht gut sind, aber ich bin überzeugt, dass die auswirkungen sich in grenzen halten. hauptsache es finden neue kanäle in den kommunikationsmix.

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    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo Susanne. Eigentlich war der Artikel genau in Deinem Sinne gemeint! Ich sage auch KOMPLETT uneingeschränkt, dass ich die Aktion von Vodafone gut finde. Mit all den vermeintlichen Fehlern. Fehler sind gut. Und wir alle können und müssen aus ihnen lernen.

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  • http://klauseck.typepad.com/prblogger/ Klaus Eck

    Nun im Vergleich zu den meisten Konzernen macht Vodafone doch schon eine ganze Menge. Mir kommt die ganze Debatte eher vor wie ein (digitaler) Sturm im Wasserglas vor.

    Immerhin hat Vodafone ein Corporate Blog, einen Twitter Account und eine halbwegs Social PK (gehabt). Das ist weit mehr, als die meisten deutschen Unternehmen hierzulande vorzuweisen haben. Zumindest optisch überzeugt all das mich. Allerdings ist es wirklich noch zu früh, darüber abschließend ein Urteil zu sprechen. Dafür ist alles noch eindeutig in der Entwicklung.

    Mir gefällt die Experimentierfreude, die bei alledem an den Tag gelegt wird. Fehler sind hierbei völlig normal und noch kein Grund, auf die Unternehmen einzuprügeln, die auf mehr Transparenz setzen.

    Alle Berater haben natürlich ganz eigene Vorstellungen, wie man etwas besser machen könnte; so geht es mir auch. Aber dennoch habe ich Respekt vor diesen ersten Schritten. Es gibt hierzulande nicht viele Corporate Blogs oder Corporate Twitterer, die wirklich (viel) besser sind oder?

    Mich begeistert, dass V. sich überhaupt traut. Angesichts des (negativen?)”Feedbacks” dürften einige (andere) Unternehmen sich wieder einmal in ihrer Einstellung bestätigt sehen und lieber die Finger von Social Media lassen. Wer sich nicht bewegt, macht ja auch nichts falsch. Und verliert!

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    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo Klaus, ich habe ja schon an vielen anderen Stellen gesagt, dass ich das im Social Web so weit verbreitete Bashing kontraproduktiv uns schade finde. Ich rate nur jedem Unternehmen, sich dadurch nicht abschrecken zu lassen – oder (auch wenn das eigennützig klingt) jemanden an die Seite zu holen, der wenigstens dabei helfen kann, es nicht auf die ganz harte Tour zu lernen.

      Kein Unternehmen muss sich seinen Kunden, Partnern, Mitarbeitern oder sonstwem öffnen. Aber die, die es tun, werden die Früchte ihres Risikos und des Aufwandes ernten. Du kriegst was du gibst. Und je mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung du den Menschen gibst, die für dich wichtig sind, desto mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung wirst du von den Menschen bekommen.

      Und ja, es wird dann auch immer Kritiker, Nörgler und “Trolle” geben. Der Trick ist, dafür zu sorgen, dass mehr Leute anerkennen als nörgeln. Dann hat man nicht nur ein klares Profil, dann liegt man in der Gunst auch vorne :-)

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  • http://www.ringfahndung.de ring2

    Ohne es genau zu wissen, würde ich vermuten, dass man aus Rücksicht auf die Gefühle der gebeutelten Journalisten das Ganze “Presse-Konferenz” genannt hat. Womöglich berichten die gar nicht von einer “public coferenz”?

    Vielleicht hat man aber auch gedacht, die Netzöffentlichkeit fühle sich geehrt nun in den Rang akkreditierter Journalisten “aufzusteigen”.

