Category Archives: Social Media Relations

Social-Media-Romantiker und -Egozentriker in der Krise – ein Selbstbekenntnis

Es scheint ein Trend zu sein. “Social Media ist in der Krise!” Jedenfalls liest man in der Blogsosphäre ganz viele Blogbeiträge und es wird intensiv diskutiert. Ein kleines Pottpuri des Weltschmerzes hat Ralf Schwartz in seinem Werbeblogger zusammengestellt. Ein wirklich lesenwerter Beitrag. Verändert Social Media wirklich die Welt? Muss Social Media authentisch sein? Ist Dialog eine “conditio sine qua non” für Social Media? Welchen Einfluss, und welche Bedeutung haben Blogger? Dreht sich die Branche nur um sich selbst?

cc Blogwiese, Flickr

Ich finde die Entwicklung klasse. Denn jetzt fangen die wir Protagonisten an, also die, die sich mit dem Thema ausführlich beschäftigen, die Sinnfrage zu stellen. Sie Wir überprüfen ihre unsere Thesen – und Dogmen. Das betrifft vor allem die Social Media Romantiker und die Social Media Egozentriker. Sie Wir werden grade enttäuscht. Von der Realität eingeholt. Und dann gibt es die, die ihre eigenen Interessen bedroht sehen. Ihren Status. Ihre Macht. Ihre kleine Welt, die sie besonders gemacht hat, und in die nun der Mainstream oder – huhuuu – sogar der Kommerz einbricht.

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Social Media Myth Buster: Es braucht keinen “Dialog” für erfolgreiche Social Media

Gestern gab es auf Twitter ein große Debatte über die Frage, ob “Dialog” ein wesentliches, vielleicht sogar ein unverzichtbares Element von (Corporate) Social Media ist. Das Thema scheint ausgesprochen kontrovers zu sein. Nicht nur, dass sehr, sehr viele an der Debatte teilgenommen haben, die Diskussion war auch ausgesprochen lebhaft. Und es gab auch sehr sehr gute Argumente für beide Seiten.

cc by Kris Hoet, Flickr

Ich wage hier folgende These: Es braucht keinen (direkten) Dialog, um erfolgreich als Unternehmen über Social Media zu kommunizieren.

Wie macht man denn “Social Media”?

Zunächst halte ich es für wichtig zu klären, was das überhaupt ist, wenn man über “Social Media” redet. Kann ein Unternehmen “Social Media” machen? Oder ist eine Kommunikation, die nicht den Dogmen entspricht, “eigentlich gar kein Social Media”, wie manche meinen?

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Twitter-Account-Strategie: Mit “Light”-Accounts mehr Menschen erreichen?

Ich habe mir heute die Frage gestellt, ob es sinnvoll sein kann, “Light”-Versionen des Twitter-Accounts anzulegen. Wir machen nämlich die Erfahrung, dass grade “Multiplikatoren” schnell mal entfollowen, wenn zu viel Traffic auf dem Account ist. Mit “Multiplikatoren” meine ich besonders Journalisten, die üblicherweise ja viele Quellen scannen, und für die dann irrelevante Informationen störend sind. Und aus “professioneller Sicht” ist es nicht gut, wenn man genau die verliert.

Konflikt: Wenig, aber nur relevantes oder auch persönliches und dann auch mehr

Allerdings ist der “viele Traffic” unter Umständen auch nicht unwichtig. Die Tweets also nur “auf das Nötigste” oder das rein Informelle zu beschränken, ist auch keine Lösung. Wir alle wissen und lernen, dass eine Funktion von Twitter auch ist, dem Unternehmen “ein Gesicht” zu geben, wodurch es absolut sinnvoll ist, “persönlich” zu twittern – aber das erzeugt notwendigerweise mehr Tweets in den Timelines. Selbst wenn Journalisten das grundsätzlich schätzen: Sie müssen trotzdem filtern, um ihre Timeline schlank auf das (für sie) Wesentliche zu beschränken. Und so fällt man dann doch mal leicht raus. Das muss nicht sein…

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Social Media gehört zur Grundversorgung eines Unternehmens. Wie Telefon und E-Mail.

