Von Miesepetern, Nörglern und Grantlern – Deutsches Business in Zeiten des Web 2.0

Posted by on Juli 24, 2010 at 9:10 pm.

Manchmal bedauere ich, in Deutschland zu leben. Deutschland ist ein geniales Land. Aber ich bin vom Typ her jemand, der sich für das Neue interessiert. Und da lebt es sich in Deutschland oft sehr schlecht, zumindest im Vergleich zu Amerika. Vieles ist schwierig und wie ich finde sehr problematisch dort. Aber das können sie wirklich: Neuem aufgeschlossen gegenüber stehen. Wir sind dagegen ein Land von Miesepetern, Nörglern und Grantlern: Wann immer mal jemand etwas Neues versucht, man kann sicher sein, dass ein paar Tage später jemand kommt und versucht, alles mies zu machen. “Irgendwas findet man ja immer” ist hier das Motto – sei es auch noch so klein, dann blasen wir es eben auf! Aber heute gilt: Es findet alles öffentlich statt. Und das ist eine  Herausforderung für Unternehmen, der sie augenscheinlich nur sehr selten gewachsen sind.

So auch ganz aktuell für die Post. Die Post hat einen neuen Service vorgestellt. Den E-Postbrief. Klingt erst mal komisch. Macht aber Sinn. So schreibt die Post auf ihrer Website ganz zu Anfang ihrer Produktbeschreibung: “Ob Abschluss einer Versicherung, Beauftragung eines Handwerkers oder Korrespondenz mit Behörden. Der E-POSTBRIEF ist so sicher und verbindlich, wie ein Brief mit der Deutschen Post.” Tatsächlich besteht hier ganz einfach ein juristisches Problem: E-Mails werden von Gerichten im Streitfall nicht anerkannt. Die Post hat alles unternommen, die E-Mail so rechtssicher zu machen wie einen normalen Brief – und das relativ leicht nutzbar für den Konsumenten. Der Service ist vielleicht nicht vom Start weg “perfekt” – aber wenn man sich die FAQ anschaut, wirkt er gut durchdacht. Und in Anbetracht der sehr komplexen juristischen Situation in Deutschland (hier sind wir nahezu “perfekt”), ist das eine große Leistung.

An Stammtischen wurde schon immer gegrantelt

Und was passiert? Es gibt viele Leute, die offensichtlich das Prinzip und den Nutzen nicht verstehen (weil sie sich damit auch nicht beschäftigt haben), und die die Post dann mit Häme überschütten. (Edit: Viele scheinen nicht zu verstehen, dass der E-Postbrief weder eine Alternative zur E-Mail noch zu privaten Briefen sein soll, sondern ein Alternative für rechtsverbindlichen Schriftverkehr, z.B. mit Behörden und Unternehmen). Das ist okay, das muss nicht stören. Das findet auch an Stammtischen ständig statt. Aber dann gibt es immer mehr Meinungsbildner, die das dann genüsslich ausschlachten, wie aktuell z.B. das Handelsblatt. Auch der TV-Moderator, Blogger und “Apple-Addict” Richard Gutjahr meinte gestern in einem Blogbeitrag dazu: “Behördenvorgänge online erledigen, mehr Rechtssicherheit bei Vertragsabwicklungen, in der Tat, das wäre ein Gewinn.”

“Große Verachtung gegenüber der Pressestelle”

Aus Sicht von Gutjahr wäre es das dann aber auch schon mit dem Positiven. Ansonsten kann er nämlich “gar nicht zum Ausdruck bringen, wie groß seine Verachtung gegenüber der Pressestelle der Deutschen Post ist” und gibt sich “die größte Mühe”, seinen “Zorn im Zaume zu halten”. Was war passiert? Offensichtlich fühlte er sich nicht ernst genommen, und er zitiert den Konzernsprecher Uwe Bensin mit dem Satz: “Social Media Anfragen werden durch unseren Kundenservice beantwortet, die leider nicht auf Interviews eingerichtet sind.“ Dem widerspricht Bensin in einem Kommentar: “Zu keinem Zeitpunkt haben wir gesagt, „mit Bloggern reden wir nicht“. Im Gegenteil, in meiner Mail habe ich Ihnen eine schriftliche Antwort zugesagt.” Eine ziemlich unübersichtliche Situation.

Kommunikations-Probleme überlagern faktisches Dilemma

Hier liegt ein massives PR-Problem vor. Und das ist neu. Wir sehen immer mehr die Verquickung von faktischem Problem und Kommunikation. Immer öfter wird die Kommunikation kritsiert, nicht (nur) das, was passiert ist. Wie auch im Fall Nestlé vs. Greenpeace hat die Kommunikation der Post das Problem komplett unterschätzt. Okay, kann man fragen: liegt hier wirklich ein echtes Problem vor? Wie man es nimmt. Den Blogbeitrag von Richard Gutjahr haben ein paar tausend Leute gelesen, der Link ist ein paar tausend Mal getweetet worden. Manche reagieren direkt und sagen, dass sie aufgrund des Artikels den Service der Post nicht nutzen werden. Und einen Tag später hat Heise den Gutjahr’schen Blogbeitrag aufgegriffen. Und Heise übernimmt dabei völlig unreflektiert die Argumentation in zwei Beiträgen. Der Effekt im Social Web ist dabei auch: Die Kritiker befeuern sich gegenseitig, jeder kann auf den anderen verweisen, und je mehr und je öfter dann andere, die sich auch nicht vollständig damit beschäftigt haben, auf den Zug aufspringen, desto mehr verfestigen sich Meinungen. Ob die Meinungen da fundiert waren oder nicht, ist da schon nicht mehr von Belang. Man muss abwarten, ob diese Argumentation sich noch weiter entwickelt. Auf jeden Fall ist es unangnehm.

Das Muster für Shitstorms

Bei dieser Art von Kritik und “Shitstorms”, denen Unternehmen dann ausgesetzt sind, gibt es ein Muster. Das Muster ist immer das Gleiche, egal ob bei Vodafone, Nestlé, Jako, Jack Wolfskin – oder jetzt eben die Post. Man nehme jemanden, der irgendwie zum Establishment zählt, der sich bisher nicht so richtig in Social Media bewegt hat und fache dann das öffentliche Empörungspotenzial an. Wichtig ist dabei das Modell “David gegen Goliath”. Goliath hat man schon (s.o.), jetzt braucht es nur noch einen David: Die Generation Upload bei Vodafone, den Orang Utan bei Nestlé, Blogger Baade bei Jako und die die Dawanda-Mitglieder bei Jack Wolfskin – jetzt sind es die armen Post-Kunden. In Anbetracht des Prozesses ist es nicht einmal wichtig, ob man ein Mandat von David hat. Es funktioniert auch so. Was es jetzt noch braucht ist ein Fehlverhalten des Goliaths, beliebt sind hierbei Abmahnungen (Jack Wolfskin, Jako), mangelnde Kommunikationsbereitschaft (Vodafone, Post) oder – ganz besonders schlimm – “Zensur”. “Zensur” ist übrigens die Keule, da kommt man kaum noch raus. Und jetzt muss man nur noch mit den typischen Vorwürfen kommen: Geschäftemacherei, Ausnutzen, Daten missbrauchen, … da sind wir in Deutschland ja besonders gerne dabei. Wenn dann noch Häme oder gar humoriges dabei ist (ist bei der Post ganz viel), dann hat man die perfekte Story. Das Schöne dabei: Irgendwann geht es gar nicht um die eigentlichen Inhalte, sondern nur noch darum, wie etwas im Web 2.0 läuft – das war besonders schön bei Nestlé vs. Greenpeace zu sehen. Das Thema ist nicht deswegen so stark in den Medien aufgegriffen worden, weil es ganz böse ist, was da in Indonesien passiert. Das war nebensächlich. Es ging nur darum, dass es im Netz irgendwie mal wieder abging.

