Social Media Myth Buster: Es braucht keinen “Dialog” für erfolgreiche Social Media

Posted by mirkolange on Februar 15, 2010 at 9:27 am.

Gestern gab es auf Twitter ein große Debatte über die Frage, ob “Dialog” ein wesentliches, vielleicht sogar ein unverzichtbares Element von (Corporate) Social Media ist. Das Thema scheint ausgesprochen kontrovers zu sein. Nicht nur, dass sehr, sehr viele an der Debatte teilgenommen haben, die Diskussion war auch ausgesprochen lebhaft. Und es gab auch sehr sehr gute Argumente für beide Seiten.

cc by Kris Hoet, Flickr

Ich wage hier folgende These: Es braucht keinen (direkten) Dialog, um erfolgreich als Unternehmen über Social Media zu kommunizieren.

Wie macht man denn “Social Media”?

Zunächst halte ich es für wichtig zu klären, was das überhaupt ist, wenn man über “Social Media” redet. Kann ein Unternehmen “Social Media” machen? Oder ist eine Kommunikation, die nicht den Dogmen entspricht, “eigentlich gar kein Social Media”, wie manche meinen?

Die Antwort liegt auf der Hand: Erstens, kann man Social Media nicht “machen”, und zweitens kann jeder mitmachen. “Social Media” ist zunächst nur ein Oberbegriff für eine technische Infrastruktur: Facebook, Blogs, Xing, YouTube, Slideshare… “you name it”. Aus Unternehmenssicht ist also der erste Schritt, diese “sozialen” Medien(-kanäle) zu nutzen. Das kann jedes Unternehmen. Und das ist auch völlig zulässig.

cc Matt Hamm, Flickr

Und dann ist “Social Media” ein Phänomen: Nämlich dass Menschen öffentlich Meinungen austauschen. Im Sinne des Cluetrain Manifestes findet also ein Gespräch statt, dem jeder zuhören kann. Dadurch entsteht die Brisanz, weil wir auf einmal einen neuen “Player” im Prozess der Meinungsbildung haben – unmittelbar durch direkten Kontakt aber auch mittelbar, weil sich inzwischen viele Meinungsführer (Blogger, Journalisten etc.) ihre Meinung auf und über soziale Medien bilden – gerade auch durch Twitter. Und natürlich betreffen diese Gespräche auch sehr sehr oft Unternehmen. Oder Marken. Oder Themen, die Unternehmen betreffen. Und wenn ein Unternehmen möchte, dass in diesem Gespräch seine Perspektive auf die Dinge präsent, dann sollte es dafür sorgen, dass seine Perspektive in diese Gespräche mit einfließt (man beachte den gleichen Wortstamm von “einfließen” und “Einfluss”… interessant!). Die Frage ist also nicht, ob ein Unternehmen “Social Media machen” kann, sondern, ob es seine Perspektive in die Debatte einbringen kann. Denn nur dann findet der Meinungsbildungsprozess nicht ohne das Unternehmen statt. Aber fließen Argumente immer nur in einem Dialog ein?

Viele erfolgreiche “undialogische” Accounts

Wenn man sich nun die erfolgreichen Social Media Aktivitäten anschaut, dann stellt man fest, dass zwischen den Unternehmen und den Lesern oft gar kein Dialog besteht. Da muss man gar nicht Amerika bemühen. Man schaue nur auf die Top-100 der deutschen (Corporate) Twitter Accounts. Der Twitter Account der Lufthansa gehört zu den meist abonnierten Accounts in Deutschland. Dialog? Fehlanzeige. Dieter Nuhr liegt mit 28.000 Followern auch ganz weit vorne. Gesprächsbereitschaft? Nix da. Real Madrid hat auf Facebook 1,1 Mio. Fans, manche Beiträge werden tausendfach kommentiert. Aber Dialog? Nada. Und noch ein Beispiel: Pro7. Der auf sozialen Medien erfolgreichste deutsche Fernsehkanal hat auf Facebook mehr als 10.000 Fans, die alle sehr “engaged” sind und gerne kommentieren. Auch hier gilt: Kein bis fast kein Dialog.

