Opel investiert Millionen in Print um sich lebendig zu zeigen – und ist tot im Social Web?

Posted by on September 13, 2009 at 10:11 am.

Opel geht in die Image-Offensive. Das angeschlagene Unternehmen investiert aktuell offensichtlich Millionenbeträge, um der Welt mitzuteilen, dass Opel noch lebt. “Wir leben” steht auf der ersten ganzseitigen Anzeige und “Wir leben Autos” eine Seite weiter. Deutlich kleiner ist auf der zweiten Seite ergänzt: “Leidenschaft ist stärker als jede Krise”. Opel lebt also (Autos). Und Opel ist leidenschaftlich. Das lernen wir aus der Anzeige. Aber ist das glaubwürdig?

opel

Diese Anzeige fand ich am Sonntag in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (FAS). Update: Heute auch in der Süddeutschen Zeitung. Ich fand es so bemerkenswert, dass ein so angeschlagener Konzern das Geld für eine doppelseitige Anzeige in der FAS hat, dass ich das auf Twitter gepostet habe. Ein paar Minuten später hatte ich eine ganze Menge Antworten von anderen Twitterati, welche die Anzeige auch in anderen Medien, darunter auch die Bild und die Bild am Sonntag gesehen haben. Eine ganze Seite in diesen Leitmedien kostet leicht 50.000 EUR und mehr.  In der aktuellen Medienkrise bekommt man sicherlich gute Rabatte, aber insgesamt dürfte die Kampagne sicherlich locker in einen siebenstelligen Bereich kommen.

Und angesichts der Botschaft (“wir leben”, “wir sind leidenschaftlich”) fragte ich mich, wieviel Opel wohl in Social Media investiert. Immerhin ist das “Realtime-Web” ja durchaus etwas sehr lebendiges, und aufgrund der Authentizität sind Social Media sicherlich geeignet, “Leidenschaft” zu transportieren. Und gibt es im Social Web vielleicht Menschen, welche die von Opel bezweckte Meinungsbildung “Opel lebt und ist lebendig” bestätigen?

Das Ergebnis einer kurzen Recherche hat mich dann doch überrascht. Opel investiert in Social Media: Offensichtlich nichts. Ein schöner Fall, um den Umgang und den möglichen Nutzen von Social Media zu illustrieren.

Update: Dieser Beitrag geht weniger um Opel. Ich will hier Opel gar nicht kritisieren. Ich mache mir nur Gedanken, was man lernen kann. Dieser Beitrag “benutzt” also nur das Beispiel Opel, um ein grundsätzliches Problem zu erörtern, welchen Stellenwert wohl Medienarbeit, Anzeigen und Social Media in der Unternehmenskommunikation haben. Das Beispiel Opel ist auch deswegen ein gutes Beispiel, weil hier ein sonst relevantes Argument (“Kein Budget für Social Media”) sicher keine Rolle spielt. Dazu ist das Budget für die Anzeigenkampagne einfach zu groß.

Update: Das ganze Ausmaß der Kampagne ist schön auf Horizont beschrieben.

Eine Bestandsaufnahme

Am Anfang steht natürlich die Frage: Warum sollte denn Opel in Social Media investieren? Bringt das denn irgendetwas? Okay. Richtig. Gute Frage. Ich stelle dagegen: Warum investiert Opel einen Millionenbeitrag in Print-Werbung? Aber dazu gleich später. Zunächst mal die Bestandsaufnahme von Opel in Social Media:

Punkt 1: “Opel” ist ein Riesen-Thema auf Twitter

Nahezu minütlich – selbst am Sonntagfrüh – erscheint auf Twitter ein neuer Tweet, in dem Opel erwähnt wird. Man findet Beiträge in fast allen Sprachen, viele sind “nur” Hinweise auf News, aber der Tenor ist – zumindest in den Sprachen, die ich verstehe – überwiegend negativ. Das hat nicht immer etwas mit Opel direkt zu tun, auch mit Magna und GM, aber der Kontext ist negativ. Das fördert nicht das Image. 

opel2

Und auch die Google Blogsuche liefert unzählige Fundstellen in Blogs, die nicht das Produkt “Opel”, sondern das Unternehnmen betreffen.

Opelblogsuche

Punkt 2: Opel ist auf Twitter quasi nicht vertreten

Es gibt offensichtlich zwei offizielle Twitter-Accounts. Einen deutschen unter http://twitter.com/OpelnewsDE und einen englischen unter http://twitter.com/GMnewsDE. Beide Accounts sind nicht professionell eingerichtet, die Opel-News haben 62 Follower, die GM-News 29. Beide Accounts folgen keinem Anderen. Ganz offensichtlich handelt es sich um einen Newsfeed der Opel-Pressestelle.

opelnewsde

Opelnewsde2

Opelpresse

Punkt 3: Opel hat es versäumt, ein Netzwerk (an Fürsprechern) aufzubauen

Die Zahl der Follower eines Twitter-Accounts sagt nicht zwingend etwas über den Erfolg von Twitter-Maßnahmen. Niemand kann z.B. sagen, was die 8.000 Follower von Lufthansa wert sind. Bei Opel liegt der Fall allerdings etwas anders: Man kann ohne große Zweifel sagen, dass die 62 Follower von OpelNewsDE heute NICHT viel wert sind. Opel hat es versäumt, mit den Menschen, die sich online unterhalten (und die potenziell am Unternehmen Opel interessiert sind) in Dialog zu kommen. Genau die wären es, die jetzt in der öffentlichen Debatte (zumindest potenziell) etwas positives beitragen könnten. Die z.B. aus eigener Beobachtung sagen könnten: Opel lebt und ist leidenschaftlich, weil sie es selbst so erlebt haben.