Wie der normale Mensch mit Komplexität umgeht

Wenn man diese ganzen Fälle betrachtet, gibt es übrigens noch eine zweite Gemeinsamkeit. Fast immer war ein Vorgang betroffen, der sich “dem normalen Menschen” nicht erschließt. Die komplexen Lieferketten der Palmölindustrie – sehr undurchsichtig. Die Interessen des Markenschutzes – schwierig zu verstehen. Das (sinnvolle) juristische Instrument der Abmahnung – kaum jemandem bekannt. Und nun die komplexe Welt von verbindlichen E-Mails. Was wir Deutschen nicht kennen, überziehen wir gerne mit Häme. Und schon haben wir eine Debatte, die schnell die Grenzen des gesunden Menschenverstand verlässt. Hat hier der Goliath noch eine Chance? Auf jeden Fall wenig. Irgendwie ist er schon als Looser gesetzt. Edit: Auch Richrad Gutjahr hat die Kritik so wunderbar in vier Punkte verpackt, die zwar zweifelhaft sind, die aber hängen bleiben und jetzt dutzendfach (Edit: tausendfach) weiter verbreitet werden – und als ziemlich wahr rüberkommen.

Punkt 1: “Die umständliche Anmeldung”.

Was ist eigentlich inhaltlich passiert? Gutjahr kritisiert in seinem Blogpost eine ganze Reihe von Punkten des E-Post-Service. Zum Beispiel die umständliche Anmeldung. Diese kritisiert übrigens auch die Stiftung Warentest. Allerdings verfehlt diese Kritik den Kern der Sache. Das Neue am E-Postbrief sei ja, so schreibt auch die Stiftung Warentest völlig richtig, “dass sich alle Nutzer eindeutig identifizieren müssen. So wissen Absender und Empfänger zweifelsfrei, mit wem sie es zu tun haben.” Es ist also im Interesse der Beteiligten, dass alle Nutzer eindeutig identifiziert sind. Das Verfahren der Post stellt das weitgehend sicher. Und mir persönlich ist übrigens kein anderes, vergleichbar sicheres Verfahren bekannt außer dem Post-Ident-Verfahren. Richard Gutjahr schreibt zwar von “vielen unnötigen Hürden”, er bleibt aber schuldig, dem Leser Alternativen zu nennen. Also was ist daran kritikwürdig, wenn die Post die Identität des Kontobesitzers eindeutig festellt? Genau das ist ja der Sinn der Übung!

Punkt 2: “Versäumniszuschläge im Urlaub”

Zweiter Kritikpunkt: Die Post regelt in den AGBen, dass der Nutzer sein “Nutzerkonto als seinen Machtbereich anerkennt”. Das ist ein juristischer Fachbegriff, der für den Zugang von Willenserklärungen bedeutend ist. Damit nämlich Rechtsgeschäfte oder Verwaltungsakte wirksam sind, müssen sie “zugehen”. Und als “zugegangen” gelten sie, wenn sie in den Machtbereich des anderen gelangen. Ich persönlich kann nicht verstehen, warum das nach der von Richard Gutjahr befragten Anwalt Udo Vettel ein “weitgehender Eingriff in den Lebensbereich der Kunden” sein soll. Es ist hier eher so, dass das die Rechtsprechung ohnehin so sehen wird – ganz unabhängig davon, was die Post in den AGB schreibt (s.a. http://www.jurpc.de/rechtspr/20030158.htm aus dem Jahr 2002). Und es ist auch falsch, dass das beim normalen Brief nicht gelten würde. Es ist heute ganz klar, dass zum Beispiel eine Kündigung vom Arbeitgeber (wahrscheinlich einer der drastischsten Briefe die man bekommen kann) auch dann als zugegangen gilt, wenn sie während des Urlaubs in den Briefkasten geworfen werden. Das weiß nur niemand, jeder hört das jetzt im Zusammenhang mit dem E-Postbrief zum ersten Mal und schreit auf. Problematisch ist allerdings, dass Richard beim Transkript ein ziemlicher Patzer unterläuft. Die letzten Beiden Sätze dieses Absatzes (Zitate: “Vetter vermutet, hier möchte die Post ihren Service vor allem für Großkunden aufwerten, nach dem Motto: „Verschick doch Deine Kündigungsfristen über uns – wenn ein Kunde im Urlaub seine Mails nicht checkt (und das werden die Wenigsten), dann hat er halt Pech gehabt!“”) ist allem Anschein nach falsch. Denn in dem Interview stammen diese Sätze von Richard Gutjahr selbst, und Vetter hat die nicht einmal kommentiert, geschweige denn dem zugestimmt, weil Richard direkt zu einem anderen Thema wechselt. Und dieser Satz ist auch haarsträubend falsch. Denn Wie man oben aus dem Urteil sehen kann, kann eine Kündigung auch schon jetzt ohne Probleme mit der Post geschickt werden – und sie wird wirksam, selbst wenn der Arbeitgeber weiß, dass der Arbeitnehmer in Urlaub ist.

Edit: Hab’s jetzt grade erst gesehen. Man kann sich per SMS benachrichtigen lassen, wenn ein neuer E-POSTBRIEF in seinem Posteingang eingeht. Dieser Service ist kostenfrei und dürfte auch im Ausland funktionieren.

Punkt 3: “Wer hat noch nicht, wer will noch mal?”

Ebenso haarsträubend und falsch ist der Vorwurf, dass die Post Tür und Tor für Missbrauch öffne, wenn sie auf Nachfrage die E-POST-Adresse weitergebe. Wenn Richard Gutjahr schreibt, dass die Post “munter Handel betreiben” könne und die “beispielsweise an Adress-Broker weiterverkaufen könne”, ist das irreführend, und der Satz “die mögliche Folge: SPAM” ist Panikmache. Und noch schlimmer ist das Zitat von Thomas Stadler, der meint “in dieser Passage sogar eine Vorbereitungshandlung für die Rechtsverletzung eines Dritten, an der die Post auch noch verdient”. Ich frage da Richard Gutjahr und Thomas Stadler: Wie dämlich muss denn ein Unternehmen sein, sich über ein Postident-Verfahren persönlich zu identifizieren, und dann Geld dafür auszugeben, um eine Rechtsverletzung zu begehen, für die er dann sicher belangt wird? (Edit: Übrigens ist dieser Vorgang uralt und wird in der “1.0-Welt” täglich millionenfach angewendet. Man nennt das “Telefonauskunft”. Auch hier bekommt man, wenn man Namen und Adresse eines Teilnehmers hat, die dazugehörige Telefonnummer – und zwar auch kostenpflichtig.)