Ausschnitt aus den Top-100 der deutschen Corporate Twitter Accounts

Ausschnitt aus den deutschen Top 100 der Corporate Twitter Accounts

Dialog ist nicht skalierbar Echtzeit-Dialog zu skalieren, ist aufwändig

Also ist “Dialog” offensichtlich keine “conditio sine qua non” (also eine Bedingung, die nicht hinweg gedacht werden kann) für Erfolg in sozialen Medien. Jedenfalls nicht in dem Sinne, wie wir üblicherweise Dialog verstehen: Dass der eine etwas sagt und der andere darauf antwortet. Wenn man darüber etwas länger nachdenkt, dann kommt man eigentlich schnell darauf, dass das für große Unternehmen, oder Organisation, die bereits im Licht der Öffentlichkeit stehen, gar nicht geht. Denn dieser Anspruch ist einfach nicht skalierbar. Jedenfalls nicht wirtschaftlich. In einer Debatte vorgestern mit dem Kollegen Jan Manz von unserer Partneragentur WBPR haben wir schon sehr lange genau über das Thema diskutiert. Anlass war ein Konzept für einen großen Deutschen Sportverein, dessen Namen ich hier nicht nennen kann. Jedenfalls wird über diesen Verein viel diskutiert, und es faktisch kaum möglich, mit den Fans wirklich Dialog zu führen. Das würde irrsinnig viele Ressourcen brauchen. Oder genauer gesagt: Der Anspruch ist nicht heute und nicht radikal zu leisten. Das wäre ein wirklich großes Projekt. Darf deshalb so ein Unternehmen kein “Social Media machen”?

Zuhören ohne direkten Dialog wird zum Themenmanagement

cc BlatantNews.com, by Flickr

Martin Luther King - im Dialog? (cc, by BlatantNews.com, Flickr)

Eine Lösung ist zum Beispiel der “zeitversetzte Dialog”. Man könnte das auch “Zuhören und Lernen” nennen. Man kann sich da gut an den größten und besten Kommunikatoren orientieren, die es in der Geschichte gibt. Nennen wir nur mal Jesus, Mahatma Gandhi oder Martin Luther King. Sie waren Menschen, die  Einfluss auf Menschen hatten. Sie waren Kommunikatoren, die Menschen erreicht haben. Und in vielen Fällen haben sie Monologe gehalten: Reden. Talks. Speaches. Das Geheimnis liegt darin, dass sie zwischen ihren Reden den Menschen zugehört haben. Und dass das, was sie gelernt haben, in ihre nächsten Reden eingeflossen ist. SIe haben auch “Dialoge” geführt. Die aber nicht öffentlich. Das lässt sich wunderbar auf  Unternehmen übertragen, und – wir reden ja hier in eine professionellen Umfeld – auf Kommunikationsmanagement. Und da sind wir bei der Kernkompetenz (guter) PR-Menschen: Dem Gespür für Themen. Gute Social Media Kommunikation bedeutet, über die Dinge zu sprechen, die die Menschen interessieren. Die Menschen bewegen. Die Kunst (und meine persönliche Hoffnung für die Zukunft der PR) besteht darin, im Unternehmen zu verankern, dass diese Themen auch authentisch sind, also zum Unternehmen passen. Menschen haben nämlich ein sehr gutes Gespür für Authentizität: und wenn man da Fehler macht, wird man selbst schnell zum (negativen) Gesprächsgegenstand (siehe Debatte um Vodafone). Der Fehler von Vodafone war nicht fehlender Dialog, sondern fehlendes Gespür für die Übereinstimmung von Themen und Gesprächspartnern.

Fazit: Dialog ist “nur” die Kür

Um es kurz und knapp zu sagen: Man muss selbst keinen Dialog führen. Es reicht, über die richtigen Themen zu sprechen.  Das erreicht man, indem man zuhört und die Themen entwickelt, welche die Dialoggruppen interessieren, idealerweise bewegen. Diese Themen kann man dann “über Social Media” kommunizieren – und das meint vor allem Social Media als Kanal [sic!]. Und wenn es richtig gut läuft, dann führen die Menschen den Dialog dann ganz von alleine. Denn das ist das Schöne an Social Media – überall ist die technische Möglichkeit für Dialog vorhanden. Aber es steht nirgends geschrieben, dass das Unternehmen selbst an der Debatte teilnehmen muss. Man kann es gerne tun. Und es ist auch höflich, wenn man direkt angesprochen wird. Aber direkter Dialog ist weder Pflicht, noch Voraussetzung für gute (Social-Media-) Kommunikation.

Edit: Ergänzung

Eines ist mir grade noch eingefallen, als ich eine Antwort auf einen Kommentar schrieb (na ja, ich mache ja schon Dialog): Die hohe Kunst der “Corporate Social Media Kommunikation” ist, “Fürsprecher” zu gewinnen. Nicht umsonst lautet der talkabout Claim “Fürsprecher gewinnen | Debatten führen | Werte schaffen”. Auch dann findet ja Dialog statt – nur nimmt wieder das Unternemen selbst nicht zwingend teil. Und auch so sind die Perspektiven und Argumente des Unternehmens auch präsent. Ich als Unternehmen muss nicht immer selbst reden. Das können auch andere machen. Bitte nicht vergessen: Dieses Blog ist ein Blog um “professionelle” Kommunikation, also im Umfeld von Unternehmen. Kein gesellschaftspolitisches. Und – so zumindest die Ausgangsthese – das Ziel von Unternehmen ist kein “abstraktes Teilnehmen” an einer Debatte. Sondern einfach, dass man sicherstellt, dass seine Argumente und Perspektiven in den Meinungsbildungsprozess mit einfließen. Dass man also “Einfluss hat.”