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  • http://www.wortfront.com wortfront

    Ein schöner Artikel – letztlich ist er hoffnungsvoll. Ich indes kann mir viel eher vorstellen, dass die Entwicklung aufgrund der Erfahrungen von Vodafone darauf hinausläuft, dass die grossen Firmen eine vorgeschobene ABTEILUNG schaffen, deren Aufgabe es sein wird, “lebendiger, echter und wahrhaftiger” nach Aussen RÜBERZUKOMMEN. Es wird der Auftritt sicherlich professionalisiert – aber nur der. Die Unternehmen selbst werden genau so bleiben, wie sie sind. Menschen lassen sich leicht blenden, das ist bekannt. Im Moment sind Social Media ein Mittel, das den Unternehmen in der Handhabung noch unbekannt ist. Aber sie werden es sehr schnell lernen, dieses Mittel nutzbringen zu verwenden – an interne Läuterung ist dabei nicht gedacht.

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    • http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/vodafone-group-plc.asp Sascha

      Ich würde wortfront da absoult zustimmen. Ich glaube auch, dass die Unternehmen durchaus lernen werden, besser mit den neuen Möglichkeiten umzugehen, aber das muss sie wirklich nicht dazu zwingen, auf einmal auch intern andere Strukturen einzuführen. Man darf sehr gespannt sein, wie sich das ganze noch entwickeln wird und inwiefern Vodafone sich nochmal an das Thema rantraut.

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  • http://mirkolange mirkolange

    Hallo Susanne, ich glaube, es nicht “professionell”, Kritik in anerkennende Worte zu packen. Ich setze mich dafür ein, dass das Teil eine “Social Media Kodexes” wird. “Respekt” ist DER Schlüsselbegriff von Social Media. Und dazu gehört immer auch Anerkennung.

    Ich denke übrigens nicht, dass ein “Director Brand & Marketing Communications” die Grundregeln des Dialogs beherrschen muss. Im Gegenteil. Wie sollte er? Er ist für Konzepte, Bilder, Videos und Slogans verantwortlich. Und das macht Herr Gründgens ausgesprochen gut. Man muss nicht alles können. Aber Kompetenz heißt auch zu wissen, was man nicht kann :-)

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  • http://www.suewest.de Susanne Westphal

    Danke, lieber Mirko Lange für diesen treffenden Kommentar.
    Es ist einfach professionell, die Kritik in anerkennende Worte zu packen. Wenn Vodafone nun klug ist, engagieren sie Talkabout für eine längere, beratende Kooperation.
    Doch das dürfte sehr viel Arbeit bedeuten. Wenn noch nicht mal ein “Director Brand & Marketing Communications” die Grundregeln eines Dialogs beherrscht, ist hier echte Entwicklungsarbeit nötig.
    Ein großes Projekt, aber zu schaffen.

    Viel Erfolg dabei!
    Susanne Westphal

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  • http://twitter.com/larsbas lars

    Ich bin mir mit dem Mitleid bzw. Mitgefühl nicht so sicher. Natürlich ist es grundsätzlich richtig, im wahren Sinne des Wortes mitfühlend zu sein.

    Harte Kritik, wenn berechtigt, ist hier jedoch absolut angebracht, denke ich. Auch wenn abgedroschene Sprüche langweilig sind, sind sie dennoch richtig: Ich denke, die Herren von Vodafone können gut austeilen, wenn es darauf ankommt; und dann müssen sie auch einstecken. Zum Beispiel dafür, dass sie genau die gleichen leeren Worthülsen von der PK nochmal in schriftlicher Form wiederholen: http://ow.ly/gPXp.

    Die undistanzierte Begeisterung gegenüber dem Vodafone-Blog ist meiner Meinung nach (noch) nicht angebracht. Grundsätzlich wohlwollende Zustimmung vielleicht, aber nicht mehr…

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    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo Lars, fully acknowledged! Aber man kann doch auch “mitgefühlvoll” hart kritisieren :-) Kritik ohne Mitgefühl ist hart und führt leicht wieder zu Härte. Das ist nicht konstruktiv.

      So wie ich die Strukturen in Konzernen kenne, sind die Blogverantwortlichen nicht frei. Ich bin sicher, dass bei Vodafone viele Leute sitzen, die das nicht so machen würden. Aber es ist noch nicht die Zeit und die Kultur bei Vodafone, um das anders zu machen. Man kann die Leute nur langsam mitnehmen. Vodafone hat einen hoffentlich nachhaltigen Prozess in Gang gestetzt.