Punkt 4: “Mit dem Briefgeheimnis einer Postkarte”

Hier zeigt sich der einzige gerechtfertigte Vorwurf an der E-POST – allerdings auch deutlich weniger stark als dargestellt. Die Post wirbt selber mit dem Slogan “Wir bringen das Briefgeheimnis ins Internet.” Das ist leider einfach falsch. Denn das BVerfG hat eindeutig festgelegt dass E-Mails niemals dem Schutz des Briefgeheimnisses unterliegen (s. Artikel 10 GG). Wobei allerdings in der sonstigen Kommunikation ziemlich klar wird, dass der Nutzen der E-Post nicht das Briefgeheimnis ist. In der Praxis dürfte das auch wenig Bedeutung haben. Denn das betrifft nur Strafverfolgungsbehörden, die im Falle eines Verdachtes E-Mails beschlagnahmen dürfen – wie übrigens bei JEDEM E-Mail Postfach.

Punkt 5: “Worte für die Ewigkeit”

Die Post regelt in ihren AGBen auch, dass Daten (also z.B. E-Mails) beim Löschen nicht sofort gelöscht werden, sondern erst gesperrt und dann zeitversetzt gelöscht. Die Post macht das “um versehentlichen Löschungen oder evtl. vorsätzlichen Schädigungen vorzubeugen”. Ich finde das mehr als sinnvoll. Und die Post weist weiterhin darauf hin, dass von jeder E-Mail Backups angelegt werden, um einen versehentlichen Datenverlust vorzubeugen, die dann zeitversetzt gelöscht werden. Richard Gutjahr und Udo Vettel finden das einen “ungeheuerlichen Vorgang”. Ich muss sagen: Ich fände es einen ungeheuerlichen Vorgang, wenn es anders wäre, und wichtige Geschäftspapiere versehentlich verloren gingen.

Mein persönliches Fazit

Ja, es braucht Aufklärung. Und ja, es ist gut, wenn sich neben den Journalisten noch eine fünfte Macht etabliert, welche die Wirtschaft und die Politik mit “kontrolliert”, Schwachstellen aufzeigt und aufklärt. Ich persönlich finde es aber dann schade, wenn diese Aufklärung einseitig ist, und so eher zur Missinformation führt. Der Hinweis, dass durch den E-POSTBRIEF Account auch Pflichten entstehen ist gut und wichtig. Wobei das jeder mit ein wenig gesundem Menschenverstand auch begreifen kann. Denn wenn man selber einen Kommunikationskanal öffnet, auf dem verbindlich Rechtsgeschäfte stattfinden, dann finden die eben auch gegenseitig statt. Das ist nun mal so bei Rechtsgeschäften. Und wie gesagt: Das ist ja auch für den Schutz des Kunden. Wenn er nämlich zum Beispiel seiner Versicherung kündigen will, dann hält er auch mit dem Absenden der Mail die Frist ein. Genau das bringt Rechtssicherheit. Und noch einmal: Genau dafür ist der E-Postbrief gemacht. Um Rechts(!)-Sicherheit bei E-Mails herzustellen.

Und was kann man aus der Sicht der PR daraus lernen?

Wie man sieht, entstehen im Internet ganz schnell falsche Aussagen und die verselbständigen sich dann. Vor allem braucht es jemanden aus den Unternehmen, der ganz, ganz nah an der Szene ist. Nicht als “Spion”, sondern als Teil der ganzen Geschichte. Und der muss mit am Tisch so vieler Planungen sitzen um mit zu beurteilen: So wird die Community reagieren. Das war analog schon immer auch die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit – wenn sie als Stabstelle implementiert war: Abzuschätzen, wie die Öffentlichkeit auf bestimmte Handlungen eines Unternehmens reagiert. Deswegen muss dieser “Social Media Experte” verstehen, wie die Menschen im Social Web ticken. Er muss erkennen, wie die Mechanismen funktionieren, was im Einzelnen Shitstorms und Empörungswellen befeuert. Und er muss für Gespräche zur Verfügung stehen. Sofort. Nicht nach einwöchigem Beratschlagen. Das geht aber nur, wenn man vorher seine Hausaufgaben macht. Und er (natürlich auch “sie) muss so reden, wie die Menschen in den sozialen Medien reden. Er (oder: Sie) muss dort anerkannt sein. Spindoctorn wird auch hier nicht gelingen. Aber er (oder: sie) kann dazu beitragen, dass solche Geschichten nicht eskalieren.

Mit gesprächsbereiten Menschen sprechen – sofort!

Im aktuellen Beispiel: Richard Gutjahr ist klug. Natürlich ist es schwierig, wenn man einen potenziellen Kritiker vor den Kopf stößt. Aber jeder gesprächsbereite Kritiker ist ein potenzieller Fürsprecher. Für Unternehmen besteht ein Wettlauf mit der Zeit: Welche Meinung wird sich zuerst entwickeln? Die populistische, die über Häme und Schadenfreude arbeitet, gerne auch über Angst und Empörung? Oder die sachliche, die im Allgemeinen gar nicht sexy ist. Die gute Nachricht ist: Es gibt viele gute Männer und Frauen in Deutschland. Wenn man mit ihnen spricht, und wann man beweisen kann, dass man auch wirklich zuhört (und das gehörte auch umsetzt), dann können sich die Menschen auch für das Neue begeistern. Ansonsten herrscht der Reflex vor: Nörgeln, granteln, miesepetern. Man kann damit als Unternehmen umgehen. das erfodert aber Konsequenz und Einsatz. Und da bewahrheitet sich die Deifnition des Sozialwissenschaftler Thomas Meyer von “Populismus”: das könne auch eine „soziale Protestbewegung gegen entfremdete Herrschaft“ sein.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 6.9/10 (37 votes cast)
Von Miesepetern, Nörglern und Grantlern - Deutsches Business in Zeiten des Web 2.0, 6.9 out of 10 based on 37 ratings
  • http://www.dodetective.com/ 徵信公司

    This article was extremely boring and most of comments is nosense . it’s seems like this blog got heavily spamw . please clear up it;

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://www.kamerhiphop.com/myforum/profile.php?id=1252 Smokeless Cigarette

    While I have to disagree on some parts, however this was a great post. I look forward to reading more of your work.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: NPapendorf

  • http://www.reisedurchschweden.com Durch Schweden

    Gehst du nach Schweden, dann sollten Sie die Brücke zwischen Kopenhagen und Malmö. Es ist cool

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Sven Peter

  • Pingback: Die e-Post und das Web2.0 | Web 2.0 in Theorie und Praxis.