Edit: Ergänzung 2

In einem Kommentar ist mir noch etwas aufgefallen, was ich für so wichtig halte, dass ich es gerne hier nach oben nehme. Nämlich ein Wort zu meiner Intention bzw. Motivation zu diesem Blogpost: Ich stelle nämlich fest, dass in der derzeit stattfindenen Debatte die Hürden für “Social Media” sehr hoch sind. Wir stellen in unserer Beratungspraxis fest, dass es für viele Unternehmen schwierig ist, Dialog zu organisieren. Wenn man nicht in der professionellen Kommunikation tätig ist, dann ist das nicht leicht zu verstehen: Denn eigentlich ist Dialog für einen einzelnen Menschen ja nicht kompliziert. Das kann eigentlich jeder. Wer aber professionell mit (großen) Unternehmen zu tun hat, der weiß auch, dass es eine ganze Reihe von Hürden gibt: politische, praktische, zeitliche. Martin Oetting hat in einem Kommentar gesagt, dass sich Dialog sehr wohl skalieren ließe. Und dass das kein Frage von 200 Leuten sei, sondern eher von 20. Klar, “20″ kann man auch nicht so wörtlich nehmen, aber in der Praxis sind schon “0,25 Leute” ein Problem, also wenn jemand 2 Stunden am Tag aufbringen muss. Das ist einfach die Realität. In der Praxis bedeutete das nämlich, dass der/die Verantwortliche 2 Stunden mehr am Tag investieren müsste – denn weder stellen die Unternehmen gleich zu Anfang jemanden ein, noch nimmt den Verantwortlichen jemanden die Arbeit ab. Und so kommt es auch dazu, dass in manchen Unternehmen erst die Mitarbeiter in Eigenititaive was machen, und erst bei positiver Erfahrung ausgebaut wird. Ein gutes Beispiel ist da Stefan Keuschel, der für Google anfangs “halb legal offiziell” getwittert hat.

Also “Dialog” zu fordern ist gut und schön, aber in der jetzigen Situation von vielen Unternehmen nicht zu leisten. Die Lösungsoptionen sind:

  • Man investiert in eigene Manpower
  • Man lagert den Dialog komplett aus
  • Man lässt Social Media
  • Man “macht” Social Media ohne (Echtzeit-) Dialog

Lösung 1 ist problematisch, siehe oben. Lösung 2 ist gut, aber nur partiell anwendbar, z.B. für eine Produktkampagne. Lösung 3 halte ich für immer problematischer, weil man einen wichtigen Aspekt der Meinungsbildung einfach nicht bedient. Und wie wir wissen wird der immer wichtiger – vor allem auch, was den Bereich “Influencer Relations” angeht. Und dieser Blogpost war ein Plädoyer für Option 4. Ich wollte einfach zeigen, dass es ein Option ist, ohne Echtzeit-Dialog in Social Media aktiv zu sein. Und sie ist auch eine gute Option, weil sie relativ risikolos, dabei sehr pragmatisch und dazu noch nachhaltig ist. Denn alles, was man hier aufbaut, kann man – wenn es läuft – leicht ausbauen. Dialog drauf zu setzen geht immer. Dialog einfach irgendwann zu beenden ist problematisch.

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  • Eigentlich ein sehr guter Punkt. Möglicherweise ist das Persönliche das entscheidene Kriterium von "Dialog". Als nicht zwingend, dass da Informationen hin und her gehen, sondern dass man das Gefühl hat, das jemand anderes auf der anderen Seite interessiert ist.
  • So weit ich es feststellen kann führt Lufthansa doch ein Dialog mit Kunden über Twitter. Ähnlich wie Comcast, scheint die Lufthansa, Probleme von Kunden aufzugreifen und Lösungen anzubieten. Was aber anders als bei Comcast abgeht, wo Frank Eliason Comcast vertritt, kommuniziert Lufthansa nur mit dem Corporate Namen. Da verpasst sie das Persönliche, was eine Stärke der Social Media ausmacht. Man fragt sich nur, warum.
  • Sascha Stoltenow
    Dann lass uns den Diskurs demnächst mal in den Dialog überführen;-)
  • Hallo Sascha, total schade, dass ich den "gefällt mir" Button nur ein mal klicken durfte. Ich werde den Leuten von "Disqus" mal vorschlagen, das sie noch einen zwieten Button einbauen, so etwa mit "gefällt mir so richtig extrem gut und toll" oder so.

    Ich finde den Ausdruck "Dialog" auch nicht wirklich zielführend. Deswegen benutze ich (stattdessen) auch fast immer den Ausdruck "Debatte". Wahrscheinlich ist der Begriff "Diskurs" wirklich treffender. Aber in meinem Sprachgefühl klingt der noch sehr ungewohnt. Werde mal darüber "meditieren": :-)
  • Sascha Stoltenow
    Mir kommt gerade die Idee, mal wieder mit einer einfachen Frage zu beginnen.