Punkt 4: Opel ist generell in Social Media nicht auffindbar

Der folgende Punktist ein wenig heikel, weil ich möglicherweise nicht ausreichend recherchiert habe: Die Opel Unternehmenskommunikation scheint in den sozialen Medien überhaupt nicht präsent zu sein. Ich habe kein Blog gefunden, keine Beiträge in Foren, keine Aussagen in Twitter. Nichts.

Fazit

Man kann wohl festhalten, dass Opel (bzw. die Opel Unternehmenskommunikation) nicht – oder so gut wie nicht – in Social Media investiert. Auch wenn es das ein oder andere geben mag, wenn man es nicht findet, ist es wie nicht existent.

Chancen von Social Media für Opel

Da komme ich zurück zur Ausgangsfrage: Warum sollte denn Opel in Social Media investieren. Und ich komme auch zurück zur Gegenfrage: Warum hat Opel einen Millionenbetrag in Print investiert?

Das Ding mit der Reichweite

Mit der Print-Kampagne hat Opel ganz ohne Frage zigmillionen Menschen erreicht. Ich bin mir sicher, dass Opel eine gute Media-Agentur hat, die den optimalen TKP (Tausender-Kontakt-Preis) errechnet hat. Ganz ohne Frage ist die Anzeige auch sehr aufmerksamkeitsstark: Zwei ganze Seiten in knalligem Gelb kann man wohl kaum übersehen.

Aber was bringt das? Welche Botschaft vermittelt die Anzeige. Sie vermittelt wohl genau das, was sie sagt: Opel lebt noch. Klar, wenn Opel so präsent ist, müssen die ja leben. Und erst recht müssen sie auch noch vital sein, wenn die Millionen dafür ausgeben zu sagen, dass sie leben. Dass so eine Anzeige sehr viel Geld kostet, weiß auch jeder.

Update: Christian Bölling hat in seinem Kommentar unten richtigerweise darauf hingewiesen, dass Opel ja jetzt zur IAA etwas tun muss. Insbesondere die neue Marke (“Wir leben Autos”) wie geplant kommunizieren. Ich finde es allerdings bemerkenswert, dass Opel diesen (wahrscheinlich so nicht gedachten) neuen Slogan auf die Krise ummünzt. (“Wir leben” und “Leidenschaft ist stärker als jede Krise”)

Update: “Unser Ziel ist es, mit einem konzentrierten und mutigen Auftritt innerhalb von vier Tagen alle Unsicherheiten und Fragezeichen, die es um Opel gegeben hat, zu eliminieren und deutlich zu machen: Wir sind zurück”, sagt Alain Visser, Vice President Sales, Marketing & Aftersales Opel/Vauxhall, auf Horizont. “Alle Unsicherheiten und Fragezeichen? Nur mit einer Werbekampagne. Na dann Prost :-)

Das Ding mit der Überzeugung

Aber was bringt das? Verkauft Opel deswegen mehr Autos? – das ist ja eine gern gestellte Frage. Gewinnen mögliche Käufer damit Vertrauen zurück? Ich bezweifle das – zumindest bei Menschen, die sich im Netz bewegen. Das mögen sicherlich nicht alle Einwohner Deutschland sein, aber mit Sicherheit ein ganz beträchtlicher Teil. Und vor allem sind darunter sehr, sehr viele Meinungsführer.

Es gehört inzwischen zum Allgemeinswissen jedes Werbers/Kommunikators, dass die Glaubwürdigkeit von Werbung deutlich unter der von Aussagen von Peer-Groups liegt. Wer heute etwas über Opel liest, der gewinnt den Eindruck, dass Opel nahezu zu 100% Opfer ist. Das ist im Netz so, das ist auch in Print so. Opel scheint nicht wirklich lebendig zu sein, schon gar nicht leidenschaftlich, Opel scheint komplett von anderen abhängig zu sein. Wenn jemand den Stecker zieht, ist Opel tot.

Warum denn nicht beides?

Ich will mir kein Urteil darüber erlauben, ob sich die Investition von Opel in die Print-Kampagne lohnt. Mein Vermutung ist: Ja. Die Anzeige setzt einen Kontrapunkt zur Berichterstattung. In der FAS ist die Anzeige auf den Folgeseiten einer großen Berichterstattung zu Opel erschienen. Und sie ergänzt die PR-Arbeit, die dafür sorgt, dass auch die Perspektive von Opel und den Mitarbeitern in der (Print-)Berichterstattung dargestellt wird.

Es ist aber ein simpler Fakt, dass sich Menschen in Deutschland nicht nur durch die Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften eine Meinung bilden. Das hat Opel offensichtlich einfach vergessen. Menschen diskutieren das Theman “Opel” online. Und Opel selbst nimmt an dieser Debatte nicht teil.

