Die 5 P des Content Marketing

Posted by on Januar 18, 2013 at 4:01 pm.

Content Marketing! Wieder ein neuer Begriff. Ein Buzzword? Hat das eine Relevanz? Eigentlich muss man den Begriff nur auf Deutsch übersetzen und dann wörtlich nehmen. Ist ja klar. Wenn “Marketing” die Disziplin ist, wie man “Waren und Dienstleistungen vermarktet”, bedeutet das “Content” davor, dass es darum geht “Inhalte” an den Mann zu bringen. Es geht also darum, “Inhalte zu vermarkten”.

Content

Aber warum muss man denn Inhalte “vermarkten”? Und wie macht man das? Die Erkenntnis hinter der Idee von “Content Marketing” ist so einfach wie bestechend. Und es sind zwei: 1. Es gibt einen “Markt” für Content (also das Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage von und nach Informationen). Und 2.: Dieser Markt verändert sich aktuell. Man könnte sagen: dramatisch. Denn wir sind in einem Wandel, den jeder Markt irgendwann einmal durchmacht, nämlich den Wechsel vom Anbieter- zum Nachfragemarkt. Das bedeutet nichts weiter, als dass es früher (okay: ganz früher) eine größere Nachfrage gab als ein Angebot und sich das gedreht hat: Das Angebot an Informationen ist heute um ein Vielfaches größer als die Nachfrage. Und das verstärkt sich dramatisch: Jeden Tag werden durch „Social Media“ Millionen und Abermillionen „Inhalte“ ins Internet gestellt. Kurz gesagt: Die Konkurrenz ist groß. Riesengroß!

Hierzu gibt es am 15.03. bei “Immer Freitags” ein Webinar, zu dem man sich auch jetzt schon anmelden kann.

Vom Anbieter- zum Nachfragemarkt

Es besteht also Angebotsüberschuss bzw. Nachfragedefizit. In der normalen Wirtschaft bedeutet das eine Tendenz zur Preissenkung. Bei “Content” funktioniert das aber nicht. Denn Inhalte sind heute überwiegend kostenlos (was übrigens auch genau das Problem der klassischen Medien ist). Was also tun? Ein entscheidender Unterschied zwischen einem Anbieter- und einem Nachfragemarkt ist, dass in einem Nachfragemarkt der Konsument die Regeln bestimmt. Anders gesagt: Der Konsument muss in einem Anbietermarkt nehmen, was er kriegen kann. Aus der Sicht des Anbieters bedeutet das: Er kann machen was er will, er bekommt es schon los.

Oder anders ausgedrückt: Was immer der Anbieter in den Markt drückt (“Push-Marketing”) wird Abnehmer (= Beachtung) finden. In einem Nachfragemarkt sieht es anders aus: Da kann es sich der Konsument aussuchen. Und er wird nur die Informationen nehmen, die ihm auch wirklich passen. Die Regeln des Content Marketing entsprechen dabei überwiegend denen des “normalen” Marketings. Und hier verwenden wir einfach die “Fünf P des Marketing”. Die Frage ist, wie wenden wir diese 5 Ps „analog“ an, also wie übertragen wir die Bedeutung von „Waren und Dienstleistungen“ auf „Content“.

Product

Man braucht ein echtes Produktmanagement! Das heißt, man muss alle Fragen beantworten zur „Produktgestaltung, Stil, Qualität, Verpackung, Größe, Markenname, Sortimentplanung sowie Service und Garantien“. Bezogen auf Content bedeutet das: Themenplanung, Story, Formate, Stil, Sprache aber ja auch „Markenname“ (wie heißt der Kanal bzw. das eigene Medium?) und „Services“ (z.B. Dialogangebote). Und dabei gelten alle anderen Regeln des Produktmanagements, angefangen von der „Zielgruppe“ (Für jede Zielgruppe das richtige Produkt) über Marktforschung (wie gestalte ich das Themenmonitoring) und Qualitätsmanagement (Leser fragen, wie sie den Content fanden) bis hin zu den „Produktionskosten“. Klassischerweise wird im Zusammenhang mit Content Marketing immer gesagt, bei Content-Marketing ging es um „informierende, beratende und unterhaltende Inhalte“. Das springt aber zu kurz. Die einzige Frage ist: Wonach „sucht“ der Konsument?

Price

Auch wenn Content nichts kostet: Immer häufiger muss der Konsument etwas investieren, um an den Content zu kommen: Eine Fanpage liken, ein Formular ausfüllen, sich registrieren, und ja, manchmal sogar etwas zahlen (man denke nur an gewisse Studien, die hunderte oder gar tausende Euro kosten. Und manchmal ist es sogar Aufwand, auf einer Website eine Information zu finden. Das alles ist der „Preis“, den ein Konsument zahlen muss, selbst wenn er dafür nur mit seinen Kontaktdaten zahlt!

Place

Auch Informationen müssen „distribuiert“ werden. Die Frage ist: Über welche Kanäle biete ich mein Content an? Gerade durch die Sozialen Medien gibt es ja eine regelrechte Explosion von Verbreitungswegen.

Promotion

Hier stellt sich die Frage, ob wir nicht einen Zirkelschluss haben? Denn ist der Zweck von Content Marketing nicht genau das, also Promotion? Das ist richtig, aber wir wissen heute, dass Content vermarktet werden muss. Und hierfür steht das gesamte klassische Repertoire zur Verfügung von der Pressemitteilung bis hin zum Speakers Placement.

People

Welche Menschen brauche ich, damit mein Content interessant wird? Wer sind die „Beeinflusser“ in meinem (Content-) Bereich? Wie binde ich diese Menschen ein und gewinne die eventuell sogar für mich? Und wie gehe ich damit um, dass diese Menschen auch als „Menschen“ agieren und nicht als „Zielgruppe“, dass sie also antworten. Und Fragen stellen?

Worum es noch geht

  • Die Mechanik des Content-Marketings: Wie sich Content online verbreitet, welche Rolle Suchmaschinen dabei spielen und wie ich das im Content-Marketing nutze
  • Wie man die Voraussetzungen dafür schafft, dass Menschen Content für einen verbreiten
  • Herausragende Beispiele des Content Marketings
  • Wie man Content-Marketing zum Inbound-Marketing nutzt und dabei Leads generiert.
  • Wie man Content ständig plant, umsetzt, distribuiert und verbessert

 

Zur Anmeldung zum Webinar geht es hier!

 

 

 

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