    Eigentlich kommen mir bei diesem Social Media-Krams immer einfache Fragen. Leider habe ich zu einer meiner zentralen Fragen bisher von den so sich nennenden und so genannten Social Media-Experten noch keine wirklich überzeugende Antwort gehört. Diese Frage ist: Was ist/sind die wesentliche(n) Aufgabe(n) der Unternehmenskommunikation/von PR? Statt einer Antwort höre ich bislang immer nur, dass sich alles ändere bzw. ändern müssen. Und das von Leuten, die sich entweder weigern, ein Basisverständnis zu etablieren, es nicht können, oder aber nicht für wichtig halten. Willkommen in der Welt der voraussetzungslosen Kommunikation.

    Nun aber zur eigentlichen Frage, die ich hier stellen möchte: Was ist Dialog?

    Unstrittig erscheint mir, dass Mirko mit seiner in der Überschrift formulierten These recht hat. Den impliziten Beweis findet man sowohl in diesem Kommentarthread als auch in anderen. Prägend für die Internetkommunikation erscheint mir nämlich nicht der Dialog. Dazu reißen Rede und Gegenrede viel zu schnell ab, springen wie Hyänen auf das nächste Stück Fleisch, obwohl am aktuellen Knochen noch genug dran wäre. Als Teilnehmer sind wir immer hungrig, denn jeder Thread hat maximal den Nährwert von Fast Food und hinterlässt weniger Sättigungsgefühl als schlechten Geschmack. Das heißt auch, dass Unternehmen keinen ernsthaften Dialog führen müssen, denn das Publikum ist auch nicht daran interessiert. Unternehmen müssen keine ernsthafte Dialogkompetenz entwickeln, um erfolgreich zu sein.

    Was dann, wenn nicht Dialog?
    Ganz einfach: Unternehmen müssen Diskurs fähig sein, denn der Diskurs ist die wesentliche "Redensart" der Moderne. Diskurs ist gleichermaßen Dialog-Simulation wie Machtexertion. Das reicht für das Massenpublikum. Ernsthafte Dialoge müssen sie nur mit ihren wesentlichen Stakeholdern führen. Und sie müssen genau hinhören, um zu erkennen, in welche Richtung sich die Diskurse drehen, denn aus dem Massenpublikum heraus können sich heute sehr schnell relevante Stakeholder etablieren.

    Es geht nicht um ganz oder gar nicht, sonder es geht darum ganz, gar nicht und ein bisschen parallel zu beherrschen.
  • Ach ja, Helge, ....

    eines noch vergessen: Ich wundere mich weiterhin, dass so viele scheinbar (offensichtlich?) nur die Hälfte lesen (vielleicht sind die Texte echt zu lang). Damit die "guck-mal-wie-toll-wir-sind-one-way-marketing-show" des 20.jahrhunderts endet braucht es keinen DIALOG! Das ist nicht das Thema! Damit das endet braucht es richtige THEMEN! Wenn du eine geile Rede hörst, oder ein geies Musikstück, oder einen geilene Film siehst, dann erwartest Du doch auch keinen Dialog, oder? Und das wäre doch schon mal ein verdammt großer Schritt weg von "guck-mal-wie-toll-wir-sind-one-way-marketing-show" des 20.jahrhunderts. Alaaf!
  • Hi Helge,

    macht ja nix. Wir müssen ja nicht zusammen kommen. ;-)

    Ich jedenfalls kann spielend einfach den Wert auch von einem geringen Engagement nachweisen. Und ich kann das dann stufenlos skalieren. Das ist nach meinen Augen das Einzige was zählt: Output größer als Input. Selbst, wenn das auf geringem Niveau stattfindet.

    Aber ich persönlich kann mich auch sehr gut mit einem Prinzip anfreunden. SO lebe ich sonst auch. Lass uns einfach mal einen trinken gehen. Aber dann bitte auch nach dem Motto: Ganz oder gar nicht! Helau und Alaaf! :-)
  • hi mirko!

    ich glaube, wir kommen da nicht ganz zusammen. ich bin für ganz oder gar nicht. ein bisschen schwanger geht nicht. da ein bisschen inhalte auf slideshare, da mal ein video auf youtube... wen's interessiert, der soll's halt abonnieren. hm..

    das wäre ja so, als würde ich mich in eine kneipe setzen und einfach mal einen vortrag halten. so in zimmerlautstärke. mal schauen, ob wer zuhört. dann lege ich noch ein handout auf den tresen und schaue, ob es wer mitnimmt und dann lasse ich auf meinem laptop noch mein neuestes video laufen und schreib das auf einen zettel hinten an meinen stuhl. irgendwie strange die szenerie. oder geht das nur mir so?

    ich will nicht "recht haben", ich möchte einfach meinen teil dazu beitragen, dass die "guck-mal-wie-toll-wir-sind-one-way-marketing-show" des 20.jahrhunderts endlich endet und sich zu einem wertschätzenden und respektvollen globalen gespräch auf augenhöhe entwickelt. da lebe ich cluetrain mit haut und haaren.

    und wenn ein unternehmen das nicht einmal ansatzweise will, dann ist es nicht mein kunde.

