Kategorie: Online Reputation

Crowdsourcing mit Google+

Ich habe in den letzten Tagen zwei Mal mit Google+ experimentiert, um “die Crowd” zur Generierung von Wissen zu nutzen. Nun ja, zumindest mal, um Informationen zu generieren :-) Ein Mal habe ich gefragt, welche Chancen und Risiken für Unternehmen durch Social Media bestehen, und ein anderes Mal, wer Links von Google+-Profilen kennt, die derzeit von Unternehmen genutzt werden.


Mein Fazit: Google+ eignet sich sehr gut, um schnell Informationen zu sammeln. Ein großer Vorteil gegenüber Facebook ist: Es ist öffentlich. Und ein Vorteil gegenüber Blogs ist: Es ist vernetzt, verbreitet sich also im Netzwerk, wann immer jemand anderes postet. Allerdings muss man auch einiges dabei beachten…

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Mein kürzester Blogpost: Die Folgen von Ignoranz gegenüber Social Media

Diskussion auf Facebook. Eine Mitdiskutantin stellt die gute Frage: “Gibt es über Defizite, drohenden Imageverlust und Umsatzausfall im Falle der Ignoranz gegenüber den Social Media gesicherte Fakten?” Meine spontane Antwort: “Das ist die falsche Frage! Die richtige Frage wäre: ‘Gibt es über Defizite, drohenden Imageverlust und Umsatzausfall im Falle der Ignoranz gegenüber den KUNDEN gesicherte Fakten?’

Quelle: Video "United Breaks Guitar"

Quelle: Video "United Breaks Guitar"

 

“Social Media” zu ignorieren hat für sich genommen sicher keine negativen Konsequenzen. Aber die Interessen seiner Kunden zu ignorieren, kann durchaus ernste Konsequenzen haben – was trivial zu sein scheint. Erst wenn ein Unternehmen anfängt zu verstehen, dass Social Media ein hervorragendes Mittel sind, seine Kunden zu be-achten (Edit: und nicht nur zu be-ob-achten), hat es Social Media wohl wirklich verstanden – und es ist wohl kein Zufall, dass da das Wort “achten” enthalten ist. Wobei Social Media natürlich nur ein Mittel sind, den Kunden (oder generell: den Stakeholdern) seine Wertschätzung zu zeigen (als alternatives Wort für “be-achten”). Allerdings ein sehr gutes, und wohl auch ein sehr effizientes, weil man das gleich öffentlich tun kann, denn es hat eine Wirkung, wenn man den Kunden öffentlich seine Anerkennung zeigt. Allerdings ist natürlich nicht jedes Social Media Engagement auch ein Beleg dafür, dass das Unternehmen den Kunden auch wirklich anerkennt  – manche tun nur so.

Aber auch die zweite Frage ist nicht ganz unberechtigt. Denn es gibt bestimmt Unternehmen, die ihre Kunden weitgehend ignorieren, und trotzdem erfolgreich sind. Oder?

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Social Media und Mittelstand: “Wichtich iss aufm Platz!”

Ich habe heute (wieder einmal gerne) eine Interviewanfrage einer Studentin beantwortet. Das Thema war “Social Media und Mittelstand”, die Bachelorthesis: “Unternehmenspräsenz in Social Media und Handlungs-Empfehlungen zur aktiven Image- und Meinungsgestaltung für mittelständische Unternehmen”. Ich fand das interessant, es hat mir Freude gemacht, die Fragen zu beantworten, und da dachte ich mir, ich könnte sie ja auch gleich hier im Blog mit Euch/Ihnen teilen. Haben Sie eine Meinung dazu? Würden Sie die Fragen anders beantworten? Ich freue mich auf eine Diskussion.

Worin sehen Sie Ihrer Meinung nach die Barrieren, die für die geringe Präsenz des Mittelstandes im Social Media Bereich verantwortlich sind?

Ist das denn so? Gibt es dafür Belege? Sind mittelständische Unternehmen denn wirklich unterrepräsentiert im Social Web? Ich würde das bezweifeln. Ansonsten gilt die gleiche Antwort wie für andere Unternehmen auch: Kommunikation im Social Web ist aufwändig, schwierig, risikobehaftet, und es gibt noch keine klaren Ideen für einen ROI. Manche Unternehmen haben aufgrund von persönlicher Affinität verstanden, dass das Social Web auf ganz viele Wege Chancen bietet (meine Lieblingsbeispiel ist http://www.walthers.de). Und für sie stellt Social Media ein echter Wettbewerbsvorteil dar. Andere – wohl die meisten – nutzen das Social Web genau so, wie sie früher Marketing gemacht haben (und immer noch machen), und für sie ist der ROI fraglich. Denn das Social Web funktioniert anders. Und wieder andere machen es halbherzig und probieren noch herum. Die wissen noch nicht so genau.

