Potenzial zum positiven Social Media Benchmark:
noa bank dekliniert “Social Media” (fast) perfekt durch

Posted by on November 8, 2009 at 12:16 pm.

Die Kommunikationswelt tut sich derzeit schwer, wirklich gute Beispiele für gelungene (deutsche) Social-Media-Kommunikation anzuführen. Sicher, es gibt eine ganze Menge “lustiger” Kampagnen, die Facebook, Twitter, Blogs & Co. einbinden. Aber dass einmal  ein deutsches Unternehmen konsequent auf Social Media setzt – dafür fehlen nach meiner Ansicht die wirklich guten Beispiele.

Der geschätzte Kollege Stefan Schanz von pr+co hat einen eigenen Twitter-Channel eingerichtet (http://twitter.com/beeftweet) und ein Blog angelegt, in dem er gute Beispiele sammelt. Ein paar nennt auch Christian Bölling in seinem Blogeintrag, und auch Cem Basman hat über einen Blogeintrag einige Vorschläge gesammelt. Bisher waren die aber für mich nicht wirklich überzeugend. Das Social Media Engagement ist entweder halbherzig oder von zu kleinen Unternehmen, sodass die Relevanz fehlt. Und so überwiegen in der Debatte um Social Media die eher negativen Beispiele, jene, die Furore gemacht haben, und das waren fast immer die Geschichten der Krisen: Vodafone, Jack Wolfskin, Jacko, United Airlines usw.

Heute Gestern (also am Samstag) Morgen habe ich ein Unternehmen entdeckt, von dem ich denke hoffe, dass es vielleicht der erste positive Case ist, der Furore macht: Die noa bank. Die Idee der noa bank in aller Kürze: Die Bank will nicht wie sonst üblich mit “ethisch zweifelhaften” Investitionen Geld verdienen, sondern mit Projekten, die Gutes bewirken. Auf den ersten Blick ist die Kommunikation zwar möglicherweise etwas zu “gefühlsduselig”, das will ich aber gar nicht bewerten. Die Grundidee ist faszinierend, die Kommunikation greift sehr gut die drei wichtigsten Grundprinzipien von Social Media auf und setzt sie nahezu perfekt um: “Humanizing”, “Partizipation” und “Transparenz”. Und noch mehr…

website

Folgendes fällt mir auf:

  • Das Produkt ist “social-media-kompatibel”. Das ist natürlich bei einer Neugründung leichter, aber ich halte das schon lange für ein wichtiges Wirkungsfeld der Kommunikation. Auch bestehende Unternehmen können das Feedback ihrer Stakeholder und Dialoggruppen nutzen, um ein “social-media-affines” Produkt zu entwickeln. Das ist nichts weiter, als sich für den Kunden zu interessieren, und den Kunden mitreden zu lassen. Und das geht überall. Meine These ist: Wer das nicht schafft, wird es in Zukunft schwer im Wettbewerb haben. Nicht wegen fehlender “Social Media Kommunikation” (die ist langfristig nur eine Konsequenz), aber wegen einer “social-media-kompatiblen” Positionierung. Das Schöne ist: Kommunikation und Positionierung bedingen sich. Man kann also mit beidem anfangen.
  • Social Media und “Corporate Social Responsibility” scheinen zwei Disziplinen zu sein, die sich sehr gut ergänzen. Eigentlich auch klar: CSR hebt die Debatte auf eine höhere (gesellschaftliche) Ebende als “Unternehmen” oder “Produkt” – und Debatten sind die Essenz von Social Media.
  • Die noa Bank nutzt alle releventen Social Media-Kanäle von “Kampagnenwebsite” über Blog, Twitter und Youtube bis zu Facebook. Einzig im Bereich “Presse” schwächelt die noa Bank etwas: Die Presseseite ist klassisch und kein “Social Media Newsroom”.
  • Es fehlt der noa bank an der letzten Konsequenz, was mich verwundert: Die Bank trennt scheinbar “normale” Kommunikation und “Social Media” Kommunikation: Unter anderebank.de findet fast ausschließlich Social Media Kommunikation statt, und auf noabank.de das “normale”. Und auf noabank.de  gibt es keinen Link auf die Social Media Aktivitäten. Ich bin gespannt, ob das so bleibt.
  • Die Kommunikation ist persönlich, der Chef, Francois Jozic, bloggt (noch?) selbst.