    ...was mir heute noch über den weg gelaufen ist, will ich euch nicht vorenthalten. die top30-brands in punkto fans auf facebook. http://www.thomashutter.com/index.php/2010/02/f...

    ...aber dieser "olymp" ist das ergebnis jahrelanger markenbildung und defintiv zu hoch für über 90% aller unternehmen.

    (jeder anderen meinung gegenüber) respektvolle grüße ;-)
    helge
  • Hallo Markus, finde ich einen guten Punkt. Und wohl eine eigene Debatte wert. Mir wird ja schon (zu Recht) vorgehalten, immer zu viel Aspekte in einen Beitrag zu packen. Ich bin ohnehin der Ansicht, dass sich Social Media vor allem für "Influencer Relations" eignet, also nicht auf Masse sondern klasse. Und ich bin gespannt, ob die einzelnen Social Networks tatsächlich zusammenfließen.
  • Hallo Stefan, finde ich absolut richtig. Aber das ist ohnehin das Problem (von Kommunikation): Sehr oft verwenden wir Begriffe nicht sauber oder haben ein unterschiedliches Bild. Wobei man das wohl auch nicht lösen kann. "Interaktion" hat auch seine Schwächen. Ich denke, man muss sich über das Problem nur immer bewusst sein. Und meistens schaffen wir es ja auch, das eigentlich gemeinte über den Kontext zu erkennen. ("Semantik")
  • Zu dieser langen, wichtigen Debatte gehen mir drei Dinge durch den Kopf:

    1. Für den Sponsoring-Euro gilt die Faustregel: 1 Euro für das Sponsoring, 1 Euro für die begleitende Kommunikation. So wie ich das beobachte, gilt das auch für die Kommunikation im Social Web. Wobei auch hier gilt: Zeit ist Geld.

    2. Wir sind Zauberlehrlinge: „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los.“ Und mit Lehrling meine ich: Lernende. Das zeigt auch diese Debatte.

    3. Reden ist Silber, Schweigen (oder eben Schreiben) ist Gold. Was hier wie ein Widerspruch tönt, unterstützt die Aussage von Mirko: Zuhören ist das A und O, damit ich nachher in geeigneter Weise antworten kann. Und nicht jede Aussage muss kommentiert werden. Direkte Ansprachen verlangen aber nach einer Antwort.

    Und zum Schluss: Ich möchte diesen Austausch in Social Media nicht mehr missen.
  • Man ahnt gar nicht, welche Unternehmen alles Fans haben. Weichspülermarken, Shampoos, Reinigungsmittelmarken können unglaublich treue Anhänger haben. Das kann man sich aus einer Twitter-Medien-Web2.0-etc.-Denke heraus vermutlich kaum vorstellen. Aber wer einmal bei qualitativer Marktforschung eines FMCG-Unternehmens auf der anderen Seite der verspiegelten Glasscheibe im Mafo-Institut gesessen und 8 Hausfrauen dabei zugehört hat, wie sie über eine Waschmittelmarke schwärmen, der hat überhaupt keine Probleme, Vergleiche mit Popstars oder zu Fußballvereinen anzustellen. Und genau: wenn die sich am Balkon zeigen oder gar zum Mitmachen aufrufen, dann ist das ein Erlebnis.

    (Natürlich kommt dann leicht der Einwand: "Na das sind doch arme Schweine, die sich so über ein Waschmittel freuen müssen." Das ist aber problematisch - das ist nämlich arger Mangel an Respekt vor denen, die einem das Gehalt zahlen.)

    Mit solchen Fans arbeiten wir den ganzen Tag - ich weiß, wovon ich rede.
  • Prima Beitrag. Zu kurz kommt mir aber die Überlegung, welche Leute man eigentlich erreicht. Es sind bei Twitter und Buzz weiterhin vor allem die Early Adopters, Journalisten und Kommunikationsexperten unterwegs - die Masse der Menschen ist bei anderen Netzwerken aktiv wie Facebook, WKW und VZ. Wenn man wirklich Kommunikation mit seinen Kunden (wir Zeitungsleute nennen sie Leser) erreichen will, müsste man auf allen Plattformen aktiv sein, am besten auch noch eine eigene gründen.