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  • http://mirkolange mirkolange

    Hallo Manfred,

    Ich gebe Dir einerseits voll recht, würde Dir aber formal doch etwas widersprechen. Zum Einen war der Satz nicht als Backpfeife gemeint. Im Gegenteil. Ich meines es absolut ernst, wenn ich sage, dass Vodafone für die PK einen Preis bekommen sollte. Nicht weil sie die ersten oder die besten waren, sondern weil sie sich getraut haben. Ich hätte mir allerings auch mehr Mut von dem Social-Media-Berater gewünscht – wer auch immer das war – auf Vodafone stärker darauf hinzuweisen, bestimmte Dinge zu tun, bzw. zu lassen.

    Und: Ich meine, Mitleid ist IMMER richtig am Platz. Oder besser: Mitgefühl. Es geht um Menschen. Punkt. Wenn “wir” von den Unternehmen mehr Menschlichkeit fordern, dann sollte “wir” die auch so behandeln.

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  • https://www.xing.com/profile/Markus_Moeller3 Markus Möller

    Stellt sich die Frage, ob die Werbung dem Ansehen von Sascha Lobo in der Blogosphäre schadet? Dazu gibt es übrigens eine Umfrage unter http://twtpoll.com/r/e6s8yn

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    • http://www.twitter.com/denQuer Stefan Oßwald

      “Stellt sich die Frage, ob die Werbung dem Ansehen von Sascha Lobo in der Blogosphäre schadet?”

      Stellt sich eher die Frage, warum es ihm schaden sollte?

      Das Ergebnis der Umfrage zeigt, wie “rückständig” die deutsche Blogosphäre (und Twittersphäre)im Gegensatz zu anderen Ländern ist.
      Hier wird zu oft in David und Goliath gedacht. Die Blogger (David) müssen unbedingt gegen die großen Unternehmen (Goliath) “kämpfen” und contra geben. Als Auslöser reichen winzigste Fehltritte oder eine missverständliche Äußerung aus der Chefetage.
      Jetzt trifft sich aber auf einmal einer dieser Davids mit Goliath in der Mitte des Schlachtfeldes und sie geben sich die Hand. Natürlich hat Goliath in seiner Handinnenfläche etwas Kleingeld, welches er dem David beim Handschlag zusteckt.
      Die ersten schreien auf und sprechen erneut vom “Ausverkauf der Blogosphäre”. Warum? Weil einzelne Blogger mittlerweile zu B(logger)-Promis geworden sind und damit auch Geld verdienen? Ich finde das nicht schlimm – im Gegenteil: Ist es nicht toll das einige es so weit geschafft haben? Solange die jeweiligen Davids das mit sich selbst verantworten können, sehe ich da kein Problem.
      Sascha wird mit diesem Werbedeal nicht gegen seine Prinzipien verstoßen haben und er wird sich auch über die Vor- und Nachteile Gedanken gemacht haben.

      Warum sein Handeln jedoch so gehässig kommentiert wird und nur 17% der Meinung sind, dass er somit seiner Reputation innerhalb der Bloggosphäre NICHT schadet, finde ich beschämend. Nicht für ihn, sondern die deutsche Blogosphäre!

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      • http://www.netzhaeuter.de/ Netzhaeuter

        Ich hab ja gar kein Problem damit, dass jemand bekannt wird oder gar damit Geld verdient.

        Es ist aber ein riesen Unterschied, ob er authentisch ist, mit dem Geld verdient, was er gut kann und gerne macht, oder ob er seine Gluabwürdigkeit verkauft. Niemand schreit, weil Lobo Bücher geschrieben hat und damit Geld verdient. Niemand schreit, wenn er einen guten Job findet, indem er macht was er kann.

        Was er aber getan hat, ist seine Glaubwürdigkeit zu verkaufen. Er hält nur sein Gesicht in die Kamera. Für ein Produkt, dass er privat nicht nutzt. Ohne eigene Leistung, ohne dahinter zu stehen.