“Ist die Zukunft einer Social Media Strategie eine Verschiebung von Ressourcen oder eine Aufstockung/Investment?” fragte Martin Meyer-Gossner von TheStrategyWeb, nach, als ich kürzlich einen Blogpost von ihm kommentierte. Meine Antwort fiel ganz unbeabsichtigt etwas länger aus, und ich möchte den Gedanken gerne auch hier in unserem Blog aufgreifen. Sehr gutes Thema, danke Martin.

“Daran haben viele Unternehmensführer überhaupt kein Interesse!”

cc dfarber, Flickr

Don Tapscott (cc dfarber, Flickr)

Der Ausgangspunkt der Debatte war ein Interview mit Don Tapscott in der Süddeutschen Zeitung vom Donnerstag, das ich im Print mit großem Interesse gelesen habe. Es ist inzwischen auch online verfügbar. Darin fordert Tapscott Unternehmen auf, “sich endlich auf das Mitmach-Netz einzulassen, um von der Transparenz zu profitieren.” Aber er sagt auch: “Eine Web2.0-Kultur würde die Machtverhältnisse in Firmen von grundauf verändern. Daran haben viele Unternehmensführer überhaupt kein Interesse”. Und Martin fragte dazu (zu Recht): “Ist das wirklich heute noch so? Sind Unternehmensführer wirklich so Internet-resistent? Können sich Unternehmensführer das noch leisten in der Zukunft?”

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Die richtige Zeit für ein neues PR-Verständnis. Oder: Es sind die Menschen, Dummkopf!

PR ist ein Schimpfwort. So scheint es jedenfalls vielfach. Früher habe ich scherzhaft erzählt, dass ich eher sage, ich sei Rausschmeißer in einem Porno-Kino, als dass ich zugebe, ich sei PR-Berater. Das hätte ein besseres Image. Das tue ich heute nicht mehr. Ich bin gerne PR-Mensch. Aber das Image von PR ist immer noch seltsam. “PR” taucht scheinbar immer im Zusammenhang mit dem Wort “nur” auf. Faszinierend!

Ich bin heute auf einen Blogpost bei freitag.de gestoßen, in dem eine Katrin Schuster fragt (oder sagt): “Twitter? Nur ein weiterer PR-Kanal …“. Sie berichtet von einer Veranstaltung, auf der eine ganze Menge Menschen im Podium saßen, die ich kenne, z.B. Richard Gutjahr vom BR, die freie Journalistin und Bloggerin Ulrike Langer und Michael Praetorius, Leiter Online von Antenne Bayern. Katrin Schuster schreibt darin einen interessanten Satz: “Wenn Journalisten twittern, facebooken u.ä., dann geht es weniger darum, mit den Lesern zu kommunizieren, als vielmehr und allererst darum, Werbung für das eigene Blatt zu machen.” Das scheint mir durchaus auch auf “Unternehmen” und “Kunden” übertragbar. Und wieder das “nur” in der Headline!

schlange

Woher kommt dieses Misstrauen gegen “PR”? Das Problem ist ja hier, dass Unaufrichtigkeit unterstellt wird. Warum wird jedem, der ein Gewerbe (oder einen sonstigen Broterwerb) betreibt, gleich unterstellt, er bezwecke eigentlich nur das eine, selbst wenn er etwas anderes tut? Liegt es daran, dass “PR” lange Zeit ein Synonym für Manipulation, Propaganda, Unaufrichtigkeit und Ausnutzung war? Weil Unternehmen nicht nur nicht authentisch, sondern vor allem nicht integer waren? Oder (teilweise) immer noch sind? Ist der Vertrauensverlust tatsächlich so tief?