Der Nutzen von Social Media

Der Nutzen von Social Media fürOpel ist simpel:

  • Indem Opel selbst an der Debatte teilnimmt, hat Opel zumindest die Chance, die Debatte mit zu führen. In dieser Debatte könnten die Menschen [sic!] von Opel die Dinge aus eben einer menschlichen Perspektive darstellen. Das ist immer überzeugender als ausformulierte und durchgestylte Statements eines Verwaltungsrats.
  • Und weiterhin könnten fremde – also potenziell unverdächtige – Menschen, die schon länger mit Opel im Dialog sind, bestätigen, dass Opel durchaus noch “lebendig” und “leidenschaftlich” ist. Nämlich weil sie es selbst erlebt haben.

Natürlich kann man die Frage stellen, ob das wirklich ausreicht, um Menschen zu überzeugen, dass Opel noch lebendig und leidschaftlich ist – was ja offensichtlich das Ziel der Millioneninvestition ist. Ich kann diese Frage nicht spontan beantworten, schon gar nicht in einem spontanen Blogbeitrag. Aber eines weiß ich: Wer nicht an den Debatten im Netz teilnimmt, und wem es nicht gelingt, Fürsprecher für sich zu aktivieren, hat schlichtweg keine Chance, an der Meinungsbildung im Netz mitzuwirken. Das Netz lässt sich sicher nicht kontrollieren. Aber man kann teilnehmen.

Und dass diese Meinungsbildung im Netz nicht mehr ein isoliertes Phänomen von ein paar “Nerds” ist, müsste inzwischen auch in die Vorstandsetagen von Konzernen vorgedrungen sein. Zuletzt hat der Fall Jako (siehe dazu die Chronologie im Blog von Stefan Osswald und die Darstellung in einem meiner Vorträge auf Slideshare) eindrucksvoll gezeigt, wie schnell Themen aus der Blogosphäre in die klassischen Medien dringen. Und die Liste der Journalisten auf Twitter beweist, wie viele auch sehr renommierte Redakteure heute die Themen in den sozialen Medien verfolgen.

Und nun?

Ist Opel ein Einzelfall? Natürlich kann man die Frage stellen, ob Opel überhaupt praktisch in der Lage ist, “Social Media zu machen”. Es sind so viele Parteien beteiligt, dass eine offene, authentische Kommunikation nahzu unmöglich scheint. Aber grade im Fall Opel scheint es mir so zu sein, als ob genau das den Eindruck stärkt, den die Anzeige zu beheben versucht: Das Opel eben nicht handlungsfähig ist. Opel kann derzeit nur das sagen, was mit allen Parteien abgestimmt ist. Für eine offene Kommunikation ist da kein Raum. Oder doch?

Learnings

Ich persönlich lerne aus Opel eine ganze Menge.

  • Opel hat nicht einmal die Basis für Kommunikation in Social Media geschaffen. Ich glaube, dass das bei ganz, ganz vielen Unternehmen so ist.
  • Es ist für Unternehmen sehr schwierig, Social Media zu nutzen.Eine Werbeanzeige ist schnell geschaltet, es gibt genügend Menschen, die das tun können. Und man kann es relativ leicht unternehmensintern umsetzen. Man braucht einfach weniger Abstimmung, weil es wenig Inhalte gibt.
  • Es liegt nicht am Geld.
  • Die vielleicht größte Herausforderung ist es, Social Media “corporate-fähig” zu machen. Oder Unternehmen “social-media-fähig”? Das ist sicherlich der längere Prozess. Also über welche Angebote kann man Brücken bauen? (Ich denke z.B. an halb geschlossene Dialog-Plattformen wie “Customer Feedback Communities” z.B. von Globalpark, einem unserer Kunden)
  • Und es ist weiterhin ungeklärt, wer denn in den sozialen Medien “spricht”. Es gibt heute (in Deutschland) wohl nur ein paar Hände voll Menschen, die konzern- und social-media-fähig sind. Das zu lösen, ist eine Herausforderung.

Empfehlungen

Ich als jemand, der sich viel mit Kommunikation beschäftigt, würde jedem Unternehmen (zumindest jedem, das über so große Budgets verfügt) raten, zumindest einen kleinen Teil in Social Media zu investieren. Bereits mit 5% des Etats für eine Anzeigenkampagen hätte man im Bereich Social Media irrsinnig viel machen können.

Man muss nicht immer gleich das “Transparente Unternehmen” ausrufen. Und natürlich habe ich auch nicht gleich die Patentlösung für Opel zur Hand. Aber es erscheint mir auch offensichtlich, dass ein Newsfeed über zwei Twitter-Accounts, die nicht mal professionell eingerichtet sind, noch auf ein gewisses Potenzial hinweisen.

Auf der anderen Seite scheint es mir dringend geboten, dass Unternehmen so schnell wie nur irgend möglich anfangen, sich ein Netzwerk aufzubauen. Irgendwo habe ich mal folgenden schlauen Satz gelesen: “Wer es versäumt, sich heute ein Netzwerk aufzubauen, dem wird es Morgen fehlen”, wenn er es braucht.