Noch kann man natürlich nicht viel über den Erfolg oder die Dialogbereitschaft sagen. Das Unternehmen und die Kommunikation haben heute erst gestartet. Formal redet die noa Bank jedenfalls schon mal mit den Menschen, bindet sie in die Kommunikation mit ein, zeigt sich transparent und menschlich. Das ist schon mal ein sehr guter Start. Aber der Reihe nach…

Die Anzeige

Diese Anzeige hat die noa bank am Samstag in der Süddeutschen Zeitung geschaltet. Ganz schlicht. Eine ganze Seite. Die angegebene Webadresse ist nicht die eigentliche Bankenseite noabank.de, sondern die Adresse der “Social Media Website” anderebank.de. Ich finde das bemerkenswert. Die Strategie ist konsequent und richtig: Die Bank nutzt die Reichweite einer bundesweiten Tageszeitung (noch dazu am Wochenende, wo die Leser mehr Zeit haben), und versucht, diese Reichweite über Social Media auszubauen.

anzeige

Die Kampagnenwebsite

Die Domain auf der Anzeige (www.anderebank.de) führt zu einer Kampagnenwebsite mit einem sehr prominenten Video. Ich persönlich finde das Video etwas “zu emotional”, aber auch hier ist das Prinzip richtig. Die Philosophie der Bank wird verständlich vermittelt und das komplexe Thema gut transportiert. Gleichzeitig adressiert die noa bank das Prinzip “Humanizing”, es sind viele Menschen zu sehen, und der Gründer der noa bank, Francois Jozic, kommt ausführlich zu Wort. Er ist auch auf anderen Medien präsent und dient somit gut als Identifikationsfigur. Auch das zweite Kernprinzip von Social Media “Partizipation” ist integriert: Am Ende des Videos ist die deutliche Aufforderung “Machen Sie mit”. Zusätzlich wird von der Startseite prominent auf die sonstigen “Dialogischen Brand Outposts” verwiesen, insbesondere Twitter und Facebook, über die sich die Kunden am Gespräch beteiligen können. Und die noa bank bietet einen RSS Feed und ein Newsletter Abonnement.  Auch das letzte Grundprinzip von Social Media, Transparenz, ist im System enthalten: Das ist unmittelbar im Geschäftsmodell der Bank ausgedrückt. Leichte Ansätze zur Kritik: Ich persönlich finde den Link zum Blog oben in der Zusatznavigation nicht prominent genug platziert und es fehlt auch ein Link zu dem bestehenden Youtube-Account.

kampagne

Bitte klicken, um zur noa Kampagnenwebsite zu kommen.

Der Twitter-Account

Über den Twitter-Account lässt sich noch nicht viel sagen. Es ist bisher noch zu zu wenig passiert. Bemerkenswert finde ich, dass der Account bisher (Status: Sonntag, 08.11. um 12:00 Uhr) nur 44 Follower hat. Klar, die noa bank ist erst vor einem Tag gestartet, aber wenn man bedenkt, dass die Bank eine (rund 30.000 EUR teure) Anzeige geschaltet hat, die auf eine Social Media Kampagnenseite geht, erscheint mir das als Benchmark nicht wirklich überzeugend. Zu den den Followern gehören aktuell überwiegend andere Social Media Berater und ein Journalist. Interessant die “Following-Strategie” der noa bank – wenn sie denn eine hat: Aktuell folgt sie zwei Bloggern, die etwas über die noa bank geblogt haben (ich werde wohl auch bald dazu gehören :-)) sowie einer weiteren  “alternativen” Bank, der Quirin Bank (http://twitter.com/quirinbankAG). Ich bin gespannt, ob die noa bank ab der kommenden Woche Twitter dazu nutzt, gezielt Beziehungen zu relevanten Influencern aufzunehmen – da ist die Following-Strategie von entscheidender Bedeutung.

twitter

Bitte klicken, um zum noa Twitter-Account zu kommen.