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Potenzial zum positiven Social Media Benchmark:
noa bank dekliniert “Social Media” (fast) perfekt durch

Die Kommunikationswelt tut sich derzeit schwer, wirklich gute Beispiele für gelungene (deutsche) Social-Media-Kommunikation anzuführen. Sicher, es gibt eine ganze Menge “lustiger” Kampagnen, die Facebook, Twitter, Blogs & Co. einbinden. Aber dass einmal  ein deutsches Unternehmen konsequent auf Social Media setzt – dafür fehlen nach meiner Ansicht die wirklich guten Beispiele.

Der geschätzte Kollege Stefan Schanz von pr+co hat einen eigenen Twitter-Channel eingerichtet (http://twitter.com/beeftweet) und ein Blog angelegt, in dem er gute Beispiele sammelt. Ein paar nennt auch Christian Bölling in seinem Blogeintrag, und auch Cem Basman hat über einen Blogeintrag einige Vorschläge gesammelt. Bisher waren die aber für mich nicht wirklich überzeugend. Das Social Media Engagement ist entweder halbherzig oder von zu kleinen Unternehmen, sodass die Relevanz fehlt. Und so überwiegen in der Debatte um Social Media die eher negativen Beispiele, jene, die Furore gemacht haben, und das waren fast immer die Geschichten der Krisen: Vodafone, Jack Wolfskin, Jacko, United Airlines usw.

Heute Gestern (also am Samstag) Morgen habe ich ein Unternehmen entdeckt, von dem ich denke hoffe, dass es vielleicht der erste positive Case ist, der Furore macht: Die noa bank. Die Idee der noa bank in aller Kürze: Die Bank will nicht wie sonst üblich mit “ethisch zweifelhaften” Investitionen Geld verdienen, sondern mit Projekten, die Gutes bewirken. Auf den ersten Blick ist die Kommunikation zwar möglicherweise etwas zu “gefühlsduselig”, das will ich aber gar nicht bewerten. Die Grundidee ist faszinierend, die Kommunikation greift sehr gut die drei wichtigsten Grundprinzipien von Social Media auf und setzt sie nahezu perfekt um: “Humanizing”, “Partizipation” und “Transparenz”. Und noch mehr…

website

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Vodafones Social Media Engagement: Vodafone hat alles richtig gemacht. Aber wer hat sie beraten?

Vodafone ist meines Wissens nach der erste große Consumer-Konzern in Deutschland, der sich auf die neuen Welt der Social Media ernsthaft einlässt. Vodafone spricht die Web-Community direkt an und fordert deren Feedback: Über Twitter, über Facebook, über ihr Blog, und ein Myspace-Engagement ist geplant. Dafür verdient Vodafone sehr viel Respekt und Anerkennung. Und heute hat Vodafone eine “Pressekonferenz” veranstaltet, bei der jeder live dabeisein konnte. Da haben sich auch die Vodafone-Bosse den Menschen gestellt. Die Pressekonferenz wurde über soziale Medien angekündigt, und Vodafone hat zugelassen, dass die Menschen das tun, was sie eben in sozialen Medien tun: offen ihre Meinung sagen. Diese Meinung war dann allerdings überwiegend vernichtend. Und das ist gut so.

Social Media is the willingness to fail.Vodafone will das Richtige: Vodafone will menschlicher, offener, direkter werden, will Gesicht zeigen und authentisch sein.Vodafone hat die Zeichen erkannt; sie machen die richtigen Schritte, sie trauen sich. Ich glaube, man kann das nicht oft genug anerkennen. Und ja, Vodafone macht beim So-viel-richtig-machen auch gleich ganz viel verkehrt. Das Schöne dabei ist: Wenn Vodafone schlau ist, wird Vodafone ganz viel aus der Kritik lernen. Und: Auch Dritte können von Vodafone viel lernen. Allerdings: Vieles hätte man vorher wissen und ohne großen Aufwand besser machen können. Dabei hätte man nur das Wichtigste Gebot des “sozialen Dialogs” beachten müssen: Nämlich die Dinge aus der Sicht des Anderen zu sehen – aus der Sicht des Menschen gegenüber.