  • http://twitter.com/martinweigert Martin Weigert

    Kurze Ergänzung: Ich beziehe mich auf Kosten für die laufende Nutzung, nicht für einmaligen Administrationsaufwand, was natürlich in Ordnung wäre. Eine digitale Kommunikationslösung, die der Effizienzsteigerung und Entbürokratisierung dient, sollte zumindest für Endkunden kostenlos sein.

    Hier in Schweden gibt es eine schöne Lösung in Form eines mit einem persönlichen Schlüssel versehenen Clients, den man auf seinem Rechner installiert und der einen bei Behörden und Firmen identifiziert. Superpraktisch, kostenlos, simpel. Würde natürlich in Deutschland nicht funktionieren, wegen Datenschutz, “gläserner Bürger” usw.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://twitter.com/martinweigert Martin Weigert

    Ein sehr guter Beitrag. Die populistische, Panik verbreitende Reaktion auf den E-Postbrief (und die De-Mail) habe ich auch als sehr unangenehm empfunden. Nicht, weil ich das Konzept toll finde (das tue ich nicht – besonders, weil es mit Kosten für den Nutzer verbunden ist, was ich für unangemessen halte), sondern weil man sehr viel sachlicher hätte kritisieren und beide Seiten der Medaille beleuchten können. Müssen.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Dr. Frank Westphal

  • Pingback: solnetwork

  • Pingback: Andreas Leonhard

  • Pingback: Karoline Simonitsch

  • Pingback: DFKOM

  • Pingback: Carsten Ulbricht

  • http://www.hrgajek.de Henning Gajek

    Hallo, mir fällt auf, daß viele Menschen im Netz an epost herumnörgeln, sich aber noch gar nicht angemeldet haben. Dann fällt mir auf, daß epost noch eine Großbaustelle ist, mit vielen guten Ideen, aber auch mit dem großen Mißverständnis der Menschen da draußen, die gerne EINE e-mail-Adresse hätten, die sie auch “zeritifizeirt” verwenden können, wenn es notwendig ist. Daß man in der epost-Welt nur mit epost-lern (Kunden) kommunizieren kann, haben viele nicht erwartet oder verstanden.
    Erst wenn man sich im System umgeschaut hat, stößt man auf die @dp-mail.de Adresse, die fürs “offene” Internet angedacht zu sein scheint. Damit kann man Mails empfangen, wenn man ein weiteres “fremdes” e-mail-Konto mit Zugangsdaten eingebunden hat. Ich vermute, daß geplant ist, daß epost/dp-mail dann per “Sammeldienst” weitere Konten einsammeln kann. Das wäre eine gute Idee.

    Zum Schluß fehlt was wesentliches: Die Einbindung des POP3/IMAP/SMTP-Protokolls. Viele Leute sind mobil unterwegs oder rufen ihre Mails mit Mailprogrammen (wie Outlook (Express), Thunderbird etc.) ab. Die sind außen vor.

    Die SMS-Alarmierung neuer E-Postbriefe funktioniert übrigens gut.

    mfg
    Henning Gajek (verifizierter epost-Kunde)

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://www.epost.de Serviceteam E-POSTBRIEF

    Hallo,

    wir haben festgestellt, dass zu einigen Punkten in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zum E-POSTBRIEF zusätzlicher Informationsbedarf besteht. Die identifizierten Punkte haben wir in einer eigenen FAQ erläutert, diese finden Sie hier: http://go.post.de/w4hao

    Mit freundlichen Grüßen

    Philipp Schwertner vom Serviceteam E-POSTBRIEF

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Nicole Schneider

  • Pingback: Mirko Lange

  • Pingback: Oliver Thylmann

  • Pingback: Dr. Michael Spehr

  • Pingback: _Phoenicia

  • Pingback: _Phoenicia

  • Pingback: Mirko Lange

  • Pingback: Bätschman on Tour – www.Baetschman.de » E-Postbrief – eine neutrale Pro&Kontra Liste

  • http://twitter.com/torridluna Torrid Luna

    Verschlüsselte und signierte Email setze ich persönlich seit >12 Jahren ein, ich habe sogar ganz früher mal ein Mailinglistenprogramm für geschlossene Gruppen auf Basis von pgp geschrieben. ;-)

    Kurz erinnert: “signiert” bedeutet, dass die Nachricht tatsächlich vom vermeintlichen Empfänger kommt, und “verschlüsselt”: sie wurde “auf dem Postweg” nicht verändert oder von Dritten gelesen.

    Daß die Pøst es nun schafft, ausgerechnet diese Prinzipien des sicheren und vertraulichen Mailverkehrs durch ihre Unlogistik in Zweifel zu stellen, und mir zudem mit ihrem Produkt noch jede Menge unsinnige bürokratische Pflichten aufdrücken will, darüber darf IMHO ruhig lange und ausgiebig gegrantelt und genörgelt werden, bis hoffentlich bald eine vernünftige und zeitgemäße Lösung diese Kopfgeburt deutscher Schreibtischtäter nachhaltig ablöst. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß “das deutsche Business” einer eleganten Lösung sehr abgeneigt sein wird.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Na ja, der Zusammenhang ist da schon etwas größer. Erstens geht es um einen Massenmarkt, und der braucht einfache Lösungen. Und zweitens geht es um ein von Behörden und Unternehmen breit akzeptiertes Verfahren, für das sich die Post um Zulassung bemüht. Und drittens ist der Masseneffekt ein enorm wichtiger – nur dann wird es nämlich zum allgemeinen Usus. Und das braucht es, damit es nicht nur verschlüsselte Kommunikatio zwischen ein paar Nerds oder Spezialisten bleibt. Oder?

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://twitter.com/alexschnapper Alexander Schnapper

    Noch ein kleiner Hinweis, der Tweet/Link auf http://twitter.com/smokysailor/status/19510887822 ergibt folgendes: “Sorry, that page doesn’t exist!”
    Daher ist es vielen nicht klar, was oder worauf verlinkt werden sollte. (Stichwort Zensur)… :)

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Okay, danke. Offensichtlich wurde der Twwet wieder gelöscht. Nehme ihn raus.

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://twitter.com/alexschnapper Alexander Schnapper

    Irgendwie ist mir beim Lesen beider Artikel nun das Bashing eher in den Vordergrund gerückt worden, als die Sache, um die es eigentlich geht. Verwirrung herrscht nun in meinem Kopf, da ich nun die Werbung der Post, Gutjahr's Blog und nun Deinen Beitrag dazu gelesen habe.
    Persönlich bin ich neuen Services und Diensten kritisch aber interessiert aufgeschlossen. Das war bei Facebook, Twitter und Foursquare so. Und nun nutze ich die Dienste intensiv und begeistert.