    Der Aufwand dafür steigt. Na klar: Auch wir haben hin und wieder unser Erfolgserlebnis, über unsere Twitterkanäle das eine oder andere Hilfreiche für die Redaktionsarbeit gewonnen zu haben. Andererseits bewegen wir uns doch bei allem Social Media per Web immer wieder in einem überschaubaren Kreis geschätzter Leute, die uns bekannt und lieb und teuer sind. Das sind, mal für unsere Regionalzeitung Hannoversche Allgemeine gesprochen, "ein paar tausend" Leser. Nicht wenig, aber eben auch nicht die Revolution beim Zeitungmachen.

    Na klar, Teil 2: Wir müssen das mitmachen und machen es auch gerne mit, doch sollten wir bitte auch die Kirche im Dorf lassen. Gegenwärtig hält man Aufwand und Nutzen besser im überschaubaren Rahmen. Es gibt eine Tendenz der Selbstbeschäftigung innerhalb der sozialen Medien, die ein ganz problematischer Zeitfresser wird, je mehr Plattformen es gibt. Lösen wird sich das vermutlich erst, wenn einzelne Beiträge in sozialen Medien von Individuen die Hürden zwischen den Plattformen überwinden und auch die Antworten darauf mitübertragen werden. Wir hatten das schon mal: bei der Einführung der E-Mail. Damals konnte man etwa bei CompuServe oder AOL den anderen nur erreichen, wenn er im gleichen Netz aktiv war. Wir haben noch keinen Namen für den einzelnen Statusbeitrag, der dann über die diversen Plattformen seine Leser findet. Aber ich bin ganz sicher: Zusätzlich zur E-Mail wird so etwas wie der "Status" eine weitere plattformübergreifende Veröffentlichungsform finden. Nur sind wir noch ganz am Anfang. Und wie wir die ganzen Nichtnutzer über diese faszinierende Entwicklung erreichen , müssen wir erst noch erkunden.
  • silberlicht
    Ich frage mich, ob wir den Dialog-Begriff nicht überdenken sollten. Vieles von dem hier Diskutierten dreht sich mehr um Interaktion. Bei Dialog schwingt immer wieder auch "Face-to-face"mit, direkt, unmittelbar. Interaktion ist da neutraler und lässt mehr Spielraum für freiere Formen. Dann kann es heißen: Social Media kann hier und da auf Dialog verzichten, aber nicht auf Interaktion.
  • Georg Ziegler
    Having read that...:
    Wo der Kunde eines Unternehmens ist, dort empfiehlt es sich auch als Unternehmen zu sein. Jedoch jedes Unternehmen hat andere Kunden:
    Wenn diese Kunden in Social Media unterwegs sind, kann (!) das Unternehmen um erfolgreich zu sein auch dort sein.
    Wenn Kunden direkten Dialog erwarten, sollten Unternehmen in diesen treten, egal auf welchem Kanal.
    Wenn Kunden Fans oder begeistert von einer Marke sind und Informationen erwarten, dann sollten sie diese auch bekommen.

    Um Ghandi und King zu verschonen... Pflegt ein Barack Obama den interaktiven Dialog bei Twitter oder gibt er den Menschen das Gefühl "dabei" zu sein?! Zu partizipieren?!

    Ich stimme dem Grundgedanken von Mirko Lange voll zu, wenn er schreibt, dass ich nicht aktiv sprechen muss in Social Media, um im Dialog mit meinen Kunden oder Fans zu stehen.
  • Hi Helge ;-)

    Okay, hinkender Vergleich ist akzeptiert. Nicht jeder hat Fans. Fein. Und wie ist es mit dem anderen hinkenden Vergleich Jesus, Gandhi und King?

    Ich meine: Jedes Unternehmen hat etwas mitzuteilen - mit-anderen-zu-teilen. Jedes Unternehmen hat etwas, was andere interessiert. Jedes Unternehmen hat die Möglichkeit auch etwas mit-anderen-zu-teilen, was bewegt.

    Und was ist dagegen zu sagen, wenn sie dafür den Kanal [sic!] "Social Media" nutzen? Dass sie also einen Beitrag in einem Blog schreiben. Dazu ein Video in YouTube laden und eine illustrierende Präsentation in Slideshare, die Bilder dafür kommen von Flickr. Und dann posten Sie einen Hinweis auf Twitter und Facebook. Wo ist das Problem?

    Wen das interessiert, der abonniert den Twitter-Channel oder wird Fan bei Facebook. Andere abonnieren den YouTube Channel oder den von Slideshare, weil sie in der gleichen Branche arbeiten. Wieder andere suchen nach einem fachbegriff in Google oder Flickr und finden dann einen Fachbeitrag oder ein Bild für eine Präsentation.

    Und wen es nicht interessiert, der bekommt von all dem gar nichts mit. Der drückt nicht auf "follow" (oder irgendwann auf "entfollow"), der wird kein Fan. Der bleibt in seiner Peer-Group.