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Twitters Problem in Deutschland und wie “PR auf Twitter” Twitter helfen kann

Ich zucke immer wieder zusammen, wenn ich in den Medien etwas über Twitter lese oder sehe. Da kommen so Aussagen wie „Wer schwatzhaft ist [...], der twitter bestimmt schon“ (Anmoderation RTL Nachtjournal) oder es wird getitelt: „Plappern im Netz“ und dabei (zu Recht) gefragt, ob Aussagen wie “Koche heute das erste Mal einen Schweinebraten, drückt mir die Daumen!” relevant sind (Heise online). Und immer wieder Obama und die Notwasserung im Hudson River! Okay, ab und zu wird auch auf Thorsten Schäfer-Gümbel verwiesen, der es Obama gleich machen wollte. Puhhh…

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Warum Twitter zum Pflichtprogramm für jeden Kommunikator gehört

Das Thema „Social Media“ erlebt aktuell eine rasante Karriere. Die Debatte ist in vollem Gange. Selten stand „Kommunikation“ so im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung: Obama, Online Mobbing, Twittern im Hessen-Wahlkampf, das PR-Desaster der Bahn im Umgang mit dem Blog netzpolitik.org, die Notwasserung auf dem Hudson-River – seit etwa drei Monaten schreiben sogar Leitmedien wie das Handelsblatt, die FAZ, der Focus oder der Spiegel im Wochentakt über die neue Form der Massen-Kommunikation. Und wenn selbst RTL2 in den Zwanzig-Uhr-Nachrichten über Twitter berichtet, und das auch aus dem Blickwinkel der politischen Diskussion, muss man konstatieren: die Debatte ist in der Masse angekommen. Dabei ist Twitter ohne Zweifel der Shooting-Star unter den sozialen Medien. Twitter wächst derzeit nicht nur am schnellsten, Twitter nimmt auch den meisten Raum in der Berichterstattung ein. Sind soziale Medien, ist Twitter nur ein Hype, die schnell wieder aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwinden? Oder wird uns (in Deutschland) das Thema noch länger erhalten bleiben?

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Twittern und feiern für den guten Zweck

Am nächsten Donnerstagabend trifft sich die weltweite Twitter-Gemeinde in 170 Städten, um Geld für einen guten Zweck zu sammeln – auch die Münchner Community ist dabei und lädt alle Münchner ein, zu kommen. Anmeldung und Informationen unter munich.twestival.com.

Weltweit gibt es geschätzte sechs Millionen Menschen, die den Micro-Blogging-Dienst Twitter nutzen, um im Internet Nachrichten auszutauschen und sich quasi “in Echtzeit” auf dem Laufenden zu halten. Täglich kommen tausende Nutzer dazu. Twitter boomt. Am Donnerstag, den 12. Februar 2009 trifft sich die Twitter-Community in mehr als 170 Städten rund um den Globus “offline”. Der Anlass: Man will sehen, wer sich hinter den “Nicknames” im Internet verbirgt – und noch wichtiger: Man will einem guten Zweck dienen. Auf der Veranstaltung werden Spenden zu Gunsten von charity:water gesammelt, einer Organisation, die Brunnen in Entwicklungsländern baut und damit vielen tausend Menschen den Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. Das Münchner Twestival findet ab 18:00 im Brickhouse im Optimol-Gelände, Friedenstr. 10, statt. Der Veranstalter des Münchner Treffens, talkabout communications (www.talkabout.de), der das Event wie alle anderen Veranstalter ehrenamtlich organisiert, plant das Twestival bewusst als Gelegenheit, dass sich Twitter-Profis und “Newbies” über Twitter austauschen und so den neuen Dienst kennen lernen können; Nicht-Twitter-User sind also ausdrücklich willkommen. Der Erlös aus dem Ticketverkauf für das Twestival in Höhe von fünf Euro und die Spenden fließen zu einhundert Prozent an charity:water (www.charitywater.org). Weitere Informationen und die Möglichkeit zu spenden finden sich im Internet unter munich.twestival.com. Hier müssen sich Interessierte auch anmelden; eine Abendkasse ist nicht vorgesehen. Die weltweite Spendenabwicklung und die Anmeldung organisiert der Münchner Internet-Anbieter amiando (www.amiando.de), aufgrund deren Engagement alle Kreditkartenzahlungen ohne Transfergebühren an charity:water gehen.