    Mal abgesehen davon – 1&1 bietet ja auch sowas wie die Post an, diese “De-Mail”. Nun konkurrieren beide Unternehmen gegeinander, aber das wurde ja nicht genau untersucht…
    (Hab auch nicht alle Kommentare auf diesem Blog gelesen…)

    Toll ist immerhin, dass wir alle uns Gedanken über die E-Post machen können und uns auch persönlich eine eigene Meinung bilden und uns die Blogbeiträge eher als Gedankenstützen zunutzen machen sollten. :)

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Hallo Alexander,

      ja, genau so ist das gedacht, mit dem Social Media, finde ich. Mehr Perspektiven. Größere Annäherung an “die Wahrheit”. :-)

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Andreas Wollin

  • http://twitter.com/andreaswollin Andreas Wollin

    Eine Sache zur Abmahnung, die Du eher nebenbei ansprichst: zb bei Wolfskin wäre ein Anruf doch das Mittel der Wahl gewesen. Wir predigen doch ständig Dialog… Eine Abmahnung sollte doch außerdem mit Augenmaß eingesetzt werden…
    Zum Thema: was ich an der Pressestelle/Kommunikationszentrale der Post Klasse fand: ich hatte bei R. Gutjahr was nicht verstanden, das in 1 Kommentar getippt, Post hat's gesehen, geantwortet und mir auf Twitter Bescheid gegeben, dass ich vorbei schauen soll. Fand ich Spitze!
    Übrigens heißt es immer “Das is ein großes Unternehmen, da kann ne Antwort dauern” – anders rum: die haben die Ressourcen, die können erst recht schnell reagieren.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • http://twitter.com/andreaswollin Andreas Wollin

    Eine Sache zur Abmahnung, die Du eher nebenbei ansprichst: zb bei Wolfskin wäre ein Anruf doch das Mittel der Wahl gewesen. Wir predigen dich ständig Dialog… Eine Abmahnung sollte doch ausserdem mit Augenmaß eingesetzt werden…
    Zum Thema: was ich an der Pressestelle/Kommunikationszentrale der Post Klasse fand: ich hatte bei R. Gutjahr was nicht verstanden, das in 1 Kommentar getippt, Post hat's gesehen, geantwortet und mir auf Twitter Bescheid gegeben, dass ich vorbei schauen soll. Fand ich Spitze!
    Übrigens heißt es immer “Das is ein großes Unternehmen, da kann ne Antwort dauern” – anders rum: die haben die Ressourcen, die können erst recht schnell reagieren.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Maik Riecken

    Das Problem halte ich für grundsätzlicher: Kern ist für mich die Tatsache, dass man Juristen bemüht, um AGB für eine Sache zu überprüfen, die eigentlich recht banal sein sollte. Woran liegt das? Das liegt in meinen Augen an den AGB.
    Der “deutsche Nörgler” hat in den vergangenen Jahren sehr oft die Erfahrung machen müssen, dass der Vertragspartner in seinen AGB Dinge vor allem in seinem und nicht im Kundeninteresse regelt, wobei sich in meinen Augen in einer sinnvollen AGB beide Interessen die Waage halten sollten – es sind Vertrags*partner*, die einen Vertrag schließen. Es ist für die Wahrnehmung unerheblich, ob das auch für die AGB der Post gilt. In der allgemeinen Wahrnehmung sind diese AGB schwer zu verstehen und dadurch “verdachtsanfällig”. Es ist Teil der “Servicewüste Deutschland”. Es ist bestimmt auch ein Kommunikationsproblem.
    Goliath (das muss nicht die Post sein) legt dem “deutschen Nörgler” ein juristisches Vertragswerk vor, das in seinen möglichen Konsequenzen vollständig nur von einem Juristen erfasst werden kann. Der “deutsche Nörgler” hat während des Vertrages mit anderen Goliaths oft genug die Erfahrung gemacht, dass er seine gemutmaßten Vertragsleistungen nicht erhält. David feuert bei neuen Verträgen verallgemeinernd zurück und Goliath jammert.
    Der Durchschnittsbürger weiß nichts von den rechtlichen Rahmenbedingungen, in denen sich die DE-Mail bewegt. Goliath sagt dann sinngemäß: “Ja dann beschäftige dich doch mal damit, damit du meine AGB im richtigen Licht siehst”. Ich will nichts von Goliath. Goliath will David was verkaufen. Goliath kommuniziert in meinen Augen miserabel, bzw. indirekt durch Einsatz von z.B. dir als Beratungsagentur, die Meinung ja gezielt steuern möchte. Welcher Eindruck soll dann bleiben? So überlebt man keinen Shitstorm.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Bätschman on Tour – www.Baetschman.de » DE-Mail und E-Postbrief – Chaos dank Twitter und Web 2.0

  • Pingback: Sebastian Küpers

  • Pingback: wieviele säue braucht das social media dorf? « johanneslenz` blog

  • http://twitter.com/9ZichLVr / () ! |)

    Dieser Blogbeitrag ist ein Machwerk des Wahnsinns, strukturell und argumentativ. Einige Erläuterungen dazu:

    * Es ist gewiss eine verlockende, rhetorische Figur, mit dem miesepetrigen Deutschen um die Ecke zu kommen. In der Kritik steht hier ja aber wohl Richard Gutjahr. Richard Gutjahr?! Ist das nicht diese technikgläubige Freak der jeden neuen Trend mitmacht und als erster Kunde (weltweit!) sein iPad von Apple abholte? Richtig, dem Kerl Verschlossenheit zu unterstellen war ein Eigentor.

    * Sie beschreiben aus Sicht gepeinigter Unternehmen die Tücken eines wütenden Mobs 2.0 samt Shitstorms. Ich gebe Ihnen Recht, dass ein Meinungsführer a la Gutjahr bedrohlich wirkt, aber ein Shitstorm ist dann doch etwas anderes: Wüste Beschimpfungen und Drohungen, statt konstruktiver Kritik. Die von Ihnen beklagt Häme sehe ich bestenfalls rudimentär. Für aussagekräftige Response-Analysen bieten sich möglicherweise Methoden der Transaktionsanalyse an.

    * Sie beantworten die Kritikpunkte Gutjahrs auf subjektiver Ebene, einseitig und unterschlagen Fakten nach Belieben. Exemplarisch lenke ich dabei das Augenmerk auf Punkt 3. Sie scheinen auf der Seite der Post zu stehen – aber warum und wen sprechen Sie eigentlich an? Wollen Sie aufklären und einen eigenen Standpunkt darlegen? Werben Sie für Ihre vermeintliche Web-2.0-Expertise um neue Kundschaft (Post)? Wessen Advokat sind Sie?

    * Sie gestehen der Bloggosphäre zu, sich zur fünften Gewalt zu erheben. Mit Verlaub, das ist absoluter Blödsinn. Will man neben Legislative, Exekutive und Judikative überhaut eine vierte Kraft im Staate ernst nehmen, dann als “publikative Gewalt”. Dazu zählen dann Holzmedien, Blogger und auch Ihr PR-Bemühen.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Hallo / () ! |)

      zuerst die Frage: Warum treten Sie hier (und auf dem Twitter Profil) anonym auf? Und dann: Danke, für den (bis auf das mit dem “Wahnsinn”) sehr konstruktiven und sachlichen Beitrag!

