Nach ein paar Tagen Reflexion fällt mir folgendes auf: In der ganzen Diskussion um Vodafone gehen ständig zwei Dinge durcheinander. Und ich glaube, dass vor allem die Vermischung dieser beiden Aspekte zum Desaster geführt hat. Und wie sonst auch, reflektiere ich nicht darüber, weil mir Vodafone so wichtig wäre, sondern exemplarisch, um daraus zu lernen. Wenn das noch jemandem hilft, freue ich mich.
Der eine Aspekt ist die Werbekampagne, die das Thema “Social Media” aufgreift. Hier ist Vodafone ein Infrastruktur-Anbieter, der Menschen den Zugang zum mobilen wie stationären Internet ermöglicht. Damit spricht Vodafone vor allem Menschen außerhalb des Social Web an. Und Vodafone transportiert über die Werbung, dass das moderne, das aktuell spannende Internet vor allem das “Social Web” ist. Damit wollen sie Lust auf’s Social Web machen, und so neue Kunden gewinnen, die über Vodafone das Social Web nutzen. Das klingt stimmig. Und es ist bemerkenswert, dass “Voice” in der neuen Kampagne kein Thema ist. Sondern ausschließlich das (mobile) Internet, und davon nur das Social Web.
Der zweite Aspekt ist, dass Vodafone selbst “als Unternehmen” über Social Media am Social Web teilnimmt. Das ist eine völlig andere Geschichte. Damit sprechen sie vor allem Menschen innerhalb des Social Web an. Und hier agiert Vodafone nicht als Infratsrukturanbieter für das Social Web, sondern als ein Teilnehmer im Social Web. Und ich finde auch das bemerkenswert, weil es neu ist in Deutschland. Bisher nimmt kein Consumer-Konzern am Social Web teil, und schon gar nicht in der Intensität.
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