Debatte

Mir fehlt noch das Ei des Kolumbus. Ich weiß nicht genau, ob und inweiweit Social Media in (Groß-)Unternehmen umsetzbar ist. Es ist wahrscheinlich schlichtweg eine Frage der Zeit. Es mag viele, viele Jahre dauern, bis das Management von (Groß-)Unternehmen verstanden hat, dass wir uns in einem Kulturwandel befinden. Menschen bilden sich ihre Meinung dort, wo sie es wollen. Und diese Meinungsbildung entzieht sich immer mehr dem Zugriff durch die klassischen Marketing-Methoden.

Wer die Meinungsbildung über sein Unternehmen sowie seinen Themen und Produkte nicht überwiegend dem Zufall (oder anderen) überlassen will, muss über kurz oder lang an dem öffentlichen Dialog teilnehmen.

Oder?

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I purchased this sight unseen.

Dann mu00c3u00b6chte ich den Worten von Gru00c3u00bcndel noch ein wenoig mehr Nachdruck verleihen. Es ist immer wieder spannend, wenn Leute von aussen beurteilen, was in einem Unternehmen falsch oder richtig gemacht wird, ohne die ZUSAMMENHu00c3u0084NGE zu kennen. Aber das ist wohl das Wesen von Social Media. Alle sind Experten, alle wissen wieu00c2u00b4s geht. Und wenn nicht, dann einfach so einen billigen Satz wie: "Ich habe zwar auch keine Lu00c3u00b6sung, aber ich kenne das Problem.", hinterherschieben. Damit wirkt man total Web2.0 und netiquett. Leider fu00c3u00bchrt so etwas zu einem ganzen Haufen schlechter PR, ohne das die Unternehmen wirklich etwas dafu00c3u00bcr ku00c3u00b6nnen und zu Neukunden auf Expertenseite fu00c3u00bchrt es auch nicht, denn der gemeine Kunde hat ja keine Ahnung von Web2.0 und treibt sich sicherlich nicht ohne konkreten Grund auf talkabout.de rum. Und alle die hier vorbeikommen wissen eh schon was in dem Posting steht, wenn Sie 3 Zeilen gelesen haben. Also nur wieder ein wenig Futter fu00c3u00bcr den nu00c3u00a4chsten Webcrawler geliefert und das nicht eben zum wohl des beschriebenen Unternehmens.

In diesem Sinne einfach mal nachdenken, wenn man die Spielregeln schon zu kennen glaubt.

Cheers
M.

Keine Eile. Das Problem ist nicht Opel, die mu00c3u00bcssen nur als konkretes Beispiel herhalten. Das Problem ist doch vielmehr (zumindest lese ich das aus dem Artikel heraus und das sind auch meine Beobachtungen ganz allgemein) dass die Socialmediaszene zur Zeit vor allem durch Ungeduld auffu00c3u00a4llt, speziell wenn es um die Socialmediapartizipation von Unternehmen geht. Hier fu00c3u00a4llt mir ein steter, nervender Druck der Sorte "was wir machen ist so toll, wir ku00c3u00b6nnen uns gar nicht erklu00c3u00a4ren warum das nicht alle auch sofort haben wollen" auf.
Um keine Missverstu00c3u00a4ndnisse aufkommen zu lassen: Ich halte Socialmedia auch fu00c3u00bcr einen hervorragenden Weg fu00c3u00bcr Unternehmen sich dem Kunden zu nu00c3u00a4hern, mu00c3u00b6glicherweise sogar fu00c3u00bcr eine Dimension in der Kommunikation. Fakt ist aber dass das fu00c3u00bcr Unternehmen momentan mit derart vielen Fragezeichen bezu00c3u00bcglich Kompetenz, Praxis und Reichweitenrelevanz verbunden ist, dass der Socialmediaszene wohl oder u00c3u00bcbel nur u00c3u00bcbrig bleibt sich etwas in Geduld zu u00c3u00bcben (ich nehme mich da nicht aus).

Hallo Herr Gru00c3u00bcndel,
hallo Florian,

gehe vu00c3u00b6llig damit u00c3u00bcberein. Das Thema ist noch sehr jung. Und die Unsicherheit sehr grou00c3u009f. Und ich persu00c3u00b6nlich habe alle Geduld der Welt. Man muss da nicht dogmatisch rangehen. Jeder kann es handhaben, wie er will - es hat eben nur Konsequenzen.

Trotzdem halte ich es wichtig fu00c3u00bcr sagen, welche Konsequenzen - in beide Richtungen - mu00c3u00b6glich sind. Einfach nur mal "Social Media machen" nur um dabei zu sein, das ist sinnlos.

Das Beispiel von Opel ist aber deswegen so schu00c3u00b6n, weil Opel ein ganz spezifisches Kommunikationsziel hat(te). Nu00c3u00a4mlich zu zeigen, dass sie lebendig sind. Und dafu00c3u00bcr haben sie Millionen Euro ausgegeben. Ich behaupte: Sie haben dieses Geld schlichtweg falsch investiert. Das ist (oder wu00c3u00a4re, wenn es stimmte) ein ganz simpler Fakt. Kein Vorwurf, keine Ungeduld, kein Angriff.

Und die Fragezeichen bezu00c3u00bcglich Kompetenz, Praxis und Reichweitenrelevanz werden nur dann abnehmen, wenn man sie mal ganz konkret beantwortet - oder zumindest diskutiert.