      Ihre erste Vermutung ist nicht richtig. Richard Gutjahr steht nicht wirklich in der Kritik. Ich “kenne” übrigens Richard Gutjahr, ich finde ihn inspirierend, und wir haben ein Mal zusammen gesgessen und angeregt sehr sympatisch diskutiert. Und ich meine auch nichts von dem hier persönlich – eher “sportlich”. Die Geschichte mit der Post war eher der Auslöser. Und im Sinn hatte ich wirklcih ein dutzend anderer Fälle, wo Medien, Blogger und weite Teile der Öffentlichkeit fast schon anstrengend bemüht sind, das Haar in der Suppe zu finden und dann bereit zu treten. Deswegen stehen die Diskussion um den E-Brief und Richard dort nur exemplarisch – und aus aktuellem Anlass. Und es geht auch nicht um Richard Gutjahr, sondern um den daraus folgenden Effekt.

      Schauen Sie sich mal die vielen, vielen, vielen Kommentare zum E-Brief an – nicht nur im Blog, sondern auch allgemein auf Twitter. Richard Gutjahr hat gemeinsam mit den Anwälten Udo Vetter und Thomas Stadler Wassser auf die Mühlen derer geschüttet, die dem E-Post-Brief ohnehin schon sehr kritisch gegenüberstehen. Dabei passiert auch etwas typisches für Juristen (ich bin selber einer, wenn auch kein typischer), nämlich in allem das auch klitzekleinste Risiko zu sehen. Das ist deren Job. Klar ist Richard kein wirklich Prototyp des Konservativen. Im Gegenteil. Fraglich ist aber, ob er sich genau derer bedient. Vielleicht ist er auch (etwas zu unkritisch) nur den Bedenkenträgern aufgesessen?

      Aber eigentlich ist auch das alles nicht wirklich relevant. Das eigentliche Thema des Blogposts ist ein anderer: Es passiert hier was im Social Web. Und das ist, dass die Transparenz steigt, und dass Debatten stattfinden. Die Web-2.0-Puristen nehmen sich raus (zu Recht) sehr kritisch mit Unternehmen und Organisationen umzugehen. Und auch Richard hat nach bester “Investigativen Journalisten Manier” einen scheinbaren Skandel (?) aufgedeckt (“unglaublicher Vorgang”). Das ist sein gutes Recht. Aber Sinn und Zweck ist ja nicht das “bashen” oder “shitstormen”, sondern eben mehr Transparenz, und ein kleines Stückchen mehr Wahrheit.

      Richard Gutjahr hat in und mit seinem Blogpost ein Stück Wirklichkeit erzeugt. Und genau diese erzeugte Wirklichkeit hinterfrage ich. Ich habe dabei nicht den Anspruch, “die Wahrheit” zu finden. Nur eine alternative Perspektive. Und ja, der Artikel vermischt vielleicht zwei Dinge. Auch an diesem Blogpost gibt es genug Grund zur Kritik. Er ist – wie viele Blogposts – recht schnell geschreiben und beruht nicht auf tage- oder wochenlanger Recherche und Analyse. Und an wen richte ich mich? Gute Frage. Das hier ist mein Blog. Mein Tagebuch. Ich schreibe auf, was mich bewegt. Und ich gebe dadurch etwas von mir Preis, zeige, wer ich bin, und lade jeden auf eine Diskussion ein.

      Und was mich wirklcih interessiert ist der Effekt, wie im Web (scheinbare) Tatsachen geschaffen werden, die sich dann ganz arg vereinfacht verbreiten und die dann zu “Wahrheit gerinnen”. Der Effekt ist ja nicht wirklich neu. Neu ist, dass das jetzt im Web 2.0 dokumentiert ist (Google). Das ist bei Richard Gutjahr vom Mechanismus her ähnlich wie bei einem “Shitstorm”. Das hätte ich vielleicht in dem Text deutlicher machen können. Danke für den Hinweis.

      Mich fasziniert das Web 2.0 ungemein. Ich lerne unendlich viel. Und das Web 2.0 wird aus meiner tiefsten Überzeugung nur dann wirklich hilfreich (und “gut”), wenn in ihm nicht nur einseitige Erzeugung von Wirklichkeit stattfindet, sondern etwas, was der “Wahrheit” nahe kommt. Einfach durch seine Vielfalt an Persoektiven. Wenn nicht nur Transparenz über die Unternehmen entsteht, sondern auch Transparenz über die Kritiker und deren Kritik. Wenn also ein reger Diskurs entsteht. Dieser Blogpost ist mein Beitrag dazu.

      Und gerne gehe ich auch auf die anderen Fragen ein. Ich verstehe Sie allerdings nicht ganz, wenn Sie sagen, ich beantwortete die Kritikpunkte Richards “auf subjektiver Ebene”. Grade bei Punkt 3 wird deutlich, dass hier Gutjahr/Vetter/Stadler etwas konstruieren. Der Service der Post, jemandem, der die “richtige” (also physische) Adresse eines Bürgers hat, die dazugehörige E-Brief-Adresse zu geben, finde ich einen sehr vernünftigen Service. Das ist übrigens auch nicht neu: Genau (!) das passiert ja bei der Telefonauskunft. Und auch dieser Service ist kostenpflichtig. Das erleichtert einfach den Geschäftsverkehr, wofür ja der Dienst gemacht ist. Dass die Post dann damit “munteren Adresshandel” betreiben könne, noch dazu eine Beihilfe zu Rechtswidrigkeiten, ist nichts weiter als eine Unterstellung, die nach dem gesunden Menschenverstand auch komplett unlogisch ist. Aber das habe ich ja ausgeführt. Was sagt denn Ihr “gesunder Menschenverstand” dazu? Insofern ist die Kritik von Gutjahr/Vetter/Stadler noch gefährlicher als ein “Shitstorm”: Beides ist “Shit”, aber beim Shitstorm erkennt man ihn wenigstens als solches. Gemeinsam ist beiden, dass Unternehmen dem ziemlich hilflos ausgeliefert sind. Und auch das bedrückt mich, weil es unfair ist.

      Und werbe ich um neue Kundschaft? Ja, irgendwie schon. Allerdings nicht auf plumper Ebene. Mich interessieren die Mechanismen der Meinungsbildung im Internet. Und weil sie mich interessieren, und weil ich mich sehr viel damit beschäftige, baue ich wohl irgendeine Art von Expertise auf. Und über die schreibe ich. Und wenn jemand diese Expertise nutzen will, dann berate ich, das ist richtig. Aber ich habe hierbei niemandem als Ziel, und schon gar nicht die Post :-)

      Last but not least. Das mit der fünften Gewalt bezieht sich darauf, dass als “vierte Gewalt” üblicherweise die klassischen Medien bezeichnet werden (http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt). Man kann wirklich darüber diskutieren, ob das “Social Web” nun Teil der vierten Gewalt wird oder sogar zur fünften Gewalt. Ich tendiere zu letzterem, weil das Social Web auch die klassischen Medien mit “überwacht”.