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“Und der Haifisch, der hat Zähne”. Warum sich auf einmal ein PR’ler zu “Bloggergate” äußert

“Bloggergate”. Die Blogger-Szene diskutiert aktuell über sich selbst. Über ein Image Problem, über Nestbeschmutzer, über das Problem, Geld zu verdienen, und über die Normalität oder Nichtnormalität von bezahlten Links. Betrifft das nur die Blogger? Man könnte es meinen. Aber nur weil niemand diskutiert, was das für Menschen außerhalb der Bloggerszene bedeutet: Dass die (oder Teile der) “SEO-Industrie” (Search Engine Optimization) die Bürger regelrecht verarscht. Sie manipuliert einen großen Teil unserer Meinungsbildung. Und das perfide und arglistig. Wer meint, das betreffe ihn nicht, hat vielleicht nicht genug über das Thema nachgedacht.  Oder ist das alles gar nicht so schlimm?

cc Flickr http://www.flickr.com/photos/friederike_b/3588525329/

Ergänzung 29.01. 17:00 Uhr: Ich möchte aus aktuellem Anlass noch einmal ganz am Anfang klarstellen (wie schon unten in den Anmerkungen steht), dass ich die Kritik hier keinesfalls auf die Disziplin SEO oder gar alle SEO’ler beziehe. Wenn ich von SEO-Industrie spreche, dann meine ich das schon sehr differenzierend. Und zwar vor allem in Bezug auf die Automatisierung und Mechanisierung (und damit auch den Verlust von Werten) und definitiv in Abgrenzung zum sehr ehrenhaften Handwerk. Ich halte integres SEO für wichtig, ehrenhaft und nützlich.

Der Hintergrund

Der Blogger Sascha Pallenberg hat am 21. Januar auf Twitter angekündigt, einen Skandal in der Bloggerszene aufzudecken. Das hat für Aufmerksamkeit gesorgt, unter anderem hat MEEDIA berichtet und Pallenberg hat auf netzpolitik.org ein Interview gegeben. Als dann der Spiegel auf Pallenberg zukam, ging er in die Offensive und hat alle Hintergründe dazu veröffentlicht. Und schließlich hat Spiegel Online selbst dazu etwas geschrieben. Inzwischen gibt es viele weitere Artikel und Beiträge, wen es interessiert, auf Google finden sich viele Links, sowohl bei den News als natürlich auch bei den Blogs.

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Von Miesepetern, Nörglern und Grantlern – Deutsches Business in Zeiten des Web 2.0

Manchmal bedauere ich, in Deutschland zu leben. Deutschland ist ein geniales Land. Aber ich bin vom Typ her jemand, der sich für das Neue interessiert. Und da lebt es sich in Deutschland oft sehr schlecht, zumindest im Vergleich zu Amerika. Vieles ist schwierig und wie ich finde sehr problematisch dort. Aber das können sie wirklich: Neuem aufgeschlossen gegenüber stehen. Wir sind dagegen ein Land von Miesepetern, Nörglern und Grantlern: Wann immer mal jemand etwas Neues versucht, man kann sicher sein, dass ein paar Tage später jemand kommt und versucht, alles mies zu machen. “Irgendwas findet man ja immer” ist hier das Motto – sei es auch noch so klein, dann blasen wir es eben auf! Aber heute gilt: Es findet alles öffentlich statt. Und das ist eine  Herausforderung für Unternehmen, der sie augenscheinlich nur sehr selten gewachsen sind.

So auch ganz aktuell für die Post. Die Post hat einen neuen Service vorgestellt. Den E-Postbrief. Klingt erst mal komisch. Macht aber Sinn. So schreibt die Post auf ihrer Website ganz zu Anfang ihrer Produktbeschreibung: “Ob Abschluss einer Versicherung, Beauftragung eines Handwerkers oder Korrespondenz mit Behörden. Der E-POSTBRIEF ist so sicher und verbindlich, wie ein Brief mit der Deutschen Post.” Tatsächlich besteht hier ganz einfach ein juristisches Problem: E-Mails werden von Gerichten im Streitfall nicht anerkannt. Die Post hat alles unternommen, die E-Mail so rechtssicher zu machen wie einen normalen Brief – und das relativ leicht nutzbar für den Konsumenten. Der Service ist vielleicht nicht vom Start weg “perfekt” – aber wenn man sich die FAQ anschaut, wirkt er gut durchdacht. Und in Anbetracht der sehr komplexen juristischen Situation in Deutschland (hier sind wir nahezu “perfekt”), ist das eine große Leistung.

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Die “Killer-Kampagne” von Greenpace – hervorragend aufgearbeitet in fritz rbb Radiobeitrag

Greenpeace hatte in der vorletzten Woche eine Social Media Kampagne gegen Nestlé gestartet. Über die Kampagne ist bereits vielfach geblogt und berichtet worden. Ich habe selbst einige Beiträge dazu verfasst, z.B. “Greenpeace vs. Nestlé – gerechter Kampf um die Sache oder Propaganda ohne Rücksicht auf Verluste?” und “Alles konstruiert. Nestlé zu verurteilen hilft weder dem Urwald noch dem Orang-Utans.” Mein Argument war, dass auch ein NGO mit absolut berechtigten Zielen nicht zu Mitteln wie Propaganda, Polemik und Populismus greifen und täuschen darf – was Greenpeace mit den Mitteln des Social Web geradezu virtuos tut. Auch Greenpeace hat dazu noch mal ausdrücklich reagiert.