Let's talkabout it :-)

Unbedingt. Und natu00c3u00bcrlich ist es besser man denkt mal laut u00c3u00bcber bestimmte Dinge nach als wenn man gar nichts tu00c3u00a4te. Es passte nur gerade so gut, weil ich wirklich momentan den Eindruck habe die Socialmediaszene besteht zur Zeit vor allem aus hektischer Ungeduld. Viele lassen sich eben nicht (zumindest bei Zeiten) zu ihrem Glu00c3u00bcck zwingen. :)

Was mir zur aktuellen Medien Kampagne von Opel, immerhin gibt es ja noch den hochspannenden Blitz Werbespot, einfu00c3u00a4llt ist die auffu00c3u00a4llige Beliebigkeit des Slogans: "Wir leben Autos"

Warum nicht gleich "Wir lieben Lebensmittel", "Ich liebe es" oder "das Auto"?

Meine ersten Gedanken blieben tatsu00c3u00a4chlich bei Edeka hu00c3u00a4ngen, denn die beiden Slogans sind sich einfach zu u00c3u00a4hnlich um keine Assoziation herzustellen. somit ist diese Kampagne, fu00c3u00bcr mich, in jeder Art von Medium kein gutes Werkzeug das zweifelhafte Opel Image der letzten Jahrzehnte und die aktuelle Krise zu bewu00c3u00a4ltigen.

Hallo Mirko,

da wird in der Tat ein massiver und hoher Werbedruck aufgebaut:

Die Kampagne startete am Samstag in Print in fu00c3u00bcnf Tageszeitungen und am am Sonntag in TV auf sieben Sendern und ist begrenzt auf jeweils drei Tage. Als weiteres Medium kommt Online zum Zug.

Zu sehen sind die Anzeigen in u00e2u0080u009eBild", u00e2u0080u009eBamS", u00e2u0080u009eWelt", u00e2u0080u009eWamS", u00e2u0080u009eFAZ", FAS", u00e2u0080u009eSu00c3u00bcddeutsche", u00e2u0080u009eExpress", u00e2u0080u009eBerliner Morgenpost", u00e2u0080u009eB.Z. am Sonntag", u00e2u0080u009eHamburger Abendblatt". Im Fernsehen kommen zwei unterschiedliche Spots zum Einsatz: Das Logo wird mit dem sogenannten Blitz-Spot vorgestellt (Agentur: McCann Erickson, Frankfurt), auu00c3u009ferdem lu00c3u00a4uft ein von Brandscape, Wiesbaden, realisierter Image-Film. Zu sehen sind die Spots von Sonntag bis Dienstag auf Pro Sieben, Sat 1, Kabel 1, N24, RTL, Vox, N-TV sowie Montag und Dienstag auf ARD und ZDF.

Interessant ist das Statement Vissers:
"Unser Ziel ist es, mit einem konzentrierten und mutigen Auftritt innerhalb von vier Tagen alle Unsicherheiten und Fragezeichen, die es um Opel gegeben hat, zu eliminieren und deutlich zu machen: Wir sind zuru00c3u00bcck", erlu00c3u00a4utert Alain Visser, Vice President Sales, Marketing & Aftersales Opel/Vauxhall, die konzentrierte Vorgehensweise. Budgetu00c3u00a4re Gru00c3u00bcnde hu00c3u00a4tten in diesem Fall fu00c3u00bcr die Begrenzung auf wenige Tage keine Rolle gespielt, auch wenn Opel seine Werbespendings 2009 deutlich zuru00c3u00bcckgefahren habe.

Quelle: Horizont
http://bit.ly/1luEwI

Der Wahnsinn. In jeder Beziehung. Der Umfang der Kampagne, aber auch die Opel-Strategen, die meinen, "alle Unsicherheiten und Fragezeichen, die es um Opel gegeben hat" mit einer Werbekampagne eliminieren zu ku00c3u00b6nnen.

Die Kampagne ist in allen Belangen aus Media strategischer Sicht nicht durchdacht meines Erachtens.

Der erhu00c3u00b6hte Werbedruck steht vor einem grossen, kommunikativen Gegner:
Das grosse, aktuelle Fragezeichen um die Arbeitsplu00c3u00a4tze - Dass jeder rund fu00c3u00bcnfte Arbeitsplatz gestrichen wird, mehr Jobs gefu00c3u00a4hrdet sind, als bisher angenommen, lu00c3u00a4u00c3u009ft die werbliche Kommunikation gu00c3u00a4nzlich untergehen. Hier kann man durchaus versuchen, u00c3u00bcber TV, Print und Online ein Lebenszeichen zu geben. Doch wenn die negativen Schlagzeilen in den Medien nicht abreissen wie gerade eben mit dem Stellenabbau sowie die investierten Beihilfen der Regierung, dann ist eine Durchdringung von (werblichen) Kernbotschaften nicht mu00c3u00b6glich. Hier hat man es versu00c3u00a4umt, zuerst die Fragezeichen zu beseitigen.

Zusatz: Die Kampagne hu00c3u00a4tte die Aufgabe gehabt, hierauf Antworten zu liefern:
http://bit.ly/RYOxv

nur um missverstu00c3u00a4ndnissen vorzubeugen, ich poste hier meine eigene meinung und spreche nicht fu00c3u00bcr Opel oder GM.