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Ingmar Bornholz

  • Pingback: Smoky Sailor

  • Pingback: / () ! |)

  • http://nicole-simon.eu nicolesimon

    Man könnte Dir Einseitigkeit vorwerfen (genau, wieviel Geld hast Du wohl von all den Firmen erhalten, weil Du *schock* davon ausgehst, daß sie nicht alle dumm oder willentlich dumm agieren), und schaut man nur auf Social Media scheinen sich all die Stammtische und Bewohner von Kleinbloggersdorf und Twitterhausen wieder einig zu sein. Wenn nicht ja wenn nicht daß Thema und diese Reaktionen schon so viel älter wären. Das ist schon die letzten mind. zehn Jahre so. Und schon damals hatte es ein wenig von 'den Blinden die Farbe zu erklären'.

    Jetzt haben wir langsam die Mechanismen, wo es eben von einer Meldung im amerikanischen bis hin zu einer Story in Spiegel Online drei Stunden braucht. Ich habe immer noch die Hoffnung – ich mag Europa nämlich und Deutschland auch – daß wir irgendwann nicht nur die fernen Ausläufer der Möglichkeiten bekommen, wie Reste am Tisch, sondern das die Teilnehmer hier irgendwann einmal die Chance erleben, was es bedeuten kann, wenn – damals nur Internet, heute Social Media, demnächst was anderes – dieses “Ding” das Leben so bereichert und die Mechanismen auf den Kopf stellt.

    Nicht um uns ins Chaos zu stürzen, sondern um dann neue Wege / Vorgehensweisen zu finden. Nun gibt es auch bei geringen Sprachkenntnissen Möglichkeiten, nach drüben zu schauen und einen Eindruck zu gewinnen – aber dafür müßte man offen genug sein, daß es 'mehr' als hier geben kann. Das macht offensichtlich Angst und will man nicht. Es gibt ja auch genügend Übersetzungen (so kann man sich schnell einen Namen in .de machen, einfach nur übersetzen), aber dafür müßte man ja anerkennen, daß es woanders besser laufen könnte – und das impliziert das es hier nicht optimal läuft.

    Für die Firmen ist es immer wieder eine Herausforderung, die viele hier sicher kennen: Man muß sie darauf schulen (jup, von Anfang an) was in der internationalen Szene funktioniert und wie sie funktioniert und was man tun muß, um dort Teil haben zu können – und ihnen dann erklären daß Deutschland verdammt anders läuft und man das auch noch lernen muß. Und was man ignorieren muß, auch wenn es schwerfällt.

    Zwei Seiten einer Medaille – und das in einer Währung, die die Unternehmen sowieso nur zum Teil mögen. Aber sie kommen, und das finde ich spannend. Und ich hoffe, daß wenn sie es raffen, die guten Teile davon auf den Rest abfärben und ein gemeinesames Miteinander, Zueinander stattfindet.

    Es hilft, Idealist(in) zu sein. ;o)

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Hallo Nicole,

      ja, die Dinge finden statt. Wir könen da zunächst nicht viel machen. Aber neben dem Faktischen gibt es eben doch eie Debatte. Und ich persönlich will das Feld einfach nicht den Nörglern und Miesepetern überlassen. Auch dann nicht, wenn sie sich gegenseitig bestärken und sich so Meinungen verfestigen.

      Man kann vielleicht gegen die Nörgler nichts tun. Aber man kann dem etwas gegenüber stellen. Vielleicht hat das was von Don Quichote. Aber gar nichts zu sagen ist auch keine Alternative. Also werde ich weiterhin laut sein und auch weiterhin mit dem mir zur Verfügung stehenden Mitteln darauf hinweisen, wenn ich so etwas sehe, wenn ich die Kraft und die Energie habe, und wenn ich damit zumindest eine kleine Debatte auslöse.

      Manchmal bewirkt man doch etwas. Siehe das Beispiel Nestlé/Greenpeace. Die Debatte um die Frage, ob das Verhalten von Greenpeace lauter war, war sicherlich nicht so groß wie die Debatte um die Frage, ob das Verhalten von Nestlé okay war. Aber sie hat trotzdem eineige Menschen erreicht. Und vielleicht hat sie sogar ein wenig mehr Bewusstheit geschaffen, socleh Shitstorms im Netz nicht einfach nur unreflektiert hinzunehmen.

      Die Geschichte von Richard Gutjahr war gut gemacht. Gut geschrieben, dramaturgisch gut aufgebaut (siehe Anleitung “how to create a shitstorm” oben) und auch mit Referenzen und Fachleuten bewaffnet. Aber wenn man die Argumente mal pragmatisch hinterfragt, dann fallen sie irgendwie auch zusammen. Ich würde mir Wünschen, dass viel mehr Leute nicht reflexartig Applaus klatschen, wenn mal eine “Einladung zum Shitstorm” versendet, sondern mal drüber nachdenken und erst dann entscheiden. Das würde so manchen (unnötigen) Shitstorm verhindern, aber es würde die echten Themen auch wichtiger machen.

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: Joachim Lindner

  • http://twitter.com/jensbest jensbest

    Lieber Mirko, lieber Richard,

    schön, dass ihr euch über irgendwelche, teilweise auf dieser Ebene auch sehr wichtige Folgeaspekte bei der Einführung von Bezahl-Emails durch die Deutsche Post “streitet”.

    Moment. Bezahl-Emails? Reden wir hier wirklich über Bezahl-Emails? Für mehr Sicherheit im Mailverkehr gibt es viele andere Wege. Und meine 15 Jahre alte “normale” Mailadresse ist die beste und schnellste Art mich zu erreichen (sieht man mal von ner Twitter-DM ab :) – Wenn Behörden und Unternehmen nicht einfach akzeptieren, dass es bei den Emails Vielfalt gibt, dann werde ich das nicht zu meinem Problem machen. Post-Mail oder DE-Mail, Leistungsschutzrecht, etc. pp – alles Ergebnisse, wenn ein pre-digital geprägtes Gesellschaftsverständnis online irgendwie überleben will.

    @Marc Breidbach “Wir” wollen nicht, dass die Unternehmen “zu uns” in Web kommen, wenn sie nicht die Grundlagen des Umgang hier verstehen. HIER liegen die Aufgaben für diejenigen, die online erfahren sind. Es geht nicht darum, zu überlegen, wie überkommene Prinzipien und Geschäftsmodelle digital abgebildet werden können, sondern um die Vermittlung besserer Wege im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umgang miteinander.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Hallo Jens,

      bei allem respekt, aber genau das meinte ich, wenn ich sagte, es beschweren sich Leute, die es nicht kapieren. Nicht persönlich nehmen ;-) Das ist doch keine Bezahl E-Mail! Und es geht auch nicht um “Sicherheit” i.S. der Verschlüsselung oder so. Es geht vor allem um eine rechtskonforme E-Mail! Das hat nichts mit Behörden oder Unternehmen zu tun, sondern mit unserem Rechtssystem. Und der Frage, wie man Rechtsakte überprüfbar macht. Wenn Gerichte eine normale Mail nicht akzeptieren, kannst Du noch lange danach schreien, dass Behörden und Unternehmen “das Web nicht verstehen”!