Am Samstag, den 27. März hat der Berlin-Brandenburger Radiosender “Fritz rbb” einen wie ich finde sehr guten Radiobeitrag dazu gesendet. Er fasst noch mal die Hintergründe zusammen, greift die Argumente oben aus dem Blog auf und interviewt neben mir die Greenpeace-Mitarbeiterin Corinna Hölzel sowie den Kommunikations-Wissenschaftler Professor Wolfgang Schweiger von der TU Illmenau.

Abgesehen davon, dass der Beitrag einen sehr schönen und ausgewogenen Überblick über den Fall gibt, hat mich begeistert, wie spannend Radio sein kann – oder das Webderivat Podcast.

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Der pragmatisch-professionelle Einstieg in Social Media und was eine Agentur dazu beiträgt

Heute hat mir jemand auf Formspring eine sehr gute Frage gestellt, die ich dann auch gleich beantwortet habe. Weil’s so schön war, gleich auch hier im Blog.

Die Frage war: “Eine Firma möchte in den Bereich ‘Social Media’ einsteigen. Wie gehen Sie vor? Was sind die einzelnen Steps, wie Sie die Firma auf Ihren Einstieg vorbereiten? Was leisten Sie, was muss die Firma leisten?”

1. Die Kommunikations-Strategie

Die erste Frage ist die nach der Kommunikations-Strategie: In welchen Bereichen kann Social Media Mehrwert schaffen. Dabei gehen wir davon aus, dass es im Unternehmen diverse Wertschöpfungsprozesse gibt: Vertrieb, Human Ressources, Forschung & Entwicklung, Licence to operate usw. usw. Überall gibt es Ziele, und Verbesserungen in diesen Bereichen haben direkten Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens. Kommunikation ist ein wenig so wie IT: Sie kann Prozesse beschleunigen und optimieren.

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“Es fehlt die Waffengleichheit”. Spickmich-Urteil zeigt massive Probleme professioneller Kommunikation auf

Der BGH hat entschieden. Und damit stellt er Weichen. Der BGH stellt die Meinungsfreiheit im konkreten Fall über den Persönlichkeitsschutz. Das ist ein klares Votum für das “Social Web.

Was im Internet derzeit stattfindet, ist der Beginn eines massiven sozio-kulturellen Wandels. Menschen artikulieren sich, Menschen melden sich zu Wort, Menschen beteiligen sich. Und der BGH sagt nun, dass das ein ganz hoher Wert sei. Manche bezeichnen es als “Sucht zur Öffentlichkeit” (”Hart aber Fair” vom 23.06.). Oberflächlich betrachtet mag das vielleicht sogar stimmen. Dahinter steht aber noch etwas anderes: Das (Mit-) Teilen. Menschen wollen ihre Erfahrungen mit anderen Menschen teilen. Sie wollen sie damit schlauer machen. Sie wollen damit beitragen. Sie wollen geben, sie wollen bekommen – du kriegst was du gibst. Und Menschen wollen gehört werden. Sie wollen ein Stimme haben. Es sind derzeit “nur” ein paar hunderttausend, aber sie haben eine Stimme, die niemand überhören kann. Und so werden sie zur Macht. Wer sich nicht aktiv auf sie einstellt, dem drohen große Probleme.

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Sei authentisch!… Aber wie geht das?

Vor allem die Kommunikation in sozialen Netzwerken offenbart eine eklatante Schwäche der Unternehmenskommunikation: Sie wird zunehmend als unauthentisch angesehen. So erreichen Unternehmen ihre Öffentlichkeiten immer weniger. Aber wie kommuniziert ein Unternehmen “authentisch”? Die These: Authentizität entsteht dann, wenn die Kommunikation eines Unternehmens zutreffenden Sachinformationen enthält und dabei offenlegt, wofür sie steht, was sie von dem Gesprächspartner hält, und was sie bezweckt. Daraus lassen sich umsetzbare und überprüfbare Regeln ableiten. Insbesondere bezieht sich die so oft geforderte Offenheit nicht auf die Sachinformationen, sondern auf das Vorhandensein der weiteren drei Faktoren.

“Authentizität” könnte für die PR eines der wichtigsten Themen des Jahres 2009 werden. Die Vertrauenswerte von Unternehmen sind “im freien Fall“, Täuschungsmanöver werden immer aggressiver gegeißelt, Persönlichkeit zu zeigen gilt als Muss vor allem in den sozialen Netzwerken, und die PR-Branche leidet immer stärker unter dem Vorwurf, sie wolle ohnehin nur Botschaften aufdrängen oder unterschieben (siehe auch Brand Eins). Vor diesem Hintergrund ist in den vergangenen Monaten eine Diskussion um Wahrhaftigkeit entbrannt. Abwechselnd wird dafür geworben, das Täuschen durch die PR zu legitimieren (Prof. Merten), oder es wird auf die Ethik der Kommunikation gepocht: Du darfst nicht lügen! (Deutscher Rat für Public Relations). Das hat zu einem heftigen Streit geführt, der sogar die Leitmedien wie den Spiegel erreicht hat.

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