Twitter, Facebook, etc. sind sehr wohl auf dem Radar, es gibt auch klare Richtlinien zur Kommunikation auf Social Websites.

Es stimmt jedoch, dass viele Bemu00c3u00bchungen (Twitter) noch am Anfang stehen. Blitztweets etwa wird von Opel Austria Mitarbeitern gefu00c3u00bchrt (inoffiziell!. Wir versuchen so oft wie mu00c3u00b6glich hashtags zu verwenden, um auffindbar zu werden.

Zum Thema Blogs, hier ist Ihre Analyse nicht ganz richtig: In dem Screenshot weiter oben gibt es Links zum Insignia & Astra Blog - diese sind sehr wohl offiziell und sehr aktiv mit einer grou00c3u009fen Leserschaft. Auch der GM-Chefverhandler hat sehr ausfu00c3u00bchrlich zu den Verhandlungen rund um Opel gebloggt.

Wir freuen uns u00c3u00bcber jegliche Ru00c3u00bcckmeldung :)

Hallo Lorenz,

Ich schaue mir gerne die Insignia & Astra Blogs an u00e2u0080u0093 gibt es da eine ofizielle Debatte u00c3u00bcber das Thema "WIr leben"?. Auch das mit dem GM-Chefverhandler ist sehr interessant. Haben Sie da einen Link? Wu00c3u00bcrde das gerne ergu00c3u00a4nzen!

Und bemerkenswert auch, dass in u00c3u0096sterreich die Opel Mitarbeiter selbst an Social Media teilnehmen! Klasse.

Danke!

Da haben Sie recht, es geht bei diesen Blogs um das Produkt, nicht um den neuen Claim. Bei der "Wir leben Opel" Kampagne liegt der Fokus wohl eher auf den traditionellen Medien.

http://drivingconversations.gmblogs.com/
Hier finden Sie Updates vom GM Chefverhandler bzw. auch Blogs von anderen GM Mitarbeitern.

Super. Danke fu00c3u00bcr den Link. Also ein europaweites Blog in Englisch. Nix in Deutsch(-land). Und auch nicht eingebunden in sonstige Aktivitu00c3u00a4ten, oder? Ist irgendwo von einer deutschen Opel-/GM-Seite auf dieses Blog verlinkt?

Genau, das meine ich auch:

"Allerdings u00e2u0080u0093 da gebe ich Dir recht u00e2u0080u0093 die Tools des Social Web hu00c3u00a4tte man schon einsetzen ku00c3u00b6nnen. Also mindestens Kommentare hu00c3u00a4tte man erlauben ku00c3u00b6nnen. Aber auch ein Youtube Channel mit Videos von Mitarbeitern, die die gleiche Botschaft senden wie Forster. Oder aber Videos von Leuten wie mir, die die Marke mu00c3u00b6gen. Und man hu00c3u00a4tte sich an Autoblogger wenden ku00c3u00b6nnen."

Und ich gebe Dir auch recht, dass es noch nicht zu spu00c3u00a4t ist. Gleichwohl finde ich es ausgesprochen bemerkenswert (und lehrreich), dass "Social Media" ganz offensichtlich nicht Teil der Kampagne war (ist).

Das zeigte eben den Stellenwert von Social Media in Werbeagenturen und Unternehmen. Social Media ist einfach noch nicht auf dem Radar.

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt :-)

Also vielleicht habe ich mich nicht genau genug ausgedru00c3u00bcckt - weil ich ja stark geku00c3u00bcrzt habe. Deshalb jetzt etwas lu00c3u00a4nger:

Der erste Schritt dieser Kommunikation geht - trotz BILD, SZ etc - m. E. an Mitarbeiter, Hu00c3u00a4ndler, die Fans der Marke etc. Und nun stellt sich die Frage, wo ich diese Leute erreiche. Das ist fu00c3u00bcr mich nicht das Social Web im Sinne der klassischen Alpha-Blogger. Allerdings - da gebe ich Dir recht - die Tools des Social Web hu00c3u00a4tte man schon einsetzen ku00c3u00b6nnen. Also mindestens Kommentare hu00c3u00a4tte man erlauben ku00c3u00b6nnen. Aber auch ein Youtube Channel mit Videos von Mitarbeitern, die die gleiche Botschaft senden wie Forster. Oder aber Videos von Leuten wie mir, die die Marke mu00c3u00b6gen. Und man hu00c3u00a4tte sich an Autoblogger wenden ku00c3u00b6nnen. Aber ich sage auch ganz offen: Dafu00c3u00bcr ist es m. E. noch nicht zu spu00c3u00a4t.

Eine zweite Frage ist die der Botschaften. Man will sagen: Hallo, wir leben noch! (Sagt Forster ja auch hier http://www.opel.de/meetopel/wir-leben-autos/index.act). Und gerade hier sind meine Gru00c3u00bcnde, wieso ich nicht an die "grou00c3u009fen" Namen der Blogosphu00c3u00a4re herantreten wu00c3u00bcrde. Die sind einfach zu festgefahren. Die haben ein/zwei Unternehmen (z. B. Apple), die sie gut finden und der Rest wird runtergebu00c3u00bcgelt. Wozu soll ich mich bei denen als Kanonenfutter anbiedern? Sie hu00c3u00b6ren nicht zu und schreiben aus Eigeninteresse eh lieber Verrisse. Zumal ich u00c3u00bcber die meisten Themen gar nicht sprechen du00c3u00bcrfte. Wo ich Dir allerdings recht gebe: Den vielen Fanseitenbetreiber und Autobloggern, denen sollte man durchaus Informationen zugu00c3u00a4nglich machen. Entweder offensiv oder dadurch, dass man sich zumindest im Astra-Blog zum Thema u00c3u00a4uu00c3u009fert - das spricht sich dann schon rum.

