Crowdsourcing mit Google+

Posted by on Juli 24, 2011 at 9:22 am.

Ich habe in den letzten Tagen zwei Mal mit Google+ experimentiert, um “die Crowd” zur Generierung von Wissen zu nutzen. Nun ja, zumindest mal, um Informationen zu generieren :-) Ein Mal habe ich gefragt, welche Chancen und Risiken für Unternehmen durch Social Media bestehen, und ein anderes Mal, wer Links von Google+-Profilen kennt, die derzeit von Unternehmen genutzt werden.


Mein Fazit: Google+ eignet sich sehr gut, um schnell Informationen zu sammeln. Ein großer Vorteil gegenüber Facebook ist: Es ist öffentlich. Und ein Vorteil gegenüber Blogs ist: Es ist vernetzt, verbreitet sich also im Netzwerk, wann immer jemand anderes postet. Allerdings muss man auch einiges dabei beachten…

Das Grundprinzip ist einfach: Man stellt eine Frage, die alle interessiert, und bittet sein Netzwerk die Antworten in die Kommentare zu schreiben. Das lohnt sich wohl immer dann besonderes, wenn dadurch eine Faktensammlung entsteht, wie zum Beispiel bei den o.g. Chancen und Risiken. Hier gilt dann immer das “give one, get one hundret” – also sinngemäß. Und das Ergebnis ist dann für alle nutzbar.

Wie kann man das moderieren? Am schönsten sehen solche Sammlungen natürlich aus (und auch am übersichtlichsten), wenn in den Kommentaren dann nur die Antworten enthalten sind, und andere keine Fragen stellen. Das kann man nur bewältigen, wenn man die “falschen” Kommentare löscht. Das führt aber potenziell zu einigen Unstimmigkeiten. Das kann man nur vermeiden, wenn man die Diskussion über das Thema auslagert und das klar im Ursprungspost kommuniziert. Hierfür macht es Sinn, einen zweiten Post zu erstellen, und auf ihn zu verlinken. Im Falle der Liste mit den “Unternehmens-Profilen” habe ich das hier gemacht: https://plus.google.com/114620560185021689616/posts/Nx6RUfrHFd5.

Und damit es auch hübsch aussieht: Auch schön ist natürlich, wenn man die Leute dazu bekommt, auch ein paar Formatierungsregeln einzuhalten. Bei den “Chancen und Risiken” habe ich es zum Beispiel alle gebeten, nur eine Idee pro Kommentar einzufügen (also bei 2 Beiträgen 2 Kommentare anzulegen), und vorne immer in “fett” jeweil entweder “Risko” oder “Chance” zu schreiben. Das Experiment zeigt allerdings, dass manche zu unaufmerksam den Post lesen. Ich habe das versucht abzufangen, indem ich (in komplett fett) immer nach 10 bis 15 Postings erneut auf diese “Regel” hingewiesen habe. Aber der Erfolg war… nun ja, nicht 100%ig.

Was meint Ihr: Ist Google+ eine gute Alternative, um solche Crowdsourcing-Projekte einfach durchzuführen, bzw. schnell Ideen zu sammeln? Bei den “Chancen und Risiken” kamen immerhin knapp 80 Beiträge. Und das Ergebnis ist wirklich gut. Nun ja, mein Vorteil ist vielleicht, dass mich schon 3.000 Menschen “gecircled” haben. Wäre interessant zu sehen, was ein Thema bringen kann, wenn jemand noch nicht so viele “Follower” hat?

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