Zeitgemäße Mobilität im Alltag: Mitfahrzentrale trifft Social Network

Datum: 15. Juli, 2011 | Kategorie: Kunden von talkabout

Es kommt nur ganz selten vor, dass ich hier im Blog eine Pressemitteilung eines Kunden veröffentliche. Aber das hier ist ein wirklich tolles Projekt. Es geht darum, spontan Fahrgemeinschaften im Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis bilden: flinc vermittelt vollautomatisch Mitfahrgelegenheiten über PC, App und integriert im Navigationssystem – auch für Alltagsfahrten und auf Kurzstrecken. Das Ergebnis könnte sein, dass in Zukunft spürbar weniger Autos auf den Straßen sind – weil die Leute nicht immer nur alleine fahren, sondern ganz sponatn Fahrgemeinschaften bilden. flinc ist komplett kostenlos, anmelden kann man sich unter www.flinc.org. Also los: registrieren, eigenes Mobilitäts-Netzwerk aufbauen, und dann los-flincen!

Und hier nun die Pressemitteilung:

Stark steigende Benzinpreise, zunehmende Umweltbelastungen und überfüllte Straßen – unsere Mobilität stellt uns vor immer größer werdende Herausforderungen. Folgerichtig sprießen neue Mobilitätskonzepte, wie z.B. Car-Sharing-Modelle, wie Pilze aus dem Boden. Das deutsche Startup flinc geht nun mit einem ganz neuen Ansatz bundesweit an den Start: Als erstes Unternehmen will flinc die bestehenden Strukturen nutzen anstatt neue zu schaffen, dabei aber Privatautos im Alltag systematisch effizienter nutzen. Die Idee der Mitfahrvermittlung ist alt, aber der Unterschied zu herkömmlichen Mitfahrzentralen ist so eklatant wie der zwischen einer Pferdekutsche und einem Rennwagen: Die Vermittlung bei flinc erfolgt in Echtzeit über PC oder Smartphone, funktioniert auch spontan sowie auf Kurzstrecken, das System leitet von Haustür zu Haustür, und der ganze Prozess wird vom flinc-System vollautomatisch gemanaged. Als erste Mitfahrvermittlung weltweit bietet flinc zudem eine direkte Integration in ein Navigationssystem. Ab sofort kann sich jeder bei flinc.org registrieren und sein persönliches Mobilitätsnetzwerk aufbauen. flinc ist in der Einführungsphase kostenlos und sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen als Pendlerlösung einsetzbar.

„Wir sagen den Millionen Autos den Kampf an, die tagein tagaus mit nur einer Person besetzt die Straßen verstopfen und die Umwelt belasten“, sagt Benjamin Kirschner, Mitgründer der flinc AG. Wenn es nach dem flinc-Team geht, wird „flincen“ bald eine ernstzunehmende Alternative für die tägliche Mobilität. Bevor jemand mit dem Auto irgendwo hinfahren will, kann er in Zukunft prüfen, ob er jemanden aus seinem Bekannten-, Kollegen- oder Freundeskreis auf der Fahrt mitnehmen oder bei jemand anderem mitfahren kann. Das Vermittlungssystem funktioniert weitgehend automatisch und lässt sich sowohl über PC, über eine Smartphone-App oder integriert in die iPhone-Navigationslösungen von NAVIGON bedienen. Ein intelligentes Routenmatching vermittelt auch Mitfahrer, die auf der Fahrtstrecke zusteigen könnten und/oder nur eine Teilstrecke mitfahren. Dabei navigiert das System den Fahrer automatisch zum Abhol- und Zielort des Mitfahrers. Die Navigation übernimmt jeweils die  Führung. Mitfahrgelegenheiten werden also so einfach wie nie zuvor vermittelt – an jedem Ort, spontan oder geplant, für Lang- oder Kurzstrecken.

Halbierung des CO2-Ausstoßes pro Person

Studien sagen, dass bis zu 70 Prozent der PKW mit nur einer Person besetzt sind. 1,5 Tonnen Auto bewegen so nicht einmal 100 Kilogramm. Wenn mit Hilfe von flinc in einem Auto statt nur einer Person zwei unterwegs sind, halbiert sich der CO2-Ausstoß pro Personenkilometer, rechnet Kirschner vor. Wird das System angenommen, würde flinc eine nachhaltige und günstige Mobilitätsalternative schaffen. In der Testphase haben sich ohne große Marketingaktionen bereits mehr als 5.000 User angemeldet. Das Unternehmen sieht ein Potenzial von mehreren Millionen flincern, die mittelfristig ein dichtes Fahrernetz bilden sollen. Fahrer und Mitfahrer können sich die Fahrtkosten teilen und Straßen und Parkplätze werden entlastet. Auch hier macht das flinc System automatisch Vorschläge für die Abrechnung. Gründe genug also, um freie Mitfahrplätze im eigenen Auto zu belegen – und das insbesondere bei alltäglichen Kurzstrecken unter 40 Kilometer, die Mobilitätsstudien zufolge zirka 80 Prozent aller PKW-Fahrten ausmachen.

Ein neues „Social Mobility Network“

Die wachsende Bedeutung von sozialen Netzwerken kommt flinc zum einen für die schnelle Verbreitung des Services zugute. Zum anderen steht für jeden Nutzer der Aufbau seines eigenen Mobilitätsnetzwerkes, dem er vertrauen kann, im Fokus. Erleichtert werden wird dies auch durch die Möglichkeit, Freunde direkt von Facebook aus einzuladen. Wesentlich im gesamten Konzept ist der Community-Faktor, der Spaß am gemeinsamen Fahren mit Freunden und Gleichgesinnten vermittelt, zum Beispiel zum nächsten Badesee, Konzert oder zur Arbeitsstelle. Viel wichtiger ist aber noch der Sicherheitsaspekt: Bei einer Vermittlung zeigt flinc an, ob und wie man mit dem Fahrer oder Mitfahrer bekannt ist und wie dieser zuvor von anderen flincern bewertet wurde.

Wie flinc funktioniert

flinc ist ein internetbasiertes System, das auf PC und iPhone (Android in Vorbereitung) läuft und auch in Navigation integriert ist. Es analysiert Fahrtrouten in Echtzeit und bringt Autofahrer plus potentielle Mitfahrer schnell und vollautomatisch zusammen. Umständliche Abstimmungs­prozesse und das Vereinbaren von Treffpunkten entfallen. Die Personalisierung im Netzwerk schafft die not­wendige Vertrauensbasis für Fahrer und Mitfahrer, die über­einander informiert sind und sich nach der Fahrt auch gegen­seitig bewerten können. Gesuche und Angebote sind völlig unverbindlich – der Fahrer muss nicht jeden Mit­fahrervorschlag, und der Mitfahrer nicht jeden Fahrer­vorschlag akzeptieren.

Über die flinc AG

Die flinc AG wurde im Mai 2010 gegründet. Das in Lud­wigs­hafen ansässige Unternehmen ging ursprüng­lich aus einem Stu­dentenprojekt von Michael Hübl, Benjamin Kirschner und Alexander Kuhn an der Hochschule Darmstadt hervor. Von Anfang April bis Juli 2011 beteiligten sich über 5.000 Nutzer am bundesweiten Technologietest und brachten zahlreiche Ideen, Wünsche und Anregungen für die Nutzung und Gestal­tung des Netzwerks mit ein. Mitte Juli 2011 ist flinc mit seinem „Social Mobility Network“ offiziell an den Start gegangen.

Bilder


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