    Mir scheint alle gewinnen! Unternehmen stellen ihre (wertvollen) Informationen dort zur Verfügung, wo diejenogen, die daran interessiert sind, sie leicht finden können. Die Interessierten können in ihrem gewohnten Umfeld Nachrichten bekommen, die sie interessieren. Und wenÄs nicht interessiert, der bekommt nichts davon mit. Ist doch viel besser als wenn Unternehmen breit Werbung machen und auch die nerven, die es nicht interessiert, oder?
  • lieber mirko,

    schön, dass du diese wichtige diskussion wieder einmal angeregt und moderiert hast! aber der vergleich mit dieter nuhr oder real madrid hinkt gewaltig. welches unternehmen hat schon echte fans? die nur darauf warten, dass sich ihr geliebtes unternehmen gewinnt, sich am balkon zeigt oder eine neue platte macht?

    nein, socialmedia ist und bleibt aus meiner sicht eine art zu denken und nicht das nutzen irgendwelcher technik-tools. letzteres kann jeder halbwegs begabte computer-nutzer. ein respektierter teil einer community zu werden oder "mit einer menschlichen stimme zu reden" (cluetrain) ist da schon wesentlich schwieriger. aber nicht unmöglich. denn die menschen in den unternehmen können es ja. sie sind doch selbst teil vieler netzwerke und haben dort bereits ihre reputation.

    fakt bleibt: wenn unternehmen nicht bereit sind, zeit und (wo)manpower zu investieren, um sich mit den menschen in ihrem markt auszutauschen, ihnen zuzuhören, ihr feedback ernst zu nehmen, also einen echten wertschätzenden dialog auf augenhöhe zu führen, dann sollten sie socialmedia sein lassen. punkt.

    ...und könnten damit "ihre größte chance verpassen" (cluetrain) ;-)
  • "Den Dialog beenden." Ich musste grad kurz überlegen, ob das geht. Ich glaube hier wird der Dialog mit der Existenz eines Accounts gleichgesetzt - dabei handelt es sich hierbei nur um ein Kommunikationsangebot, was den Dialog grundsätzlich ermöglicht.

    Ad "Schnell wieder vergessen" und "Dialog beenden": Ich glaube, dass hier der Blick in die Zukunft und auf Nachhaltigkeit nicht davon abhängt ob immernoch dialogische Ansätze verfolgt werden, sondern dass hier eher die persönliche Geschichte eine Rolle spielt: Nachhaltig ist es schon, wenn einmal erfolgreich dialogisch kommuniziert wurde. Sicherlich verblasst diese Erinnerung, und muss erneuert werden, aber durch die bloße Existenz eines Accounts geschieht dies nicht. Dieses Glücksspiel des Zuhörens und aufeinander Eingehens - das muss ja nicht zwangsläufig wieder klappen. Um diesen Gedanken zu verstehen, muss man zwischen Hinwendung und grundsätzlichem kommunikativen Austausch unterscheiden. Hinwendung ist zum Beispiel Hilfestellung, nicht bloße Interaktion. Hinwendung erzeugt Momente, an die man sich erinnern kann. In diesem Sinne ist es nicht so wichtig, ob man jetzt von der Bildfläche verschwindet, oder nicht. Wichtiger ist was man vorher getan hat, ob man Fürsprecher gewonnen hat, ob man bemerkenswerte (im vollen Wortsinne) Dinge vollbracht hat.

    Und um auf die letzte Frage zurückzukommen, ob man merkt wenn jemand der 1500 Follower fehlt - natürlich nicht, es sei denn man hat schon eine starke Bindung zu dem Account und beachtet ihn anders, als die restlichen. Wenn man ihn z.B. in einer Liste hat, die nur noch 80-100 Accounts umfasst, kann die fehlende Aktivität sehr wohl auffallen. Je relevanter etwas war, desto eher sticht es auch hervor, wenn es fehlt. Wir sind vielleicht gewöhnt die Updates von @talkabout zu lesen und empfinden es als nichts besonderes, aber irgendwann würde der Zeitpunkt kommen, an dem wir uns fragen "Was ist da eigentlich los" wenn auf einmal keine Kommunikation mehr stattfindet. Und das nur, weil wir in Verbindung miteinander stehen ODER, und das ist der Punkt, standen.
  • Hallo Christoph, es ist immer wieder wertvoll, sich die ganze Breite der möglichen Interpretationen bewusst zu machen. Und Danke für den Beitrag - in doppeltem Wortsinne.

    Am Ende des Tages (nein, ich meine nicht dich, Christian!) zählt aber weder die Wissenschaft noch irgendein sollte/müsste/würde eigentlich. Sondern das, was machbar und umsetzbar ist. "Das bessere ist der Feind des Guten", sagt irgendein Sprichwort. So ist es auch hier.