        Er hat seine Glaubwürdigkeit verkauft, jetzt darf er nicht weinen, weil ihm seine Glaubwürdigkeit fehlt. Das war das Geschäft.

        Und eigentlich ist es nicht mal diese Diskussion wert, denn genau so läuft es, egal wer hier “zu ihm hält”. Genau so wird es wahrgenommen werden. Glaubwürdikeit verkauft -> Glaubwürdigkeit weg. Dafür Geld auf seinem Konto. Da gibt es nicht viel zu diskutieren ob das richtig oder gut ist. Aber es ist genau so wie es ist.

        “Let me say this, just once so we can set it in stone. Anyone who advertises a product on TV should be struck off the artistic register for ever. I don’t care if you are shitting Mona Lisa’s in your sleep, you have made your fucking choice. You are sucking satan’s cock. You can’t be trusted anymore.”

        -Bill Hicks

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  • http://twitter.com/larsbas lars

    Ich denke auch, dass Vodafone vieles richtig macht, indem sie eben einfach machen und den – im Vorhinein feststehenden – Sturm der Entrüstung über sich ergehen lassen. Es zeigt meiner Meinung nach vor allem, dass Unternehmen, bei aller strategischer Vorbereitung, in Sachen Social Media immer erst einmal machen müssen und auch Fehler machen müssen. Wenn S&F ihre Sache im Vorfeld richtig gemacht haben, dann dürften der Kunde Vodafone auch nicht allzu überrascht sein von der Masse an negativer Kritik, die es jetzt gibt. Die wirkliche Arbeit kommt erst jetzt.

    Wenn das Unternehmen es richtig anstellt, wird allein die Tatsache, dass sie sich öffnen wollen (wirklich geöffnet haben sie sich noch nicht), positive Auswirkungen haben. Die Kommunikation während der PK (und auch vorher und nachher) ist noch sehr im alten Denken verhaftet, übrigens sowohl bei Vodafone als auch bei S&F. Da ist sehr viel Senden und wenig Dialog. Zunächst einmal müssen die Beteiligten die vielen offenen Fragen, die überall sichtbar sind, beantworten. Und dann natürlich auf die, teilweise durchaus berechtigte, Kritik eingehen und sich ändern, sowohl in Sachen Kommunikation/Dialog als auch in anderen Bereichen (Vertragssituation etc.). Wir werden sehen, ob sie es machen.

    Dass viele Pressekonferenzen keine wirklichen PRESSEkonferenzen mehr sind, liegt nicht wirklich an Social Media, da hat Phoenix einen größeren Anteil. Das hat die Kommunikation von Politikern und Unternehmen allerdings noch nicht wirklich verändert, was daran liegt, dass der Rückkanal fehlte. Den gibt es natürlich jetzt, für alle und immer sichtbar, im Internet; und da liegt vielleicht doch ein größeres Änderungspotential…

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    • http://mirkolange mirkolange

      Hallo Lars. Hm. Du beweist, das ich den Blogbeitrag auch viel kürzer hätte schreiben können :-)

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  • http://myblog.de/so-zi-al/ Manfred

    In EINEM Satz (“Vodafone ist noch nicht wirklich reif für Social Media. Aber das hätte man nicht so deutlich zeigen müssen.”) ZWEI Backpfeifen unterzubringen, ist eine respektable Leistung!

    “Social Media ist auch die Chance für Unternehmen, lebendiger echter und wahrhaftiger zu werden” kann man ergänzen um “vom hohen Ross runterzukommen”.

    Der Prozess wird aber auch die Spreu vom Weizen trennen: menschliche Mitarbeiter einerseits & unrettbar hinter PR-Horizonte abgedriftete Mitarbeiter andererseits. Die bleiben auf der Strecke – und Mitleid ist da völlig fehl am Platz!

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  • http://offene-trainings.typepad.com/neues_aus_der_agentur/ Helge

    Klasse! Perfekt auf den Punkt gebracht! Danke für diesen Artikel!

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