Das Blog

Auch zum Blog lässt sich bisher wenig mehr sagen, als dass es da ist, und dass es ansprechend gemacht ist. Bisher gibt es nur einen Kommentar – und der ist nicht positiv. Sehr nett ist der Link zu einer Video-Bürgerbefragung (http://www.anderebank.de/blog/media). Die aktuellen Artikel sind okay, aber mit Luft nach oben. Ich persönlich empfinde beispielsweise die Bilder zu dem persönlichen Hintergrund zur Gründung der Bank als zu marketinglastig. Auf der anderen Seite ist erfrischend, dass Francois Jozic ganz bewusst sehr persönlich blogt. Das verstärkt die Positionierung der noa bank, transparent zu sein. Man merkt aber noch eine gewisse Unsicherheit. Und ich persönlich habe auch ein paar Zweifel, ob das wirklich zu einer Bank passt. Diese Art von (persönlicher) Transparenz entspricht so wenig zu dem Bild, dass wir (das ich) von Banken habe(n). Ich wünsche mir, dass die potenziellen Kunden den Mut und die neue (um nicht zu sagen: innovative) Art anerkennen.

blog

Bitte klicken, um auf das noa Blog zu kommen.

Die Unternehmenswebsite

Die (Haupt-)Website der noa bank (www.noabank.de) ist sehr schön und modern gemacht. Sie gefällt mir. Bemerkenswert finde ich allerdings, dass sie überhaupt keine Links auf die Social Media Websites enthält. Mich würde die Strategie dahinter interessieren. Das erscheint mir als sehr halbherzig. Das wiederspricht auch der sonstigen Postionierung: Als einzige Kontaktmöglichkeit bietet die Website neben dem üblichen Kontaktformular einen Newsletter.

website

Bitte klicken, um auf die noa Website zu kommen.

Die Presseseite

Etwas schade finde ich, dass die noa bank auch beim Thema “Presse” etwas inkonsequent ist. Die Presseseiten auf www.noabank.de sind sehr “konservativ”, und auch der Presse-Link von der Kampagnenwebsite verlinkt (der Einfachheit halber) auf die Presseseiten auf der Website. Hier wäre ein “Social Media Newsroom” state-of-the-art gewesen. Allerdings ist das eher ein kleiner Schönheitsfehler. Wenn man das Prinzip von Social Media ernst nimmt, dann nutzen natürlich Journalisten (zumindest perspektivisch) auch das sonstige Social Media Angebot eines Unternehmens. Trotzdem bleibt bei mir das Gefühl zurück, dass für Journalisten auf der Website wenig getan wird.

presse

Bitte klicken, um auf die noa Presseseite zu kommen.

Eine Sache findet man allerdings auf der Pressewebseite, von der ich schade finde, dass sie nicht auch den sonstigen Interessenten zur Verfügung gestellt wird, nämlich eine Grafik zur Funktionsweise der noa bank. Ich finde sie sehr schön und gut verständlich.

funktion

Der Facebook Account

Okay. Die noa bank hat auch einen Facebook Account. Das Wochenende hat etwas zwei Dutzend “Fans” gebracht.  Das ist ein Anfang. Allerdings merkt man, dasss noa Facebook noch nicht so richtig ernst genommen hat. Da hätte man schon zum Start etwas mehr machen können – ich meine: müssen.

facebook

Bitte klicken, um auf den Facebook Account zu kommen

Der Youtube Account

Das, was für Facebook gilt, gilt auch für YouTube. Gut ist, dass die noa bank einen YouTube Account hat. Aber auch der scheint mir etwas mit der “heißen Nadel” gestrickt. Also abwarten, was die noa bank noch daraus machen machen wird.

youtube

Bitte klicken, um zu YouTube Account von noa zu kommen.

Fazit

Ich jedenfalls werde auf jeden Fall Kunde der noa Bank werden. Schon weil es mich interessiert. Und weil ich mir wünsche, dass das Konzept aufgeht.

Ansonsten bietet das Vorgehen der noa bank eine “Blaupause” für moderne Social Media Kommunikation. Wer sich daran orientiert (und es ernst meint) hat schon einmal eine sehr, sehr gute Grundlage. Es gibt (natürlich) noch einiges, was die noa bank besser machen könnte – dazu fällt mir vor allem eine valide und konsequente Strategie für die Follower- und Fangenerierung ein. Ich hätte der noa bank auch empfohlen, jetzt schon am Wochenende an den Rechnern zu sitzen, um den Start gut hinzulegen. Zudem hätte man etwas mehr Mühe aufwenden können (ein paar Stunden hätten gereicht), um die Kanäle richtig vorzubereiten.

Aber das ist alles nicht wirklich “mission critical”. Das wird sich alles zeigen und wachsen. Unter der Strich bleibt: Ich halte das Gesamtkonzept für das bisher am besten gelungene in der deutschen Kommunikationslandschaft von Unternehmen. Warten wir mal ab, wie die noa bank jetzt weiter macht.