    Lasst uns die Leute erst einmal mit gutem Gewissen und ganz entspannt den ersten Schritt machen, bevor wir schreien, dass der zweite viel besser ist. Oder? So lange der erste Schritt *auch* Sinn macht (wenn auch vielleicht weniger), ist das eine gute Strategie. Und eine realistische.
  • Hallo Mirko, wie du weisst beschäftige ich mit dem Thema auf wissenschaftlicher Basis, und möchte kurz ein paar Einwürfe tätigen - wirklich nur Einwürfe, die vollen Erkenntnisse zu dialogorientieren Kommunikationsangeboten von Unternehmen gibts dann in meiner Diplomarbeit ;-)

    Der Dialog wird seit jeher sehr sehr unterschiedlich definiert. In der Psychologie, in der Kommunikationswissenschaft, in der Unternehmenskommunikation. Wenn man es ganz streng nimmt (wie z.b. ein Herr David Bohm es getan hat), dann ist ein richtiger Dialog über Texte sowieso nicht möglich. Dieser (durchaus lesenwerte, aber teils schon ins esotherische verfallende) Autor möchte ideale Situationen erzeugen, in dem er Teilnehmer bzw. in unserem Falle Stakeholder in eine Gesprächsrunde bringt und durch lange Sessions eine stetige Öffnung und Hinwendung zu den Paradigmen und Gedanken der "anderen Seite" möglich macht. Es geht nicht um eine Diskussion, das ist das Gegenteil eines Dialogs:

    „In dialogue, however, nobody is trying to win. Everybody wins if anybody wins. There is different sort of spirit to it. In a dialogue, there is no attempt to gain points or to make your particular view prevail. [...] It’s a situation called win-win, whereas the other game is win-lose – if I win, you lose. But a dialogue is something more of a common participation, in which we are not playing a game against each other, but with each other. " (Bohm, On dialogue)

    Nun gut, was fangen wir damit an. Zum einen hab ich mir da schon mal die Finger wund geschrieben: http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/08/d... , zum anderen muss man ja nicht immer die härteste Definition hernehmen und sich an ihr messen.

    Wir haben also grundlegend einen limiterten Dialog vor uns. Die wirkliche Fragestellung dahinter ist, wer den brauch und wann. Wie du mit dem Blick auf die Followerschaften undialogischer Twitter-Accounts gezeigt hast, scheint dies nicht jeder zu brauchen. Dann brauch man aber auch nicht zu denken, dass die grundlegende Bindung, also die Beziehung zu einem Unternehmen, gebessert wird. Es ergibt sich eine neue Kommunikationsebene - aber so lange diese nicht irgendwo emotional (und richtige Hinwendung ist immer in bestimmten Maße emotional), sondern klinisch passiert, wird sich keine stärkere Identifikation (oder wie auch immer man diese Annäherung nennen mag) einstellen. Sprich: Ich werde zu einem Bot / einem Account der sich zu niemandem hinwendet keine Beziehung aufbauen. Wenn jedoch jemand auf mich zukommt, d.h. den zweiten Schritt im Dialog (nach dem Zuhören) leistet, dann öffnet sich eine Sphäre, die vorher nicht da war. Ob es sich dabei um Hilfe, einen lustigen Kommentar oder einfach nur eine passende Info zu einer gestellten Frage handelt, ist dabei garnicht so wichtig. Natürlich kann die Lufthansa nicht jedem #lufthansa-tweet genügend Aufmerksamkeit widtmen - dafür sind die Strukturen nicht da, und die Frage stellt sich auch, wie sinnvoll es ist. Aber wenn der Account im Laufe von Monaten mit ein paar Menschen wirklich interagiert, werden diese das im Kopf bewahren. Und wenn diese dann vor einer 50:50 Entscheidung, oder einer Empfehlung stehen, wird diese Empfehlung zugunsten derer Ausfallen, die schon mit der Person in Interaktion standen. Und eventuell, je stärker der Austausch war, trifft das auch noch für für eine 45:55-Entscheidung zu.

    Dialog ist ein Premium-Feature, wenn man es so sehen will. Und wer sich im Konkurrenzkampf durch dieses Premium-Schlagwort absetzen will, der sollte sich auch die Möglichkeiten zur Realisierung eines solchen Features auf einer kommunikativen Ebene anschauen.

    Ok, das waren jetzt sehr viele Gedanken die ich versucht habe in einem Kommentar zu vereinen - aber ich hoffe die Message kommt raus: Natürlich ist es die Kür neben grundlegenderen Kommunikationsaktivitäten - aber wie viele Märkte gibt es, in denen genau diese Kür als einziges Merkmal zur Distinktion bzw. Abhebung vom Konkurrenten verhilft?

    Und meist macht die Kür auch viel mehr Spaß, als die leidige Pflicht. Aber das ist wiederum gänzlich unwissenschaftlich ;-)

    My 50 cents,

    Beste Grüße,

    Christoph
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