Ein letztes Wort noch zur angeblichen Vogel-Strauu00c3u009f-Taktik. Ich glaube durchaus, dass Unternehmen Herr ihrer Unternehmenskommunikation bleiben sollen und ku00c3u00b6nnen. Klar sind Medien wichtig und Social Media wird immer wichtiger. Aber ein Unternehmen muss selbst entscheiden, weil es auch selbst die Konsequenzen tragen muss.

Hallo Christian,

1.000 Dank fu00c3u00bcr den Kommentar. Du weiu00c3u009ft, dass ich Deine sehr unverstellte Sicht auf die Dinge sehr schu00c3u00a4tze, hier mu00c3u00b6chte ich dir allerdings nicht folgen.

Ja, Opel war [sic!] im Social Web aktiv. Allerdings mit Produkten und nicht mit der Unternehmenskommunikation, um die es hier geht. Sie haben also durchaus "Social Media Marketing" gemacht - und das ja durchaus als Pionier. Den "Social Media Newsroom" betrachte ich mal als rein technisches Element, auf ihm findet ja keine - im inhaltlichen Sinn - Social Media Kommunikation statt.

Fu00c3u00bcr mich ist nicht die Frage, ob Opel irgendwie im Social Web pru00c3u00a4sent ist (oder war). Fu00c3u00bcr mich stellt sich die ganz konkrete Frage, warum Opel nicht ihr konkretes Millioneninvestment in Print ganz konkret auch im Social Web absichert. Opel verfolgt ja - davon gehe ich zumindest aus - mit dem Investment ein ganz konkretes Ziel. Nu00c3u00a4mlich Vertrauen in die Marke und in das Unternehmen zu schaffen. Wenn der Kunde denkt, Opel wu00c3u00a4re NICHT lebendig, kauft er keinen Opel, weil er befu00c3u00bcrchtet, keinen Support mehr zu bekommen oder spu00c3u00a4ter ein Auto eines bankrotten Herstellers - also eines Verlierers - zu fahren. Das mag niemand so recht. Ich wu00c3u00bcrde sogar sagen, gerade WEIL Opel fru00c3u00bcher im Social Web aktiv war, mu00c3u00bcssen sie heute umso mehr dort Pru00c3u00a4senz zeigen. Sonst fragt sich doch jeder warum sie denn heute dort mit den Menschen nicht mehr reden?

Und auch Dein Argument mit "erst dann kommunizieren, wenn es good news gibt" verstehe ich aus einer Vielzahl von Gru00c3u00bcnden nicht:
1. Opel HAT ja schon begonnen, jetzt zu kommunizieren. Und Opel thematisiert ja die Krise explizit ("Leidenschaft ist stu00c3u00a4rker als jede Krise"). Die Frage nach dem Zeitpunkt stellt sich also nicht wirklich. Die Anzeigen SIND ja geschaltet. Und in der Anzeige wird ja etwas positives kommuniziert, nu00c3u00a4mlich dass Opel lebt und lebendig ist. Wie glaubwu00c3u00bcrdig ist denn das, wenn sich Opel nicht traut, u00c3u00bcber dieses Thema auch einen Dialog zu fu00c3u00bchren?
2. Ich habe grou00c3u009fe Zweifel, ob so eine "Vogel-Strauu00c3u009f-Taktik" (heute noch) funktioniert. Soll man wirklich in schlechten Zeiten schweigen und nur in guten kommunizieren? Dabei schweigt ja Opel ohnehin nicht (siehe oben, Anzeige).
3. Ich verstehe nicht, warum Opel nichts zu erzu00c3u00a4hlen haben soll? Sie ERZu00c3u0084HLEN doch etwas!! Sie HABEN doch mit Miilionenaufwand eine Anzeige geschaltet, in der sie erzu00c3u00a4hlen, dass sie lebendig sind.

Unter dem Strich ku00c3u00b6nnte ich Deine Argumente verstehen, wenn wir daru00c3u00bcber diskutieren wu00c3u00bcrden, ob Opel u00c3u009cBERHAUPT kommunizieren sollte. Da ku00c3u00b6nnte ich verstehen, wenn Du sagen wu00c3u00bcrdest: Lieber den Ball flach halten. Nur haben sie ja das bereits getan. Und ich finde das zu diesem Zeitpunkt grundsu00c3u00a4tzlich auch richtig, siehe oben "Vertrauen in die Marke". Aber WENN Opel sich schon entschlossen hat, zu kommunizieren, dann halte ich es fu00c3u00bcr inkonsequent, wenn sie das nicht auch u00c3u00bcber Social Medi tun. Denn das ku00c3u00b6nnte die Glaubwu00c3u00bcrdigkeit der Millioneninvestition fu00c3u00bcr wenig Geld stu00c3u00bctzen.