      Sieh es doch einfach mal praktisch: Unternehmen und Behörden müssen (!) Dir heute noch per normaler Briefpost schreiben und du musst (!) dann mit normaler Briefpost antworten – und dafür deine 55 Cent blechen, oder was der Brief eben kostet. Und sie *müssen* das tun, weil ansonsten die Gerichte irre viel zu tun hätten, weil immer jemand ankommen kann und behaupten, er hätte eine Mail nicht bekommen, er wäre gar nicht der Absender, jemand hätte den Account gehackt, das wäre gar nicht sein E-Mail-Account usw. Darauf will sich zu Recht niemand einlassen, weil das nur KOsten und Ärger macht. Du kannst Dich dem also nicht entziehen, dass Du am Post-Brief-Verkehr teilnimmst. Es sei denn, du nimmst nicht am geschäftlichen/behördlichen Leben Teil.

      Mit dem E-Postbrief (oder mit der de-mail) gibt es nun eine Alternative. Und die bietet viele Vorteile: Du musst kein Papier in Ordnern ablegen. Du musst nix ausdrucken. Du musst keine Briefmarken kaufen. Du musst nicht zum Briefkasten rennen. Du hast von überall Zugriff auf die Korrespondenz (fall du mal vom Büro aus antworten willst) und, und, und. Ich sehe da nur Vorteile. Und ja, es kostet immer noch 55 Cent. Du darfst das nicht mit der normalen Mail vergelichen; Du musst das mit dem Postbrief vergleichen. Das ist kein kostenpflichtige E-Mail. Das ist eine Brief, den Du elektronisch verschickst. Er kostet ebenso viel Geld wie ein Brief, bietet aber viele andere Erleichterungen.

      ALSO: WAS. GIBT. ES. FÜR. EINEN. GRUND. ZU. NÖRGELN????

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
      • Gast

        Im Artikel und in diesem Kommentar stellen Sie heraus, dass es beim E-Postbrief um Rechtssicherheit geht (und nicht in erster Linie um “Sicherheit”).

        Meine Frage: Ihnen ist schon bekammt, dass der E-Postbrief genau dieses nicht leistet?

        VA:F [1.9.22_1171]
        Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
        VA:F [1.9.22_1171]
        Rating: 0 (from 0 votes)
        • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

          Nein , das ist mir nicht bekannt. Und wenn es so wäre, dann wäre der E-Postbrief tatsächlich so überflüssig wie ein Kropf.

          Aber woher nehmen Sie die Kenntnis?

          VA:F [1.9.22_1171]
          Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
          VA:F [1.9.22_1171]
          Rating: 0 (from 0 votes)
          • Gast

            “Ist der Online-Brief der Post schon rechtssicher?

            Genau genommen nicht. Brief-Vorstand Jürgen Gerdes hat bereits im März eingeräumt, dass der Postbrief ein “sicheres Produkt, aber nicht rechtssicher” ist. Dies nimmt die Post offenbar in Kauf, um ihr Produkt vor der Konkurrenz auf dem Markt zu platzieren. Der Konzern beteuert, dass er seinen E-Postbrief synchron zur Gesetzesentwicklung gestaltet und ihn zertifizieren lassen will. Die Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) würden erfüllt, so die Post. Doch offenbar gibt es noch Lücken bei der Rechtssicherheit, was den Versand amtlicher Papiere und juristischer Unterlagen betrifft, etwa bei Strafbefehlen. Weka, ein führender Anbieter von multimedialen Fachinformations-Lösungen, warnt Kommunalverwaltungen: Weil das Bürgerportalgesetz noch nicht verabschiedet sei und der E-Postbrief auch nicht “die Kriterien der qualifizierten Signatur nach dem Signaturgesetz” erfülle, sei er “keine nach den Vorschriften des Verwaltungsrechts zugelassene Form der Bekanntgabe”.”

            Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtscha

            Überflüssig wie ein Kropf würde ich trotzdem nicht sagen, da die Teilnehmer ja zumindest “identifizierbar” sind … .

            Aber solange die angestrebte Rechtssicherheit nicht hergestellt ist, würde zumindest ich mich nicht auf den diesen Dienst (vor-)festlegen wollen, nur weil er es für die Zukunft verspricht …

            VA:F [1.9.22_1171]
            Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
            VA:F [1.9.22_1171]
            Rating: 0 (from 0 votes)
          • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

            Okay, dann sieht es aber so aus, als ob der E-Postbrief das leisten wird, sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Da die Einrichtung ja nichts kostet, kann man sich dann doch schon mal getrost anmelden.

            VA:F [1.9.22_1171]
            Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
            VA:F [1.9.22_1171]
            Rating: 0 (from 0 votes)
  • Bjoern Eichstaedt

    Mirko, ich könnte das ja alles so hinnehmen, vor allem die Headline, die so wunderbar den von Dir beschriebenen negativen Mechanismen des Social Web entspricht. Aber dann wiederum ist Dein Blogbeitrag so 1:1 Teil des Systems, den er von außen zu betrachten versucht, dass ich das doch nicht kann. Du bist kein außenstehender Beobachter. Du bist Teil dieses Aufmerksamkeitssystems des Bashings und Re-Bashings. Dein Re-Bash geht jetzt eben in Richtung Richard Gutjahr. Aber sonst…

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0 (from 0 votes)
    • http://www.talkabout.de/ Mirko Lange, talkabout

      Hi Björn,

      und ist das jetzt hier “Basher-Rebasher-Bashing”? Glaube mir, ich versuche, mich nicht auch zu versündigen. Es gibt einen Unterschied zwischen “Bashing” und “Kritik”. Ich kritisiere ja nicht Kritik. Ich kritisiere Nörgler, die das Positive mitnehmen wollen, aber ziemlich unreflektiert über jedes noch so kleine Haar nörgeln. Selbst wenn dieses Haar nicht da ist, sondern nur eventuell ja mal da sein könnte. DAS ist bashing – also das unfaire, konstruierte, Erbsen zählende.

      Und da bin ich eben doch anders – wenn natürlich auch Teil des Systems: Denn ich nörgle ich nicht in diesem Sinne über die Nörgler, sondern zeige Alternativen auf. Die Nörgler nörgeln nur.

      Zumindest bemühe ich mich darum…

      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
      VA:F [1.9.22_1171]
      Rating: 0 (from 0 votes)
  • Pingback: paulrrich

  • Pingback: people-string

  • Pingback: Sqip News

  • Pingback: Oliver Thylmann

  • Pingback: Marco Oelze

  • Pingback: Bernd aus BN

  • Pingback: Dr. Reinhard Goy

  • Pingback: satebben