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	<title>talkabout &#187; Apple Web 2.0</title>
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	<description>Fürsprecher gewinnen &#124; Debatten führen &#124; Werte schaffen</description>
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		<title>Der Kampf Apple gegen Google. In Wirklichkeit ein Kampf zwischen &#8220;Kontrolle&#8221; und &#8220;Freiheit&#8221;?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 08:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mirkolange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Apple Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexität]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetDie FAZ vom  02. Februar berichtet wie folgt: “Der Apple-Chef glaubt nicht an das Web 2.0 und will Google stürzen. Mit dem iPad verabschiedet Apple nicht nur den Computer, sondern greift auch die Idee sozialer Netzwerke an. Während sich Google und Apple zunehmend in direkte Konkurrenten verwandeln, übersehen viele Beobachter, dass Jobs ein eingefleischter Skeptiker [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1088" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fblog.talkabout.de%2F2010%2F02%2F02%2Fder-angebliche-kampf-apple-gegen-google-als-kampf-zwischen-kontrolle-und-freiheit%2F&amp;text=Der%20Kampf%20Apple%20gegen%20Google.%20In%20Wirklichkeit%20ein%20Kampf%20zwischen%20%26%238220%3BKontrolle%26%238221%3B%20und...%20&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=vertical&amp;counturl=http%3A%2F%2Fblog.talkabout.de%2F2010%2F02%2F02%2Fder-angebliche-kampf-apple-gegen-google-als-kampf-zwischen-kontrolle-und-freiheit%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://blog.talkabout.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Die FAZ vom  02. Februar berichtet wie folgt: “Der Apple-Chef glaubt nicht an das Web 2.0 und will Google stürzen. Mit dem iPad verabschiedet Apple nicht nur den Computer, sondern greift auch die Idee sozialer Netzwerke an. Während sich Google und Apple zunehmend in direkte Konkurrenten verwandeln, übersehen viele Beobachter, dass Jobs ein eingefleischter Skeptiker bezüglich der doppelten Marotte des Silicon Valley geblieben ist: der Rechnerwolke und Web-2.0-Diensten wie Facebook.” (Artikel leider noch nicht online).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/andresthor/3963368371/sizes/l/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2463/3963368371_095254caf0_b.jpg" alt="CC Flickr, andres.thor" width="515" height="333" /></a></p>
<p>Ich glaube, dass ich so langsam anfange, den Hype und die Debatte um das iPad zu verstehen. In der Debatte um das iPad steckt eigentlich eine andere, eine viel größere  Debatte: Nämlich die, wie wir mit der zunehmenden Komplexität der Welt umgehen. Immer wieder wird den Kritikern des iPad vorgehalten, <a href="http://www.slow-media.net/ipad/comment-page-1#comment-134" target="_blank">das iPad sei gar nicht für sie gemacht</a>. Und es gibt eine starke Bewegung, die sich für eine Reduktion und Verlangsamung der Welt einsetzt, siehe Frank Schirrmacher oder auch die &#8220;<a href="http://www.slow-media.net/" target="_blank">Slow-Media-Bewegung</a>&#8221; (wenn man dort schon von einer Bewegung sprechen kann).</p>
<p><span id="more-1088"></span></p>
<h3>Wenn viele Optionen überfordern</h3>
<p>Es gibt definitiv diejenigen, die sich von der neuen Wissens-Ökononomie überfordert fühlen. Es gibt die Menschen, die mit der Komplexität der Welt nicht gut klar kommen (siehe dazu auch Artikel im Handelsblatt &#8220;<a href="http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/konsumverhalten-wenn-auswahl-ueberfordert-oder-auch-nicht;2522150" target="_blank">Wenn Auswahl überfordert – oder auch nicht</a>&#8220;). Ganz ohne Frage. Auch für Unternehmen bzw. die Unternehmenskommunikation ist der Verlust der Kontrolle über die Informationen ein Greuel. Und die alle sehnen sich (wieder) nach