Obama macht es, Lance Armstrong macht es, bis zu sechs Millionen Menschen tun es täglich, und beim Flugzeugabsturz im Hudson River war es der heimliche Medienstar: Twitter (deutsch: Zwitschern). Dieser so genannte “Micro-Blogging-Dienst” (www.twitter.com) macht derzeit Furore im Internet. Längst berichten deutsche Leitmedien über den Service, und Journalisten wie Medien, Blogger und Unternehmen fangen an, ihn für die Kommunikation und das Publizieren von Nachrichten zu nutzen. Das Prinzip ist einfach: Jeder kann sich mit wenigen Klicks einen “Twitter-Channel” einrichten, über den er 140 Zeichen lange Nachrichten – ähnlich einer SMS – verfassen kann, die wie bei einem Newsticker von allen anderen Nutzern auf ihrer eigenen Seite abonniert werden können.

Fünf deutsche Städte am Twestival beteiligt

Im September 2008 kam eine Gruppe von Twitterern in London auf die Idee, Twitter zur Organisation von Events zu nutzen. Die Idee der Twestivals war geboren. Und das Konzept fand Anklang. Mehr als 170 Städte rund um den Globus beteiligen sich an dem Event. In Deutschland richten Frankfurt, Berlin, Mannheim, Hamburg und München die lokalen Twestivals aus. Für alle Nicht-Twitterer ist das eine gute Gelegenheit, Twitter kennen zu lernen, und dabei Gutes zu tun. Durch die Hilfe von charity:water konnten im Jahr 2007 144.800 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden. In diesem Jahr hat sich charity:water das Ziel gesetzt, 100 Schulen in Entwicklungsländern mit sauberem Wasser zu versorgen.

Gelegenheit, Twitter kennen zu lernen

“Twitter ist ein faszinierendes Medium”, sagt Mirko Lange, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur talkabout communications, die das Twestival in München organisiert. 140 Zeichen seien schnell geschrieben, die Technik sei extrem einfach, selbst vom Handy können spielend leicht Tweets verfasst werden. Man könne so einerseits mit Freunden und Familie einfach in Kontakt bleiben, und bekommt andererseits viele Anregungen, Informationen und Links von anderen Nutzern. “Ich verfolge die Entwicklung im Internet seit mehr als 10 Jahren”, sagt Lange. “Ich habe noch keinen Dienst gesehen, der so viel Potential zu einer Massenbewegung hat.” Twitter sei einfach enorm schnell und direkt, das entspreche einerseits dem Zeitgeist, andererseits ermögliche es dem Einzelnen, die Informationsflut zu bewältigen – obwohl die Auswahl an “Nachrichtenkanälen” noch auf private Tweets erweitert wird.

Twitter als schnellster Nachrichtendienst der Welt

Wie schnell das Medium Twitter ist, zeigte die Notlandung des Airbus im Hudson River vor einigen Wochen. Fast zeitgleich mit der Wasserung hat ein mobiler Twitterer ein Bild in Twitter mit Kommentar eingestellt, das sich in Minuten durch so genannte “Re-Tweets” weltweit verbreitet hat – also dadurch, das Twitterer die Nachricht jeweils an ihre “Follower” weitergeleitet haben. Erst deutlich später berichteten die Online-Medien, abends das Fernsehen, am nächsten Tag die Print-Medien. “Aber das schönste ist: die kleinen News aus dem persönlichen Umfeld sind uns genauso wichtig”, sagt Lange, “und die liefert uns Twitter eben auch!”

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