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  • http://www.npujfpisnl.com/ sevebyeezw

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  • berlinbuzznet

    Ein Best-Practice Beispiel ist auch die voestalpine ag.(http://www.online-investorrelations.de/2011/09/05/voestalpine-ag-zeigt-best-practice-in-der-social-media-nutzung/)

    http://www.berlinbuzz.net

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  • berlinbuzznet

    Ein Best-Practice Beispiel ist auch die voestalpine ag.

    http://www.berlinbuzz.net

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  • Peter

    François Jozic ist Gründer des Factoringunternehmens “Quorum”. Und das lässt die ganze Geschichte dann doch in einem leider ganz anderen Licht erscheinen, denn es ist nicht anzunehmen, dass sich Philosophie und Geschäftspraktiken so grundlegend geändert haben sollen.
    Aber die Kampagne ist sehr gut gemacht.

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    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Hallo Peter, was ist denn gegen das “Factoringunternehmens Quorum” zu sagen?

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  • http://www.helge-thomas.de Helge Thomas

    lieber mirko, schau doch mal auf http://www.triodos.de – keine neugründung. die gibt es schon seit 30 jahren. sind nur neu in deutschland. hundert prozent nachgaltiges banking und jede menge socialmedia. ich geb’s zu, ich habe da ein bisschen mitgemischt ;-) hast du aber sicher schon mitbekommen. liebe grüße, helge

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  • http://www.advanto.de Klaus Madia

    Spannender Beitrag. Ich bin mir sicher, die Bankkunden sind bereit für eine “andere Bank”. Es gibt neben Noa auch GLS und die Quirin Bank, die wir als Kunden aktiv im Bereich Social Media betreuen. Gerade dort haben wir es mit wachsenden Kundenzahlen zu tun und viel viel positives Feedback von Kunden und Interessenten. Unser Aktion für eine Petition gegen Bankenprovisionen ist ein Beispiel für eine social media issue Kampagne.
    Mehr dazu auf
    http://www.advanto.de
    und
    http://www.provisionsverbot.de

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  • Sascha Stoltenow

    Alles schön und gut, aber wenn man sich den – zugekauften – banking client anschaut ist es leider gar nicht mehr so schön bunt und nutzerfreundlich, sondern eben die bekannte tristesse. PR reicht eben nicht.

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  • http://www.finance20.de Boris

    Hallo,

    und nur mal bei the way: Was hier in einem Blogbeitrag Opel vorgeworfen wird, könnte man teilweise auch der Noa Bank vorwerfen. Immerhin haben die offensichtlich auch viel Geld in eine Zeitungsanzeige investiert und warum durch diese Anzeige nicht viele twitter Follower hervorgerufen wurden, könnte auch auf der Hand liegen: Social Media Nutzer erhalten ihre Infos nicht mehr über Zeitungen. Darüber hinaus gibt es ja schon einige Banken, die schon vor der Noa Bank Social Media nutzten. Beispielsweise die GLS Bank oder die Fidor Bank Ag. Meiner Meinung weit aus besser und dialogischer und bei der Fidor sogar mit der Konsequenz zunächst ganz auf klassische Werbung zu verzichten. Zu Social Media gehört meiner Meinung auch noch eine entsprechende Sprache bzw. Stimme, welche die Noa Bank nur teilweise trifft. Im youtube Kanal wirkt alles sehr gestellt. Aber trotzdem natürlich ein Lob für den Social Media Ansatz. Artikel hier gefiel mir auch gut.

    gruss vom @electrouncle

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    • http://www.talkabout.de Mirko Lange

      Hallo Boris,

      nun ja, die einzigen Gemeinsamkeiten zwischen Opel und Noa sind wohl, dass sie beide Anzeigen geschatlen haben. Der Unterschied – und das hatte ich bei Opel kritisiert – ist, dass Opel NUR ein Anzeige geschalten hat (wahrscheilich mit dem 10- oder 20-fachen Budget von Noa), und dann im Social Web schweigt. Insofern ist der Fall ja nun nicht vergleichbar. Die Noa Bank schweigt ja nun nicht.

      Ich halte es für strategisch falsch NUR noch auf Social Media zu setzen. Man erreicht über diesen Kanal einfach VIEL zu wenig Menschen. Natürlich muss man auch noch über klassische Medien kommunizieren.