mehr Kontrolle, Beherrschbarkeit und Einfachheit. Auch dass der Populist Schirrmacher von vielen so gerne gelesen ist, belegt das. Und das ist gut und richtig so! Apple bedient dieses Bedürfnis nahezu perfekt. Apple ist maximale Kontrolle. Und das führt zu Qualität. Das ist unbestritten. Das Konzept ist gut und gültig. Nicht nur, dass &#8220;ein Apple&#8221; (angeblich) genau das macht, was man will, Apple hat das System &#8220;Kontrolle&#8221; auch in der Unternehmenskommunikation perfektioniert. Auch dieser Aspekt ist interessant: Während Google sein Nexus komplett offen im Netz kommuniziert hat, war Apple nahezu hermetisch abgedichtet, hat sogar durch &#8220;Fake Leaks&#8221; versucht, die Informationslage zu steuern.</p>
<h3>Der Kampf zweier Zukunftsentwürfe</h3>
<p>Ich sehe das iPad (oder die Idee dahinter) aber auch als <a href="http://blog.talkabout.de/2010/01/31/das-ipad-als-ausdruck-von-konsumentenbedurnissen-oder-passiv-fett-und-faul-im-internet-schlaraffenland/">Gegenentwurf zu der grade aufkommenden Kultur des Web 2.0</a>: Offenheit, Partizipation und Vernetzung. Nicht nur das iPad (das ist nur ein technisches Gerät), sondern der Hype um das iPad, der Ausdruck eines Bedürfnisses ist. Apple und das iPad stehen für mich (und jetzt wohl auch direkt ausgesprochen durch Jobs) gegen Google und soziale Netze wie Facebook oder Twitter. Vielleicht entwickelt sich der Kampf Apple gegen Google zu einem Kampf zweier Zukunftsentwürfe. Hier die faszinierenden Visionen eines Kontrollfanatikers, der den Menschen jegliche Mühe abnehmen will und dabei – nur zu ihrem besten – nicht davor zurückschreckt, ihnen konsequent Dinge vorzuenthalten, die er nicht gut für sie findet (siehe auch <a href="http://www.onlinepc.ch/index.cfm?page=104029&amp;artikel_id=22470" target="_blank">Debatte um Flash</a>).</p>
<p>Dort das Bild der Vernetzung alles Wissens, aus dem sich die Menschen frei bedienen können. “Kontrolle” im Sinne Jobs ist immer auch eine Reduktion von Optionen und damit auch ein Verlust von Freiheit. Aber viele Menschen vermissen sie nicht. Das ist okay.</p>
<h3>Jobs will nur Gutes</h3>
<p>Ich bin sicher, Jobs will nur Gutes. Er ist wohl – ebenso wie Schirrmacher – davon überzeugt, dass Reduktion und Kontrolle besser sind für &#8220;den Menschen&#8221;. Er hat Recht damit &#8211; zumindest wenn man &#8220;den&#8221; mit &#8220;manche&#8221; (vielleicht sogar &#8220;viele) ersetzt. Ich persönlich glaube an das &#8220;Prinzip Google&#8221;. Nicht das der Datenkrake &#8211; das ist noch einmal eine ganz andere Debatte. Ich meine hier das &#8220;Vernetzen&#8221;: Das vernetzen von Informationen. Das Vernetzen von Menschen. Den Austausch. Den Dialog. &#8220;Wissen&#8221; ist definiert als die &#8220;Vernetzung von Informationen&#8221;. Je besser wir (als Menschen) vernetzen, desto größer werden wir. Ich halte das für die Evolution des Menschen. Da kommt mir sogar der Gedanke zu sagen &#8220;Die höchste Form der Vernetzung ist Gott&#8221;. Das ist aber keine unproblematische Aussage.</p>
<p>Und ja, das macht Arbeit. Vernetzen ist anstrengend. Vernetzen ist Training. Vernetzen ist Veränderung und ständige Anpassung. Ich persönlich nehme gerne etwas mehr Aufwand in Kauf für ein Maximum an Optionen &#8211; und Weiterentwicklung. Und idealerweise wird es doch nur eine Kampf zwischen Unternehmen, und kein Kampf zwischen Kulturen. Schon immer sind Menschen in unterschiedlicher Geschwindigkeit vorangeschritten. Wer für Reduktion eintritt, läuft (möglicherweise?) Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Wer immer rennt, läuft Gefahr &#8220;eine Macke im Kopf&#8221; zu bekommen. Auf dass wir Lösungen finden, dass sich beide Entwürfe maximal bereichern. Das gefährlichste dabei ist jedenfalls jede Form von Radikalität. Ich jedenfalls freue mich auch das iPad <img src='http://blog.talkabout.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />
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