Wobei du mit folgendem Recht hast: Wenn nichts hinter der Anzeige steht, wenn also Opel tatsu00c3u00a4chlich tot ist, dann sollte man Social Media tunlichst lassen. Dann wu00c3u00a4re die Anzeige ein letzter verzweifelter Versuch, und der Dialog wu00c3u00bcrde das an den Tag bringen. Aber noch mal: Die Dialoggruppen sind doch nicht doof: Dass Opel u00c3u00bcber dieses Thema den Dialog scheut wu00c3u00a4re fu00c3u00bcr mich grade ein Indiz dafu00c3u00bcr, dass die Anzeige eine Lu00c3u00bcge ist. Ansonsten ku00c3u00b6nnte Opel ja die Aussage im Dialog belegen. Und wenn es nichts zu belegen gibt, dann hat die Aussage keine Substanz - womit wir wieder am Anfang wu00c3u00a4ren.

Opel ist durchaus in Social Web aktiv, siehe den Astra Blog und den Social Media Newsroom von GM Europe. Auu00c3u009ferdem war Opel ja 2006 eines der ersten Unternehmen, das sich u00c3u00bcberhaupt auf Blogger eingelassen hat - in dem Nico, don dahlmann und andere den neuen Astra testen lieu00c3u009f. Ganz zu schweigen von den Aktivitu00c3u00a4ten bei trnd. Aus Markensicht ist Opel fu00c3u00bcr mich immer ein Beispiel, wie man Social Media richtig macht. Und GM liefert ja in US eine Blaupause, wie man Social Media in der Krise nutzen kann, WENN MAN WILL.

Ich denke, im Moment ku00c3u00a4me ein Social Media Engagement zur Krise zu fru00c3u00bch. Opel hu00c3u00a4tte nichts zu erzu00c3u00a4hlen - und was dabei rauskommt, wenn man Social Media macht, aber nichts zu erzu00c3u00a4hlen hat, zeigt Vodafone. Ich finde es richtig, diese Kampagne jetzt so zu machen, wie sie ist -in klassischen Formaten (auch online). Nach dem Verkauf kommt der Markenrelaunch - vielleicht hu00c3u00a4tte zwischen beidem ein wenig Zeit vergehen ku00c3u00b6nnen, aber die Verhandlungen kamen spu00c3u00a4t zum Ende und auf der IAA muss die Kampagne schon im Gange sein. Das geht wohl nicht anders.

Wenn ich Opel wu00c3u00a4re, wu00c3u00bcrde ich auch erst anfangen zu kommunizieren, wenn es good news gibt - den neuen Astra, die ersten Testmodelle des Elektroautos Ampera.

Opel ist schon zu tot, um noch neue Dinge zu lernen. Als Lehrstu00c3u00bcck aber fein aufbereitet. Danke.

Hallo Bju00c3u00b6rn, ja genauso ist es gemeint. Als Lehrstu00c3u00bcck. Das Vorgehen ist ja nicht untypisch.

Allerdings: "Zu tot um neue Dinge zu lernen"? Nun ja, vielleicht auch "so tot, weil sie neue Dinge nicht lernen"?

Trackbacks

  1. mediaSkop sagt:

    Opel investiert Millionen in Print um sich lebendig zu zeigen – und ist tot im Social Web | talkabout http://redir.ec/36RQ

  2. RT @vumax Opel investiert Millionen in Print um sich lebendig zu zeigen – und ist tot im Social Web | talkabout http://bit.ly/MKBHN

  3. Mirko Lange sagt:

    Freue mich, dass @blitztweets (#Opel) meine Einladung zur Debatte angenommen hat. Social Media funktioniert eben doch! http://bit.ly/txsVe

  4. Mirko Lange sagt:

    Für Weiterleitung zu #Opel #Socialmedia #Diskussion bitte http://bit.ly/txsVe verwenden. http://bit.ly/26HFB führt schneidet Beginn ab.

  5. Susuh sagt:

    "#Opel investiert Millionen in Print um sich lebendig zu zeigen – und ist tot im Social Web?" von @talkabout http://bit.ly/3kakwg

  6. [...] Opel investiert Millionen in Print um sich lebendig zu zeigen – und ist tot im Social Web? | talka… Opel will durch eine Print-Werbe(!)kampagne zeigen, wie lebendig sie noch sind, und Mirko Lange diskutiert am Beispiel den (ergänzenden) Einsatz von Social Media. Denn: Dort wird intensiv über Opel diskutiert. (tags: case werbung socialmedia) [...]

  7. [...] Opel investiert Millionen in Print um sich lebendig zu zeigen – und ist tot im Social Web? | talka… (tags: Opel GM SocialMedia PR Enterprise2.0 Monitoring) [...]

  8. Mirko Lange sagt:

    @klauseck Ich finde, in die Liste gehören auch Opel (s. http://bit.ly/k7Jlc) und natürlich Vodafone und Jako! #krise #fails #socialmedia

  9. RT @talkabout: @klauseck Ich finde, in die Liste gehören auch Opel (s. http://bit.ly/k7Jlc) und natürlich Vodafone … http://ow.ly/15S0l4

  10. Opel investiert Millionen in Print um sich lebendig zu zeigen und ist tot im Social Web http://tinyurl.com/ydwqhy6 #opel #web20 #socialmedia