      Und ja klar, es nutzen schon ein paar andere Banken vorhet Social Media. Na und? Ich finde das echt lustig, man muss sich ja mal die Historie vor Augen halten: Zuerst führen die Diskutanten über Corporate Social Media hauptsächlich spektakuläre Negativbeispiele an (Jako, Jack Wolfskin etc.). Dann beschweren sich die Beteiligten (zu Recht), dasss man doch nicht über Angst argumentieren sollte, sondern auch mal positive Beispiele bringen. Als nächstes versuchen ganz viele Leute, positive Beispiele zu finden, was nicht wirklich gut gelingt (und da sind nirgends Fidor oder GLS dabei). Und dann nennt mal einer ein Beispiel, was als positives herhalten kann, und dann suchen wir doch wieder das Negative ;-)

      BTW: Dass Fidor und GLS nicht bei den positiven Beispielen dabei ist, liegt wohl daran, dass die von niemandem in der Diskussion genannt werden – oder bisher wurden. Ob das an der Qualität der Social Media Kommunikation der beiden Unternehmen liegt?

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      • http://www.futureapps.de Ulrich Voß

        Auch nur am Rande: Mir waren die Social Media Aktivitäten der GLS Bank und der Fidor Bank ein Begriff, die der noa bis zu diesem Artikel nicht.

        Das soll aber nur als Beispiel dafür dienen, dass man solche persönlichen Erfahrungen nicht verallgemeinern sollte.

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      • http://www.gls.de Johannes Korten (GLS Bank)

        Wir stehen Tipps und guten Ratschlägen hinsichtlich einer Verbesserung unserer Social Media-Kommunikation sehr aufgeschlossen gegenüber. Ob die bisherige Qualität der Aktivitäten angesichts von mehr als 1000 Followern in unserem twitter-Stream und der Größe unseres Hauses so schlecht ist, wage ich denn doch zu bezweifeln. Bisher gab es jedenfalls überwiegend positive Rückmeldungen von Kunden, Nichtkunden und auch in der Presse. Eine Beurteilung ist sicher auch eine Frage des Blickwinkels und der Ernsthaftigkeit und Mühe, mit der Recherchen betrieben werden.
        Unsere Aktivitäten sind jedenfalls nicht Agentur getrieben sondern sie kommen aus dem Herzen des Unternehmens. Wir geben zudem keine großen Summen aus, um Social Media zu pushen, sondern wir setzen auch hier auf organisches Wachstum und Authentizität. Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz – alles Ansätze, die in der Geschäftsstrategie unseres Hauses seit der Gründung 1974 angelegt sind und die schon seit einiger Zeit in unseren Social Media-Aktivitäten ihre konsequente Fortsetzung finden.

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        • http://www.futureapps.de Ulrich Voß

          Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken. Sie machen das schon ganz gut. Das ohne die übliche Durch-die-Gegend-Posaunerei zu machen, unterstützt erstens die Stimmigkeit der “Kampagne” (nicht einmal der branchenübliche Begriff passt) un zweitens zeigt es, dass Sie kein Geld für die üblcihen Lautsprecher aus der Branche bezahlen. Glückwunsch dazu!

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        • http://www.talkabout.de Mirko Lange

          Hallo Herr Korten,

          es gibt doch keinen Grund geknickt zu sein. Hat doch niemand gesagt, dass Ihre Aktivitäten nicht gut seien ;-) Hier kämpft doch niemanden gegen niemanden. Ich persönlich habe nach guten Beispielen für Social Media gesucht. Nicht mehr und nicht weniger. Noa ist mir aufgefallen und ich finde die Kommunikation sehr gut. Das ist alles. Ist doch eher ein Grund zu feiern, oder nicht?

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    • Andreas

      Mir ist diese Bank und die dazugehörige Kampagne bisher gänzlich unbekannt gewesen. Erst durch die Printanzeige (übrigens gefunden in “Die Zeit”) – welche ich eine der wenigen guten Printanzeigen der letzten Monate ist – fand ich auf die Website der Kamapagne und der Bank. Schon auf den ersten Blick wirkte das alles sehr gut strukturiert und machte Lust sich detailiert damit auseinander zu setzen. Heute fand ich bei Recherchen diesen Artikel, der im großen meine Erwartungen widerspiegelte. In diesem Sinne scheint doch einiges Richtig zu funktionieren und ich bin sehr gespannt, wie es zukünftig weiter geht.

      Viele Grüße,
      Andreas

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